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Titel Der Umgang mit der Sprache - Mitarbeiter zum Erfolg führen 
Untertitel Durch das Werkzeug Sprache zur Anerkennung und zum Erfolg im Beruf 
AutorIn Hans Harald Hansen 
Seiten 245 Seiten 
Hochschule Diplomica Verlag GmbH Deutschland 
Art der Arbeit Fachstudie 
Abgabe 1987 
Note  
Preis 48,00 EUR (inkl. MwSt.)
 
Bestellnummer 75011258 
Sprache Deutsch 
Medien  
Inhaltsangabe
Einleitung:

Der Mensch ist ein durch und durch soziales Wesen. Zu seinen Grundbedürfnis gehört der zwischenmenschliche, der kommunikative Kontakt. Bei der Befriedigung dieses Bedürfnisses kommt es alltäglich zu Problemen und Konflikten. Probleme und Konflikte im zwischenmenschlichen Kontakt entstehen vor allem, weil wir uns wesentlich in unserer psychischen Ausprägung stark von einander unterscheiden. Auch fällt es der westlichen Zivilisation schwer persönliche Beziehungen und sachliche Themen konsequent voneinander zu trennen. So werden immer wieder aus sachlichen Erklärungen unzulässige persönliche Folgerungen abgeleitet.

Grundsätzlich gibt es zwei extrem different geprägte Charakter. Der eine Typus kümmert sich verstärkt um andere und vergißt dabei sich selbst bzw. sein eigenes Wollen. Das andere Wesens Muster der menschlichen Gattung stellt vor allem nur sich in den Mittelpunkt und erkennt einzig seine eigenen Taten und Arbeiten an. Dabei stellt er seine Bedürfnisse und sein Wollen in den Vordergrund. In beiden dieser Typenklassen gibt es solche, die sich führen lassen bzw. ihre Lebenserfahrung rät ihnen, das Steuerrad der Entscheidungslenkung nicht selbst in ihre Hände zu nehmen. Sie wollen. aufgrund ihrer Lebensentscheidung geführt werden. Geführt werden aus Gründen ihrer eigenen Unsicherheit und weit weniger aus den Gründen, die sie selbst als Entschuldigung für ihr "Nichtentscheiden können" nennen, wie der Mangel an Zeit, an Informationen. Auch treffen jene Gründe, die andere einen solchen Menschen häufig nachsagen, wie die seines Nichtkönnens oder seiner Bequemlichkeit häufig nicht zu. Entscheidungen treffen zu können und für sie dann die volle Verantwortung zu übernehmen, ist etwas, was schon in der Sozialisationsphase des Menschen geübt und schließlich verinnerlicht oder eben durch andere Verhaltensmuster, die keine Entscheidung verlangt bzw. nicht verlangt zu dieser zu stehen ersetzt.

Manche Menschen strotzen vor Selbstsicherheit. Ihre Sozialisation, ihre frühes Üben im Treffen von Entscheidungen und nicht wie häufig vermutet wird ihr Wissen oder ihr Können, hat sie zu Führern über sich selbst und andere werden lassen.

Zwischen den beiden hier genannten Extremen gibt es wohl, werden auch die feinsten Abstufungen berücksichtigt, so viele Nuancen, wie es Individuen gibt.

Gemeinsam ist uns, daß wir alle auf einer Welt leben, einer einzigen gemeinsamen, vernunftbegabten Gattung angehören und am liebsten das Spiel, einer wird gewinnen, spielen.

Um beim Spiel zu bleiben der italienische Ingenieur, Soziologe und Nationalökonom Vilfredo Marquis Pareto lehrt uns, daß nur dann ein optimaler Wohlstand für alle Erdenbürger zu erreichen ist, wenn alle Beteiligten gewinnen - oder anders ausgedrückt, wir sollten nicht mehr gegeneinander spielen - dafür ist der "Spieltisch Welt" zu klein geworden, sondern wir müssen heute miteinander spielen. Ähnlich wie wir auf der Autobahn nicht gegeneinander fahren, um an unserer persönlich gesetztes Ziel zu kommen. Nicht den anderen, über den Tisch ziehen - sondern in kaufmännischer Manier unsere Waren zum gegenseitigen Nutzen tauschen. Nicht auf kurzfristige Gewinne auf Kosten anderer Leute oder der Umwelt bauen, sondern verantwortungsvoll Handeln heißt, immer das eigene Ergebnis und die zukünftigen ökologischen und ökonomischen Resultate bei der Findung seiner Entscheidung mit ins Kalkül einzubeziehen.

