Studienplatzklagen Medizin einklagen
 
 
  SUCHE << STARTSEITE |PRESSEPORTAL | MELDUNGEN EINFÜGEN
 
 

 

Zeitschriften Druck

 

 
A - Z | FACHBEREICHE
A - Z | ZEITSCHRIFTEN
A - Z | VERLAGSLISTE
25301 DIPLOMA
Verlagsdaten ordern
Fachbeiträge
BEI UNS WERBEN
EINTRAG KOSTENLOS
VERLAGSZUGANG
praxiswissen.de
Hardcoverbücher – Softcoverbücher – Kataloge
keysale-kabine
Onlinedruckerei für Ärzte und Heilpraktiker
User online: 29
Einträge: 38179
   Diplome

Diplomarbeiten

 

 

Titel Jugendkonzepte und Jugendthemen in Vorabendserien 
Untertitel Eine Untersuchung anhand der Daily Soap "Gute Zeiten, schlechte Zeiten" 
AutorIn Jana Hartmann 
Seiten 117 Seiten 
Hochschule Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main Deutschland 
Art der Arbeit Magisterarbeit 
Abgabe 2004 
Note 1,3 
Preis 74,00 EUR (inkl. MwSt.)
 
Bestellnummer 75008693 
Sprache Deutsch 
Medien Papier / CD 
Inhaltsangabe
Einleitung:

Der Medienalltag von Kindern und Jugendlichen hat sich im Zeitalter der Multimedialisierung stark verändert. Film und Fernsehen, von Soziologen gern auch als Leitmedien bezeichnet, erfuhren in den letzten Jahren immer mehr an gesellschaftlicher Bedeutung.

Die scheinbar unbegrenzten Möglichkeiten, die das Fernsehen bietet, verändern auch unsere gesellschaftlichen Strukturen. So ent- bzw. verführt die unterhaltungsorientierte Vielfalt des Fernsehens nicht nur erwachsene Zuschauer in den Bann gestalteter Wirklichkeiten, sondern auch Kinder werden schon frühzeitig, noch bevor sie Lesen lernen, mit dem Medium Fernsehen sozialisiert.

Die neuen Medien haben ihre Spuren auch in den traditionellen Medien der Kinder- und Jugendliteratur hinterlassen. So spricht Ewers von Veränderungen der Kinder- und Jugendliteratur auf drei Ebenen: dem Wandel auf literarischer Ebene, in Form von neuen Inhalten und Themen, Techniken und Formen; dem Wandel auf funktioneller Ebene, in Form neuer Verwendungsweisen und Gebrauchsformen und als einen Systemwandel, einem Wandel der Grenzbeziehungen und Statusveränderungen traditioneller Medien.

Die Literatur für Kinder und Jugendliche kann, so Ewers, im Kontext der Mediatisierung des kindlichen Alltagsangebotes nicht mehr als eigenständig zu erfassender Bereich, losgelöst von anderen kinder- und jugendkulturellen Angeboten, betrachtet werden. Kinder und Jugendliteratur wird zumeist nur noch als Bestandteil eines umfassenden Medienangebotes wahrgenommen.

Multimediale Unterhaltungsangebote für Kinder und Jugendliche erfahren eine ausgesprochene Beliebtheit. Im Mittelpunkt stehen dabei zunächst Fernsehserien, an die sich eine vielfältige Begleitliteratur, sowohl in Form von Büchern und Zeitschriften, als auch in Form von Internetangeboten und Computerspielen anschließen.

Daily Soaps wie Gute Zeiten Schlechte Zeiten oder Verbotene Liebe gehören mittlerweile zum festen Bestandteil jugendlicher Alltags- und Unterhaltungskultur und sind aus den Vorabendprogrammen deutscher Fernsehsender nicht mehr wegzudenken. Tag für Tag, zu einem festen Zeitpunkt finden sich Jung wie Alt vor dem Bildschirm ein, um dem täglichen Melodram zu folgen. Die täglich ausgestrahlte Serie mit ihrem festen Sendeplatz und Publikum hat sich in Deutschland über die letzten zehn Jahre etabliert.

