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Titel Methoden und Probleme der Ausspracheschulung bei japanischen Deutschlernern 
Untertitel Entwicklung eines Übungsprogramms 
AutorIn Kerstin Hendriks 
Seiten 187 Seiten 
Hochschule Philipps-Universität Marburg Deutschland 
Art der Arbeit Diplomarbeit 
Abgabe 1999 
Note
Preis 38,00 EUR (inkl. MwSt.)
 
Bestellnummer 75001867 
Sprache Deutsch 
Medien Papier / CD 
Inhaltsangabe
Einleitung:

Unter den asiatischen Deutschlernern, die nach Deutschland kommen, um ihre Sprachkenntnisse zu verbessern, stellen Japaner eine große Gruppe dar. Dennoch wird im bundesrepublikanischen DaF-Unterricht nicht näher auf die spezifischen Probleme der Japaner eingegangen. Dies hängt einerseits mit den sprachlich heterogenen Gruppen zusammen. Andererseits besitzen die DaF-Dozenten im Bereich der Ausspracheschulung zu geringe Kenntnisse und werden von seiten der Lehrwerke bei der Erläuterung der durchzuführenden Ausspracheübungen nicht adäquat unterstützt.

Gang der Untersuchung:

In dieser Arbeit geht es im ersten Teil daher um die Probleme der Ausspracheschulung der deutschen Sprache für fortgeschrittene japanische Lerner in Japan bzw. in der BRD. Die besondere Problematik der Ausgangssprache Japanisch für das Deutschlernen wird von der kontrastiv angelegten phonetischen Analyse erörtert. Der Schwerpunkt liegt auf der Prosodie deutscher Sätze, daneben werden Hörprobleme sowie parasprachliche Aspekte dargestellt. Dabei ist klar geworden, dass im Vergleich zur japanischen Sprache das Deutsche wesentlich leichter zu erklärende Intonationsmuster besitzt. Das heißt jedoch nicht, dass die deutsche Aussprache leichter erlernbar ist, da z.B. die Schwerpunkte der Intonationsgebung anders verteilt sind. Das muttersprachliche "Raster" führt immer wieder zu Assimilationsfehlern, selbst wenn die Bildungsweise des deutschen Lautinventars zuvor kognitiv vom Kursleiter erläutert und vom Lerner geübt worden ist.

Im zweiten Teil werden verschiedene Methoden der Ausspracheschulung vorgestellt und auf die Nutzung für japanische Deutschlerner hin überprüft. Viele der sogenannten Methoden sind kurze Vorschläge, Ideen verschiedener Autoren, die diese aufgrund ihrer Lehrerfahrungen entwickelt haben. Hervorgehoben wird daher die "Verbo-tonale" Methode von Ilse Cauneau sowie die Gegenstandshandlung von Klimov, die auf methodische Vorüberlegungen gegründet sind. In beiden Fällen steht die Körperarbeit am Anfang der Ausspracheschulung, die diese vorbereiten, auflockern und unterstützen soll. Darüber hinaus ist die variatonsreiche, d.h. abwechslungsreiche Methodik und Didaktik mit den vorhandenen Mitteln die beste Voraussetzung für eine effektive Ausspracheschulung.

Eine solche, zielgruppenorientierte Ausspracheschulung soll im Übungsprogramm für den Einsatz in den deutschsprachigen Ländern entwickelt werden. Das Programm geht auf einen Lehrauftrag für "Ausspracheübungen und Übungen zum Textlesen" im Fachgebiet Sprechwissenschaften des Fachbereichs Germanistik der Philipps-Universität Marburg zurück. Dementsprechend werden zwölf Unterrichtseinheiten zur Sprech- und Satzmelodie, Wort- und Satzakzent, zur Lautproduktion und Dialogübungen zum freien Sprechen erstellt. Diese beinhalten umfangreich gestaltete Arbeitsblätter sowie eine Evaluation der Kursteilnehmerinnen.

