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Titel Steigender Wettbewerbsdruck und verändertes Privat-kundenverhalten im deutschen Finanzdienstleistungsmarkt 
Untertitel Analyse der Marktentwicklung und Ableitung möglicher Konsequenzen für das Geschäftsmodell einer traditionellen Genossenschaftsbank 
AutorIn Ulrich Thaidigsmann 
Seiten 119 Seiten 
Hochschule Fachhochschule Ludwigshafen am Rhein Deutschland 
Art der Arbeit MA-Thesis / Master 
Abgabe 2006 
Note
Preis 38,00 EUR (inkl. MwSt.)
 
Bestellnummer 91009924 
Sprache Deutsch 
Medien Papier / CD 
Inhaltsangabe
Einleitung:

Der Finanzdienstleistungsmarkt ist in den letzten Jahren stark in Bewegung gekommen. Traditionelle Bankinstitute klagen über Kostendruck, Risiken aus dem Kreditgeschäft und unbefriedigende Erträge. Trends im Wettbewerbs- und Kundenverhalten treten im Branchenvergleich zwar häufig erst mit etwas zeitlicher Verzögerung im Finanzdienstleistungsmarkt auf. Aufzuhalten sind sie dennoch nicht. Einige seit vielen Jahren beobachtbare Entwicklungen haben auch hier Einzug gehalten und zwingen nun die verantwortlichen Manager, darauf zu reagieren.

Auf der Anbieterseite hat die Zunahme des Wettbewerbsdrucks verschiedene Gründe. Insbesondere neue Wettbewerber mit anderen Geschäftsmodellen drängten und drängen mit Macht auf den Markt und nehmen traditionellen Universalbanken Marktanteile ab. Hinzu kommen Non- und Near-Banks wie Ableger von Automobilherstellern, Großkonzernen oder Einzelhändlern. Deren spezifische Geschäftsmodelle zielen auf ganz bestimmte Bedarfsfelder und/oder Kundengruppen der Universalbanken ab. Dabei zeigen sie eine klare Positionierung als preisoptimierte (z. B. ING-DiBa, Postbank) oder qualitätsoptimierte Anbieter (z. B. MLP).

Auf der Nachfragerseite ist ein deutlich verändertes Kundenverhalten spürbar. Eine höhere Wechselbereitschaft resultiert vornehmlich aus einem sensiblen Preisbewusstsein der Verbraucher, das mit Werbeslogans wie "Geiz ist geil" in allen Branchen Deutschlands massiv Einzug gehalten hat. Die Kundentreue hat abgenommen. Das zeigt sich darin, dass Privatpersonen in der Regel inzwischen mehrere Bankverbindungen haben. Insbesondere Universalbanken werden zu aktiverem und intensiverem Vertrieb und besserer Kundenpflege gezwungen.

Die rund 1300 Genossenschaftsbanken in Deutschland sind von ihrer regionalen, dezentralen Struktur schon immer als Bank für "jedermann" bekannt. Sie versuchen geschäftspolitisch einen Spagat: mit einigermaßen akzeptablen Preisen & Konditionen eine ausreichend gute Qualität in Beratung und Service darstellen zu können. Dabei laufen sie heute Gefahr, ohne erkennbares Profil im Markt weiter an Boden zu verlieren.

Problemstellung:

Die MBA-Arbeit verfolgt folgende Ziele:

Transparenz schaffen auf der Nachfrageseite bezüglich der Trends im Kaufverhalten von Privatkunden und ihrer Bedeutung für genossenschaftliche Banken.

Transparenz schaffen auf der Anbieterseite bezüglich der vorfindbaren Strategien und Geschäftsmodelle, um das Entstehen des erhöhten Wettbewerbsdruck nachvollziehen zu können.

Analyse der Ausgangssituation der VR-Banken bezüglich Kunden- und Ertragsstrukturen sowie des heutigen typischen Geschäftsmodells.

Erst wenn diese Grundlagen gelegt sind kann das Kernziel der Arbeit angegangen werden:

Ausarbeitung einer möglichen Positionierungsstrategie einer VR-Bank im Preis- und Qualitätswettbewerb in den heutigen Strukturen als Universalbank. Identifikation der Erfolgsfaktoren für diese Positionierung. Gesamtbewertung der Strategie auf ihre langfristige Überlebensfähigkeit. Überprüfung möglicher Konsequenzen für das zukünftige Geschäftsmodell einer Genossenschaftsbank zur dauerhaften erfolgreichen Marktpositionierung, ggf. auch durch Infragestellen der heutigen Strukturen Herausarbeitung der Voraussetzungen für einen erfolgreichen "Change Prozess".

Gang der Untersuchung:

Zunächst wird eine gründliche, themenspezifische Literaturrecherche betrieben, um einen Überblick über aktuelle Entwicklungen bezüglich des Kundenverhaltens der Wettbewerbssituation in der Finanzbranche zu bekommen.