Da nun Menschen in ihrer psychischen Ausprägung sehr verschieden sind, kann es leider, wie immer wieder, gewünscht keine Rezepte geben, wie mit Menschen en bloc sprachlich gehandelt werden muß, um erfolgreich mit ihnen zu interagieren. Doch es gibt Handlungsvorschläge, wie man sein eigenes Ich findet, seine Ängste vor anderen Menschen und vor Aufgaben abbaut und zu seinen eigenen Führer wird und das selbst bei schwierigsten Verhandlungen bleibt. Nur wer sein eigener Manager ist, kann auch andere liberal führen.

In diesem zweiten Buch werden innerhalb der Probleme des sprachlichen Handelns, Probleme der Entstehung von sozialen Rollen und Normen, der Gruppenorganisation, der Führung von Gruppen behandelt. Hierzu werden die Techniken der Transaktionsanaslyse (TA) und der Themenzentrierten Interaktion (TZI) benutzt. In vielen Beispielen werden sprachliche Handlungen mit der TA offengelegt um sie im Augenblick der Sprachhandlung analysieren zu können. Das konfliktfreie Arbeiten in Gruppen sowie das Führen von Gruppen, werden durch die Techniken der TZI wesentlich erleichtert.

Gang der Untersuchung:

Das Motto des Buches heißt: "Ich will mein eigener Manager sein." Im ersten Kapitel beschäftigen wir uns mit den jeweils geltenden gesellschaftlichen Normen, in dessen Grenzen sprachliche Handlungen stattfinden. Ein Individuum, das mit anderen in sozialem Kontakt tritt, muß die jeweils geltenden Normen kennen und berücksichtigen. Berücksichtigt werden muß auch, daß es im kommunikativen Kontakt außer den sprachlichen viele weitere, nicht sprachliche Botschaften ausgetauscht werden, die emotional wirken - wie solche, die uns das Gefühl von Sympathie und Antipathie vermitteln. Alle verbalen und nonverbalen Botschaften aber müssen vom anderen im Sinne des Sprechers verstanden werden, damit eine wirkliche Verständigung zwischen den Interagierenden zustande kommen kann. So dürfen beim sprachlichen Handeln nicht allein die inhaltlichen Aspekte ihre Berücksichtigung finden, sondern auch die sozialen Anteile des sprachlichen Handelns sind für den erfolgreichen sozialen Kontakt von größter Wichtigkeit. Selbstverständlich müßte doch für jede sprachliche Handlung das sich gegenseitige Zuhören sein. Doch diese Selbstverständlichkeit ist eine Ausnahme. Wer anderen nicht zuhört bzw. anderen nicht richtig zuhören kann, kann nicht wirklich am sozialen Austausch teilnehmen. Das ist der Grund, warum wir uns hier auf die Techniken des aktiven Zuhörens besonders eingehen werden.

Fremde Kulturen handeln sprachlich anders - gegen Ende des ersten Kapitels wird die Exploration, die in japanischen Verhandlungstechnik angewandt wird, vorgestellt. Bei der Exploration wird, ganz im Gegensatz zu westlichen, den argumentativen Verhandlungstechniken, kann eine Konfliktentstehung zwischen den sprachlich Handelnden, ob nun Freunde oder Verhandlungsgegner, entstehen.

Das zweite Kapitel handelt von den verschieden Signalen, die laufend zwischen den im kommunikativen Kontrakt Stehenden ausgetauscht werden. Es wird gezeigt, was nonverbale Signale alles vom anderen verraten, bzw. wie wir uns selbst durch diese Signale anderen offenbaren. Vor allem geben nicht sprachliche Signale Aufschluß über die Einstellung, wie der andere zu mir, wie zum Gesprächsthema und wie zur Gruppe steht.

Im dritten Kapitel werden die Einflüsse von sozialen Werten und Normen des einzelnen Individuums und seines sozialen Umfelds auf den Prozeß seiner sprachlichen Handlung dargestellt. Hier wird gezeigt, welche zwischenmenschliche Faktoren bei sprachlichen Handlungen entscheidend sind.

Im vierten Kapitel werden wir das Führungs- und Gruppenverhalten untersuchen. Dieses Leitmotiv wird im fünften Kaptitel, das die Führungs- und Motivationstechniken der Themenzentrierten Interaktion vorstellt, fortgeführt. Wie die Transaktionsanalyse Orientierungshilfen beim sprachlichen Handeln gibt, so gibt die Themenzentrierte Interaktion Hilfen bei der Leitung und Motivation von Arbeitsgruppen.

Im sechsten Kapitel beschäftigen wir uns mit den Techniken der Rede, sowie mit der Logik der Sprache und den "Künsten" der Überredung. Hier wird gezeigt, daß derjenige, der es versteht, den anderen genau zuzuhören, das Spiel beherrscht - sein eigener Führer zu werden und zu bleiben.

 
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