Die Daily Soap unterscheidet sich jedoch durch spezielle Charakteristika von üblichen fiktiven Fernsehangeboten und stellt eine eigene Programmform dar, die sich insbesondere durch ihre Alltagsorientierung auszeichnet. Es wird mit Konstruktionen jugendlicher Lebenswelten operiert, die als zeitgemäß und authentisch gelten. Serienfiguren führen dabei aktuelle Trends jugendkultureller Szenen vor, die sich auf aktuelle jugendkulturelle Szenen beziehen und dabei eine Dynamik zwischen Rezeption und dem Setzen von Trends entwickeln. Auch über Mode- und Musikverhalten dieser Serienfiguren wird der Lifestyle vieler junger Zuschauer mitbestimmt oder zumindest beeinflusst.

In der folgenden Arbeit wird die Daily Soap GZSZ im Hinblick auf ihre jugendlichen Konzepte und Themen untersucht. Mit Hilfe literaturwissenschaftlicher Methoden, unter Verwendung literarischer Begriffe werden zunächst typische genrespezifische Merkmale und dramaturgische Besonderheiten von Daily Soaps herausgearbeitet und unter Einbeziehung soziologischer Ansätze in den jugendkulturellen Kontext eingebunden.

Bei der Analyse genrespezifischer Merkmale der Daily Soap werden zum einen fernsehwissenschaftliche und zum anderen medien- und literaturwissenschaftlich-hermeneutische Methoden verbunden.

Um zu zeigen welche Art von Alltäglichkeit über die Themen und Konflikte vermittelt werden und welche(s) Konzept(e) von Jugend der Daily Soap GZSZ zugrunde liegen, werden anschließend inhaltliche Aspekte zur Themen- und Figurenstruktur herausgestellt.

Die RTL Erfolgsserie dient im Besonderen als Untersuchungsgegenstand, da sie seit Jahren die höchsten Einschaltquoten im Vorabendprogramm erreicht und sich durch eine Publikumsbeliebtheit im besonderen Maße auszeichnet.

Das Fernsehen wird hierbei als Text verstanden und auch als solcher analysiert und interpretiert. In ihrem Kern orientiert sich diese Arbeit an den wissenschaftlichen Ansätzen von Ewers, der die Kinder- und Jugendliteratur im Zuge medialer Veränderungen einem umfassenden Wandel gegenüber stehen sieht, welcher jedoch nicht den Untergang der Kinder- und Jugendliteratur bewirkt, sondern laut Ewers zu einer Entwicklung neuer kinder- und jugendliterarischer Funktionstypen führt, die keinen Niveauverlust bedeuten, jedoch Veränderungen in der konventionellen Verwendung von kinder- und jugendliterarischen Texten ankündigt.

Vor der eigentlichen Analyse ist es notwendig den zu untersuchenden Gegenstand der Arbeit näher zu bestimmen. In einem ersten Kapitel werden daher zunächst allgemeine Struktureigenschaften des Fernsehtextes unter Rückgriff auf die Ansätze der Cultural Studies näher bestimmt.

Daran (Kapitel II) wird sich ein Überblick über die Entstehung und Geschichte von Serien in Literatur und Radio bis hin zum Medium Fernsehen anschließen. Dem folgt ein Blick auf die Tradition der Familienserie und die Entwicklung der Daily Soap in Deutschland. Da in der einschlägigen Literatur die Definitionen von Soap Operas weit auseinander gehen, soll zunächst eine begriffliche Klärung geleistet werden. Dabei werden verschiedene Formen der Darstellung 'Serie, Sendereihe und Mehrteiler' erläutert. Typisch genrespezifische Merkmale sowie dramaturgische und narrative Strukturen der Soap Opera, als zentrale Erzählform des Fernsehens, sollen herausgearbeitet werden. Abschließend wird beleuchtet, wie sich durch die Einbindung von Serien in den Alltag der Rezipienten die "Wirklichkeit" der Medien und die "Realität" vermischen können.

Im Hauptteil der Arbeit (Kapitel III) schließt sich die Analyse der Daily Soap GZSZ an. Sie wird exemplarisch unter dem Aspekt der Inszenierung jugendlicher Alltagwelten und der Darstellung spezifischer Jugendtypen untersucht. Als Parameter dienen hier im Besonderen die Familiensituation bzw. -strukturen, die Sozialbeziehungen unter den Darstellern und jugendliche Handlungsrollen. An eine ausführliche Analyse der jugendlichen Lebenswelt schließt sich eine Darstellung der jugendlichen Protagonisten an. Herausgestellt werden soll hier, welche Art von Jugendlichkeit in der Daily Soap vermittelt wird und wie die einzelnen Protagonisten charakterisiert sind.

