Zusammenfassung:
"Die vorzüglichste mechanische-gymnastische Einwirkung auf das Herz und den Circulationsapparat erreichen wir, wie wir bereits in allseitiger Weise dargelegt haben, durch Geh- und Steigbewegungen" (OERTEL, 1891). Schon OERTEL erkannt den besonderen Wert der Bewegung und die positiven Effekte seiner dosierten Reizsetzung auf den menschliche Organismus.
Die Bedeutung der körperlichen Leistungsfähigkeit spielt sowohl in der allgemeinen Medizin als auch in der heutigen speziellen Sportmedizin eine immer größer werdende Rolle. Besonders mit dem Gedanken an unsere stark veränderte Lebenswelt und den daraus resultierenden Bewegungsdefiziten hat der Bewegungs-Gesundheitsaspekt einen wichtigen Stellenwert. Körperliche Arbeit ist aufgrund der Technisierung unserer Umwelt immer weniger erforderlich, was zur Folge hat, dass die notwendigen Reize zur Entwicklung und Erhaltung von Strukturen, biochemische und biophysische Vorgänge, auf unseren Körper ausbleiben. Infolge dessen muss gewissermaßen künstlich ein biologisch notwendiges Mindestmaß an körperlicher Belastung in unseren Alltag zurückgeholt werden. Sie werden mit den unterschiedlichsten Methoden künstlich geschaffen.
Dabei kommt den Ausdauersportarten aus präventivmedizinischer Sicht eine besondere Bedeutung zu. Ein sehr großer Bereich, in dem die fehlenden körperlichen Impulse gesetzt werden, sind die Fitnessstudios und ihre vielfältige Bandbreite der Reizsetzung. Da aus gesundheitlicher und präventiver Sicht die Förderung der Herz-Kreislauffähigkeit im Vordergrund steht, möchte diese Arbeit diesbezüglich drei verschiedene Arbeitsformen gegenüberstellen.
In den Sport- und Fitnessstudios kommt es neben dem Einsatz von Fahrradergometer und Laufband zu einer vermehrten Nutzung von Steppgeräten. Die Zielsetzung dieser Geräte ist ähnlich gelagert wie die der uns bekannten Geräte Laufband- und Fahrradergometer. Die Zielsetzung dieser Geräte ist identisch mit denen bei der Anwendung von Fahrradergometer und Laufband: Es sollen funktionell wirksame Reize gesetzt werden auf Herz, Kreislauf, Atmung und Stoffwechsel (so genanntes kardio-pulmonales System).
Nachstehend wird in vergleichender Form den kardio-pulmonalen Effekten der unterschiedlichen Arbeitsformen (Fahrradergometer, Laufband und Stepper) nachgegangen.
Vornehmlich sollten folgende Fragen untersucht werden.
Wie verhält sich die Herzfrequenz auf metabolisch vergleichbaren Belastungsstufen bei den drei Geräte?
Wie ist die Reaktionsweise des Laktatspiegels im arterialisierten Blut?
Wie verhalten sich die maximalen Sauerstoffaufnahmewerte?
Gang der Untersuchung:
Für die Untersuchung stellten sich 10 gesunde männliche Probanden zur Verfügung. Alle teilnehmenden Probanden waren Studenten der Hochschule. Der Trainingszustand der Probanden war als gut bis sehr gut zu bewerten. Die Untersuchungen fanden im Institut für Kreislaufforschung und Sportmedizin der Deutschen Sporthochschule Köln statt.
Die Untersuchung beinhaltete vier Stufentests an den nachfolgend aufgeführten Geräten. Fahrradergometer und Laufband wurden vom Institut für Kreislaufforschung und Sportmedizin der Deutschen Sporthochschule zur Verfügung gestellt. Das Steppgerät stellte die Firma Keiper Dynavit zur Verfügung und befand sich ebenfalls in den Räumlichkeiten des Instituts.
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