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Titel Innovationsfinanzierung durch Venture Capital 
Untertitel Ein Vergleich zwischen Konzepten in den USA und Deutschland 
AutorIn Arno Nonnen 
Seiten 71 Seiten 
Hochschule Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn Deutschland 
Art der Arbeit Diplomarbeit 
Abgabe 1997 
Note
Preis 38,00 EUR (inkl. MwSt.)
 
Bestellnummer 90000663 
Sprache Deutsch 
Medien Papier / CD 
Inhaltsangabe
Einleitung:

Die Fähigkeit zur Innovation beeinflußt in hohem Maße die langfristige Entwicklung einer Volkswirtschaft. Deutschland muß als exportintensives Industrieland ein besonderes Interesse an einem ständigen Innovationsprozeß haben, um seine Stellung im internationalen Wettbewerb erhalten bzw. ausbauen zu können. Dies gilt nicht nur für die marktreifen Produkte sondern in besonderem Maße für die Durchsetzung neuer Ideen, die erst noch zu marktfertigen Erzeugnissen entwickelt werden müssen. Aufgrund des geringen Wirtschaftswachstums und der hohen Arbeitslosigkeit in Deutschland ist diese Innovationsproblematik derzeit besonders aktuell. Eine Schlüsselrolle nehmen dabei junge Technologieunternehmen ein. Von ihnen gehen eine Steigerung des Innovationspotentials der Wirtschaft, eine Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit, die Bewältigung des wirtschaftlichen Strukturwandels und nicht zuletzt Beschäftigungsimpulse aus. Demgegenüber stehen erhebliche technische und wirtschaftliche Risiken, die hauptsächlich aus der langen und kapitalintensiven Entwicklungsphase sowie der unsicheren Produktions- und Vermarktungsfähigkeit von Innovationen resultieren.

Ein Mangel an Innovationstätigkeit ist häufig die Folge eines Mangels an Finanzmitteln. Die Finanzierung dieser Unternehmungen kann weder von den Gründern allein geleistet werden, noch stellen Fremdkapitalgeber die notwendigen Mittel vollständig zur Verfügung. Das Finanzierungsinstrument "Venture Capital" (VC) ist auf die spezifischen Bedürfnisse von Innovationsfinanzierungen zugeschnitten. Es trägt wesentlich dazu bei, die Entwicklungshemmnisse innovativer Unternehmen zu überwinden und wird in den USA seit den sechziger Jahren sehr erfolgreich praktiziert. Beispielhaft dafür sind Unternehmen wie Apple, Intel oder Microsoft, die alle mit VC finanziert wurden. Um die Funktionsfähigkeit des VC-Marktes zu gewährleisten, sind Rahmenbedingungen notwendig, die wechselseitig aufeinander abgestimmt sind und mit dem sozio-ökonomischen System in Einklang stehen. Dies wurde in den USA beispiellos umgesetzt, weshalb dieses Modell auch in Deutschland bei der Realisierung eines VC-Konzeptes als Diskussionsgrundlage herangezogen wird.

Im Mittelpunkt der vorliegenden Arbeit steht die Untersuchung des US-amerikanischen und des deutschen VC-Konzeptes mit dem Ziel, mögliche Verbesserungen der Rahmenbedingungen für VC-Finanzierungen junger Technologieunternehmen in Deutschland zu diskutieren. In Kapitel 2 werden zunächst die verwendeten zentralen Begriffe abgegrenzt und auf die Problematik der Innovationsfinanzierung eingegangen, um die Gründe zu erkennen, die zur Entstehung der Finanzierungsform VC und der VC-Gesellschaft als Institution geführt haben. Im dritten Kapitel wird die Entwicklung des US-amerikanischen VC-Marktes bis heute dargestellt und die wirtschaftlichen, gesellschafts- und steuerrechtlichen sowie politischen Rahmenbedingungen und deren Bedeutung näher betrachtet.

