|
Zusammenfassung:
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit einer Erzählung, deren Titel bereits einen Anknüpfungspunkt für den phantastischen Charakters ihres Inhalts darstellt, welcher in der Gestaltung des Spiegelbildverlustes in der "Geschichte vom verlorenen Spiegelbilde" seinen Höhepunkt erfährt. E.T.A. Hoffmanns Erzählkunst beruht auf der dichterischen Verfahrensweise "in Callots Manier". Diese setzt Personen und Ereignisse, die dem Alltag der gewöhnlichen Wirklichkeit angehören in Beziehung zu der Welt der Phantasie, zu der auch der Traum gehört. Wirklichkeit und Traum treten in ein dualistisches Verhältnis zueinander. In der vorliegenden Arbeit soll der Versuch unternommen werden, aufzuzeigen, auf welche Weise der Dualismus zwischen der äußeren Welt des Alltags und der inneren Welt der Phantasie von E.T.A. Hoffmann erzähltechnisch gestaltet wird. Es soll der Frage nachgegangen werden, welche Bedeutung der Einfluß der irrealen Welt auf die reale Welt, für die Wirklichkeitswahrnehmung des Enthusiasten hat. Dieser leidet an der Welt des bürgerlichen Alltags, in der kein Platz für die Phantasie ist. Der Enthusiast entfremdet sich von seiner Umwelt und beginnt am eigenen Ich zu zweifeln und fürchtet eine Aufspaltung desselben. Hoffmann stellt diese Problematik durch das Spiegelbildmotiv dar. Das Hin- und Hergerissensein des Ich zwischen der banalen Welt und der Traumwelt bedingt die umständlich konstruiert erscheinende Erzählstruktur, die Gegenstand der Überlegungen dieser Arbeit sein soll.
Inhaltsverzeichnis:
|
| 0. |
Einleitung |
I
|
| 1. |
"Die Abenteuer der Silvester-Nacht" - ein "Fantasiestück in Callots Manier" |
1
|
| 1.1 |
Rahmenbedingungen |
1
|
| 1.1.1 |
Die Vorlage: Adelbert von Chamissos "Peter Schlemihls wundersame Geschichte" |
4
|
| 1.2 |
Der Rahmentitel |
6
|
| 1.2.1 |
Das dichterische Verfahren - Callots Manier |
9
|
| 2. |
Erzähltechnische Gestaltung der Wirklichkeit |
15
|
| 2.1 |
Zum Aufbau |
15
|
| 2.2 |
Der Rahmen |
16
|
| 2.3 |
Die Einstimmung des Lesers auf das Geschehen |
18
|
| 2.4 |
Das Tagebuch |
22
|
| 2.5 |
Der Erzähler |
26
|
| 2.5.1 |
Enthusiasmus und Poesieverständnis |
30
|
| 2.6 |
Der Raum |
33
|
| 2.7 |
Die Zeit |
37
|
| 2.7.1 |
Der Silvester-Abend |
40
|
| 2.7.2 |
Die Nacht |
43
|
| 2.8 |
Der Traum |
45
|
| 2.9 |
Sprache als Medium |
50
|
| 2.9.1 |
Ironie |
53
|
| 3. |
Phantastica |
55
|
| 3.1 |
Das Phantastische |
55
|
| 3.2 |
Der Doppelgänger |
58
|
| 3.3 |
Das Spiegelbildmotiv als Ausdruck der Ich-Problematik |
61
|
| 3.3.1 |
Das Spiegelbildmotiv als Formprinzip |
65
|
| 3.4. |
Das Teufelsbündnermotiv |
70
|
| 4. |
Schlußbemerkung |
77
|
| 5. |
Anmerkungen |
79
|
| 6. |
Literaturverzeichnis |
107 |