Das vierte Kapitel thematisiert sowohl Merkmale, als auch Beschaffenheiten des Objektes Jugend. Dabei wird zunächst von der Begrifflichkeit des Objektes Jugend ausgegangen, weiterhin wird die Identitätsbildung und Orientierung Jugendlicher in einer sich wandelnden Gesellschaft betrachtet. Spezieller Fokus ist die sich verändernde Kindheit von Jugendlichen, die zunehmend durch die Medien geprägt ist. Besondere Formen des Jugend-Marketings, wie beispielsweise Kult-Marketing und Erlebnis-Marketing, werden herausgearbeitet und die Relevanz für die individuelle und gesellschaftliche Bedeutung der Soap Operas aufgezeigt. Aspekte des Kultcharakters bei GZSZ werden benannt und ihre Bedeutung für die Identitätsbildung der Jugendlichen aufgezeigt.

Inhaltsverzeichnis:

Vorwort 3
Einleitung 5
Zielsetzung 7
Kapitel I Fernsehen als Text 9
1. Polysemie und Offenheit von Fernsehtexten 10
2. Intertextualität 11
3. Oralität 12
4. Die Textualität populärer Mythen 13
Kapitel II Die Soap Opera im Fernsehen - Geschichte und Formprinzipien 17
1. Serialität des Programms 17
2. Serielles Erzählen im Fernsehen - Vorläufer und Vorbilder 19
2.1 Die Soap Opera im Radio 20
2.2 Die Soap Opera im Fernsehen 21
2.3 Die Etablierung der Seifenoper im deutschen Fernsehen 23
2.4 Daily Soaps im deutschen Fernsehen der 90er Jahre - Attraktivität für ein jugendliches Publikum 24
3. Die Soap Opera - Definitionen 25
3.1 Serienbegriffe 26
3.1.1 serial, series, Soap Opera 26
3.1.2 Serie, Mehrteiler, Sendereihe 27
3.2 Genre Codes 31
3.3 Alltagseinbindung von Daily Soaps - Grenzverwischung zwischen Fiktion und Realität 34
Kapitel III Gute Zeiten, schlechte Zeiten - Jugendkonzeptanalyse 37
1. Gute Zeiten Schlechte Zeiten - Hintergrund und Produktionsweise 38
1.1 Entstehung und Entwicklung der Daily Soap GZSZ 38
1.2 Produktionsbedingungen 39
1.3 Inhalt 40
2. Forschungsbasierte Jugendkonzepte in Daily Soaps 41
3. Analyse der Lebenswelt 43
3.1 Die Dimension der Darstellung alltäglicher Phänomene bei GZSZ 43
3.2 Die Analyse der jugendlichen Alltagskonstruktionen anhand der Themen und Konflikte 44
3.2.1 Familien, Freundschaften und Liebesbeziehungen als zwischenmenschliche Themen 45
3.2.1.1 Die Familien 45
3.2.1.2 Freundschaft 55
3.2.1.3 Die Liebesbeziehungen 57
3.2.2 Beruf und Ausbildung als nichtzwischenmenschliche Themen 62
3.3 Zusammenfassung der inhaltsanalytischen Befunde zur Themen- und Konfliktwahl 67
3.3.1 Themen 67
3.3.2 Konflikte 70
4. Handlungsträger 71
4.1 Charaktere 71
4.2 Stereotypien 71
4.3 Optik 72
4.4 Lebensstilpräsentation 73
4.5 Beschreibung der Handlungsträger 75
4.5.1 Frühadoleszenz 75
4.5.2 Spätadoleszenz 79
4.5.3 Zusammenfassung 82
Kapitel IV Die Daily Soap im jugendkulturellen Kontext 84
1. Bestimmungsversuch der Lebensphase Jugend 84
2. Jugend im Zeitalter der Individualisierung 85
3. Die Daily Soap als multifunktionales Genre 87
3.1 Kult-Marketing und Publikumsbindung in Daily Soaps 89
3.2 Elemente von Kultmarketing und Publikumsbindung bei GZSZ 90
Resümee 93
Ausblick: Daily Soaps im Kontext Jugend-literarischer Wandlungsprozesse 97
Literaturverzeichnis 100
Abbildungsverzeichnis 105
Anhang 106
 
Bestellen

powered by:
Diplom.de





   Weitere Angebote zu diesem Thema:
   Zeitschriften | Fachbücher | Hörbücher | Fachpublikationen 
 

 

 
Pressemeldungen  |  KONTAKT - fachzeitungen.de  |  ÜBER UNS  |  IMPRESSUM- Fachzeitungen.de   |  Datenschutz   |