Den Schwerpunkt der Arbeit bildet die Analyse des deutschen VC-Konzeptes in Kapitel 4, daß dann im direkten Vergleich zu den Rahmenbedingungen der USA untersucht und auf seine Relevanz für die Entwicklung des deutschen VC-Marktes beurteilt wird. Zur Verbesserung der Rahmenbedingungen in Deutschland werden im fünften Kapitel konkrete Maßnahmen erläutert, die aus dem vorangegangenen Ländervergleich abgeleitet und nach amerikanischem Vorbild implementiert werden können. Zahlen und Statistiken zu den VC-Märkten beider Länder werden im Anhang aufgeführt und verdeutlichen die wichtigsten Unterschiede.

Wertvolle Aussagen zur aktuellen Entwicklung konnten auf dem Internationalen Börsenkongreß "Venture Capital" im Oktober 1997 in Frankfurt am Main gesammelt werden. Insbesondere die Einschätzungen von Vertretern der Deutschen Börse AG, von Managern privater VC-Gesellschaften und von Geschäftsführern VC-finanzierter Unternehmen fließen in diese Arbeit mit ein.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 1
2. Einführung in das Venture Capital-Konzept 2
2.1 Venture Capital: Definition und Begriffsabgrenzung 2
2.2 Marktteilnehmer und Erscheinungsformen der Venture Capital-Finanzierung 3
2.3 Das Lebenszykluskonzept als Indikator für Kapitalbedarf und Kapitalangebot innovativer Unternehmen 4
2.3.1 Early Stage-Finanzierung 4
2.3.2 Later Stage-Finanzierung 5
2.3.3 Unterschiede zwischen Early Stage- und Later Stage-Venture Capital 6
2.3.4 Besonderheiten der Management-Buy-Out- und Spin-Off-Finanzierung 7
2.4 Venture Capital aus Sicht der Finanzierungstheorie 7
2.4.1 Finanzierungsprobleme junger Technologieunternehmen 7
2.4.2 Venture Capital zur Lösung der Finanzierungsprobleme 8
2.4.3 Vorteile der Venture Capital-Gesellschaft als Finanzintermediär 9
2.5 Prozeß der Venture Capital-Finanzierung 10
3. Venture Capital in den USA 11
3.1 Die Entwicklung des US-amerikanischen Venture Capital-Marktes 11
3.2 Der Markt in den neunziger Jahren 12
3.3 Die Bedeutung von Venture Capital für die US-Volkswirtschaft 13
3.4 Rahmenbedingungen des organisierten Venture Capital-Marktes 14
3.4.1 Gesellschaftsformen der Venture Capital-Gesellschaften 14
3.4.2 Steuerrechtliche Rahmenbedingungen 15
3.4.2.1 Die Besteuerung der Portfoliounternehmen 16
3.4.2.2 Die Besteuerung der Venture Capital-Gesellschaften 17
3.4.2.3 Die Besteuerung der Investoren 17
3.4.3 Exit-Möglichkeiten 18
3.4.4 Staatliche Förderung 19
4. Venture Capital in Deutschland im direkten Vergleich zu den USA 21
4.1 Die Entwicklung des deutschen Venture Capital-Marktes 21
4.2 Der Venture Capital-Markt heute 22
4.3 Rahmenbedingungen des organisierten Venture Capital-Marktes 23
4.3.1 Gesellschaftsformen der Venture Capital-Gesellschaften 23
4.3.2 Steuerrechtliche Rahmenbedingungen 25
4.3.2.1 Die Besteuerung des Portfoliounternehmens 25
4.3.2.2 Die Besteuerung der Venture Capital-Gesellschaften 26
4.3.2.3 Die Besteuerung der Investoren 26
4.3.2.4 Wie gravierend sind die Unterschiede? 27
4.3.3 Exit-Möglichkeiten 28
4.3.4 Staatliche Förderung 30
4.3.5 Sozio-Ökonomische Faktoren 32
4.4 Hat Deutschland den Anschluß verpaßt? 34
5. Veränderungspotential für Deutschland 34
5.1 Das Dritte Finanzmarktförderungsgesetz 34
5.2 Verbesserung der steuerlichen Rahmenbedingungen 36
5.3 Schaffung günstiger Exit-Möglichkeiten 37
5.4 Informeller Venture Capital-Markt 37
5.5 Verbesserung der Qualifikation und Motivation der Gründer 38
6. Schlußbetrachtung 40
Anhang 41-54
Literaturverzeichnis I-VI
Abbildungsverzeichnis
 
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