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Auswirkungen der Zusatzbeiträge der GKV auf die PKV
Der Schock sitzt bei vielen Mitgliedern der gesetzlichen Krankenversicherung tief. Zu Beginn des Jahres 2010 haben die ersten gesetzlichen Krankenkassen angekündigt einen Zusatzbeitrag von ihren Mitgliedern erheben zu wollen und es ist damit zu rechnen, dass die anderen Kassen über kurz oder lang nachziehen werden.
Die gesetzlichen Krankenkassen machen nun von ihrem Recht gebrauch, Zusatzbeiträge von ihren Mitgliedern zu erheben. Dabei besteht für die Krankenkassen die Möglichkeit, eine monatliche Pauschale von 8 Euro zu verlangen oder einen Zusatzbeitrag, der sich am Einkommen der Versicherungsnehmer orientiert. Dieser Zusatzbeitrag kann dann bei bis zu 37,50 Euro im Monat liegen, was eine Mehrbelastung von 450 Euro im Jahr zur Folge hat.
Betroffen von dem maximalen Zusatzbeitrag sind vor allem Personen, die über ein hohes Einkommen verfügen, welches auf der Höhe der Beitragsbemessungsgrenze liegt. Besonders für diese Personenkreise könnte sich nun der Wechsel in eine private Krankenversicherung durchaus bezahlt machen.
Grundsätzlich können sich alle Freiberufler, Selbstständige und Beamte in der privaten Krankenversicherung absichern, da sie nicht der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung unterliegen und eine freiwillige Krankenversicherung abschließen können. Arbeitnehmer und Angestellte fallen nicht unter die Versicherungspflicht, wenn sie mit ihrem Einkommen über der Versicherungspflichtgrenze liegen. Für das Jahr 2010 wurde diese Grenze bei 49.950 Euro gezogen. Damit die Chance auf einen Wechsel in die private Krankenversicherung gegeben ist, muss zusätzlich nachgewiesen werden, dass das jährliche Bruttoeinkommen in den letzten drei Jahren über der Versicherungspflichtgrenze gelegen hat.
Für die privaten Krankenversicherungen bedeutet die Erhebung von Zusatzbeiträgen in der gesetzlichen Krankenversicherung also, dass es in der kommenden Zeit immer mehr Versicherungsnehmer geben wird, die einen Wechsel von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung anstreben und sie somit möglicherweise einen starken Zuwachs erleben werden.
Nach Meinungen von Experten sind die gesetzlichen Krankenkassen, die nun einen Zusatzbeitrag erheben nur der Anfang. Zum Ende des Jahres werden wohl viele Kassen nachziehen und für das Jahr 2011 ist zu erwarten, dass alle Kassen von ihrem Recht gebrauch machen werden, einen Zusatzbeitrag zu erheben. Damit wird ein Wechsel zwischen den unterschiedlichen gesetzlichen Krankenkassen nicht das gewünschte Ergebnis bringen, von den Zusatzbeiträgen verschont zu bleiben. Nur ein Wechsel in die private Krankenversicherung kann für den Versicherungsnehmer den Zusatzbeitrag verhindern.
Quelle: versicherungvergleich.info
Geschrieben am
12.04.2010 in
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