Die Ergebnisse geben eine Erklärung für aktuelle Tendenzen. Der Leser bekommt einen Überblick über das Umfeld, in dem sich Genossenschaftsbanken bewegen. Diese Grundlage erlaubt es, die relevanten Faktoren auf Genossenschaftsbanken übertragen und die notwendigen Konsequenzen herauszuarbeiten zu können.

Das Überprüfen der möglichen Konsequenzen für Genossenschaftsbanken wird mit Hilfe von Experteninterviews durchgeführt. Schwerpunktmäßig kommen dabei Vorstände von VR-Banken zu Wort. Es wurden aber auch Unternehmensberater aus dem Branchenumfeld sowie ausgewählte Vertreter von genossenschaftlichen Dachverbänden oder Wettbewerbern befragt.

Die Interviews selbst werden als freie Interviews mit offenen und direkten Fragen unter zu Hilfenahme eines Gesprächsleitfaden geführt.

Die Ableitung der Handlungserfordernisse beschränkt sich bewusst auf Genossenschaftsbanken. Andere Universalbanken wie z. B. Sparkassen werden nicht betrachtet. Hier müssen andere Besonderheiten des Geschäftsmodells berücksichtigt werden, obwohl sicherlich Parallelen ableitbar wären.

Eine unreflektierte Anwendung auf jede Genossenschaftsbank ist zwar nur bedingt möglich, da die Ausgangssituationen bezüglich Größe, Region und Struktur unterschiedlich ausfallen. Die grundlegenden Gemeinsamkeiten von Genossenschaftsbanken reichen jedoch aus, um obige Verallgemeinerung vornehmen zu können. NICHT leisten kann diese MBA-Arbeit aus zeitlichen Gründen einen detaillierten Umsetzungsplan für die Gestaltung der Strategie.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis 3
Abbildungsverzeichnis 5
1. Einleitung 7
1.1 Ausgangssituation 7
1.2 Zielsetzung 8
1.3 Vorgehensweise 9
1.4 Beschränkungen 10
2. Die Nachfrageseite - Kundenverhalten im Wandel der Zeit 11
2.1 Trends im Kundenverhalten - wahrnehmbare Entwicklungen 11
2.2 Der Kunde - warum er (nicht) kauft 18
2.2.1 Kaufentscheidende Faktoren aus Kundensicht 18
2.2.2 Differenzierung nach Zielgruppen 25
2.3 Zu erwartende Entwicklungstendenzen 28
2.4 Fazit 30
3. Die Angebotsseite - neue Anbieter mit neuen Strategien und Geschäftsmodellen 32
3.1 Definition "Geschäftsmodell" 32
3.2 Bedeutung des Geschäftsmodells 35
3.3 Struktur des deutschen Finanzdienstleistungsmarktes 38
3.4 Strategien und Geschäftsmodelle wichtiger Wettbewerber im Vergleich 40
3.5 Zusammenfassung und Schlussfolgerung 53
4. Herausforderungen für Genossenschaftsbanken 57
4.1 Das Genossenschaftswesen 57
4.1.1 Wurzeln des Genossenschaftswesens 57
4.1.2 Spielräume und Grenzen für die Zukunftsgestaltung aus historisch-ideeller Sicht 60
4.2 VR-Banken heute - eine genauere Analyse 61
4.2.1 Zielgruppensegmentierung und Positionierung 61
4.2.2 Zwischenfazit 66
4.2.3 SWOT-Analyse der Genossenschaftsbanken 66
4.2.4 Das Geschäftsmodell in der Falle? 69
4.3 Gesamtfazit zur Zukunftsfähigkeit des Geschäftsmodells 73
5. Künftige strategische Positionierung als Universalbank 75
5.1 Grundstrategische Ausrichtung einer Genossenschaftsbank 75
5.2 Positionierung im Preis- und Qualitätswettbewerb als Universalbank 80
5.3 Erfolgsfaktoren im Preis- und Qualitätswettbewerb 82
5.3.1 Erfolgsfaktoren im Preiswettbewerb 82
5.3.2 Erfolgsfaktoren im Qualitätswettbewerb 84
5.4 Auswirkungen auf das Geschäftsmodell 85
5.5 Kritische Bewertung 89
6. Strategische Wege aus der Positionierungs- und Komplexitätsfalle 91
6.1 Grundansatz zur strategischen Positionierung 91
6.2 Einzigartigkeit durch Positionierung in lukrativen Wachstumsmärkten (innovative Produkt- und Leistungskonzepte) 93
6.3 Wettbewerbsfähigkeit durch Konzentration auf Vertrieb (Neugestaltung der Wertschöpfungsstruktur) 97
6.4 Fazit 102
7. Den Wandel gestalten 104
7.1 Voraussetzungen 104
7.2 Change Management - die "weichen" Faktoren berücksichtigen 106
7.3 Eingearbeitete Ergebnisse der Experteninterviews 108
8. Abschließendes Fazit 110
Literaturverzeichnis 112
Anlagen 118
 
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