Im Anhang sind noch einmal alle verwendeten Fachausdrücke sowie Fragebögen zur Lehrveranstaltung aufgelistet.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 4
1.1 Problemstellung 4
1.2 Methodisches Vorgehen 6
1.3 Quellenlage 8
2. Zum Stellenwert der Ausspracheschulung in Japan und in Der BRD 10
2.1 Der Stellenwert der Phonetikschulung im Deutschunterricht in Japan 10
2.1.1 Die Situation des Deutschunterrichts 11
2.1.2 Der Bedarf an deutscher Sprache 13
2.1.3 Phonetische Schwierigkeiten der Japaner 14
2.2 Der Stellenwert der Ausspracheschulung im DaF-Unterricht in der BRD 15
2.2.1 Die Zielrichtungen für die Ausspracheschulung im DaF-Unterricht 16
2.2.2 Fehlerkorrektur und ihre Problematik 17
2.2.3 Phonetikunterricht mit heterogenen Lernergruppen 19
3. Phonetische Interferenzen - zwischen Produktion und Perzeption 22
3.1 Auditive Wahrnehmung 24
3.1.1 Die Ursachen der fremdsprachlichen Hörprobleme 24
3.1.2 Aspekte der Hörschwierigkeiten japanischer Deutschlerner 27
3.2 Artikulation 27
3.2.1 Konsonantensystem 29
3.2.2 Vokalsystem 38
3.2.3 Phonotaktik 41
3.3 Suprasegmentalia 43
3.3.1 Rhythmik und Pausensetzung 44
3.3.2 Akzentsetzung 47
3.3.2.1 Wortakzent 47
3.3.2.2 Satzakzent 50
3.3.3 Intonation 52
3.4 Parasprachliche Aspekte 54
4. Methoden der Ausspracheschulung 58
4.1 Methodische Ansätze: Theorie und Praxis 58
4.2 Methodische Übungsvorschläge: Körper- und Stimmarbeit 64
4.2.1 Die Gegenstandshandlung 69
4.2.2 Die verbo-tonale Methode 70
5. ENTWICKLUNG EINES ÜBUNGSPROGRAMMS 75
5.1 Voraussetzungen der Kursteilnehmer 75
5.2 Ziele des Übungsprogramms 77
5.3 Übungsprogramm zur Prosodie deutscher Sätze - Informationen für den Kursleiter 79
5.3.1 Unterrichtseinheit (1): Einführung, Kennenlernen der KT, erste Körperübungen 81
5.3.2 Unterrichtseinheit (2): Satzmelodie/Pausen 84
5.3.3 Unterrichtseinheit (3): Expressiver Satzakzent 87
5.3.4 Unterrichtseinheit (4): Einheit zum Blickkontakt/Syntaktischer Satzakzent 90
5.3.5 Unterrichtseinheit (5): Wortakzent und Satzakzent 94
5.3.6 Unterrichtseinheit (6): Texte lesen / Sprechmelodie und Rhythmus 97
5.3.7 Unterrichtseinheit (7): Rhythmus, E-Laute/Umlaut Ä 100
5.3.8 Unterrichtseinheit (8): Dialoge sprechen, Umlaute (Ü, Ö) und Diphthonge 102
5.3.9 Unterrichtseinheit (9): Die R-Laute, Murmelvokal 105
5.3.10 Unterrichtseinheit (10): Ich- und Ach-Laut, H-Laut/Vokalneueinsatz, Vortragsübung 107
5.3.11 Unterrichtseinheit (11): Konsonantenhäufungen, Dialoge sprechen 108
5.3.12 Unterrichtseinheit (12): Evaluation, Test-Vorlesen, kreative Übungen 112
5.4 Übungsprogramm zur Prosodie deutscher Sätze - Arbeitsblätter für die Kursteilnehmer 114
5.5 Ergebnisse des Kurses 144
6. Ausblick 147
Literaturverzeichnis 152
Anhang (Fachausdrücke, Fragebögen)
 
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