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Diplomarbeiten

 

 

Titel Analyse der deutschen Maßnahmen zur Vermeidung der wirtschaftlichen Doppelbesteuerung bei ausländischen Verrechnungspreiskorrekturen verbundener Unternehmen 
Untertitel  
AutorIn Marko Wilken 
Seiten 99 Seiten 
Hochschule Universität der Bundeswehr Hamburg Deutschland 
Art der Arbeit Diplomarbeit 
Abgabe 1998 
Note
Preis 38,00 EUR (inkl. MwSt.)
 
Bestellnummer 90001108 
Sprache Deutsch 
Medien Papier / CD 
Inhaltsangabe
Problemstellung:

Vor dem Hintergrund der Globalisierung der Märkte, dem Wegfall der wirtschaftlichen Grenzen zwischen den Staaten gewinnt die grenzüberschreitende Betätigung und internationale Ausrichtung der Unternehmensstrukturen immer mehr an Bedeutung.

Die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union (EU), insbesondere der Rat der EU richten ihre Aktivitäten zielgerichtet an der Schaffung eines gemeinsamen Binnenmarktes aus.

Diesen existenten Gegebenheiten müssen sich sowohl die Betriebswirtschaften als auch die Gesetzgebungen der Domizilstaaten anpassen, aktiv wirken, positive Tendenzen fördern und maßvoll (!) lenkende Restriktionen schaffen.

Das internationale Steuerrecht hat sich dadurch verändert, Regelungsbereiche wurden entweder geschaffen oder erweitert. Der internationalen betriebswirtschaftlichen Steuerlehre stellen sich neue Aufgaben bezüglich der Steuerplanung und der Lösung unternehmensrelevanter Probleme.

Zur Durchführung der Auslandsaktivitäten steht den Betriebswirtschaften eine Vielzahl von Formen (beispielsweise Direktgeschäfte, Betriebsstättenerrichtung oder Beteiligungen an rechtlich selbständigen Organisationseinheiten) zur Verfügung. Gesellschaftsrechtliche Verbindungen zwischen einem nationalen Unternehmen und mindestens einem im Ausland domizilierenden und rechtlich selbständigen Beteiligungsunternehmen (bzw. vice versa) werden als internationaler Konzern bezeichnet. Der wirtschaftlichen Einheit Konzern steht die steuerrechtliche Eigenständigkeit der einzelnen Konzernunternehmen gegenüber. Ergebnis dieses Trennungsprinzipes ist die Anerkennung schuldrechtlicher Kontrakte innerhalb des Verbundes, d. h. Leistungsbeziehungen und rechtsgeschäftlicher Leistungsaustausch zwischen Gesellschaft und Gesellschafter bzw. Schwestern ist dem Grunde nach möglich. Dies birgt Potential zur Realisierung von Transaktionen zu unangemessenen Bedingungen (mögliches Ziel: Ergebnisumschichtung).

Ein steuerliches Zentralproblem im internationalen Konzern stellt nunmehr die korrekte Preisgestaltung im grenzüberschreitenden Lieferungs- und Leistungsverkehr zwischen verbundenen Unternehmen dar. Im Ergebnis geht es um die Anerkennung der Aktivitäten der Höhe nach.

In der Gewinnverlagerung zwischen den einzelnen in unterschiedlichen Staaten angesiedelten Beteiligungsunternehmen sehen die jeweiligen Steuerhoheiten eine Minimierung ihres Steueraufkommens und wirken dementsprechend in aller Schärfe gegen. Dabei kommt es zu wechselseitigen Konflikten zwischen den einzelnen Fisci und dem Steuerpflichtigen. Das primäre Ziel der Sitzstaaten (die Sicherung des eigenen Anteils am internationalen Steueraufkommen) kann im Ergebnis eine Doppel- oder Minderbesteuerung beim Unternehmen zur Folge haben. Eine Doppelbesteuerung führt in jedem Fall zu Liquiditäts- und Rentabilitätseinbußen, die sich in wettbewerblichen Nachteilen niederschlagen.

Es gilt im Folgenden zu prüfen, ob und inwieweit das steuerpflichtige verbundene Unternehmen einen Rechtsanspruch auf Vermeidung bzw. Beseitigung vorhandener Doppelbesteuerung geltend machen kann. Insbesondere soll die Tauglichkeit und Praktikabilität der deutschen Maßnahmen zur Vermeidung der wirtschaftlichen Doppelbesteuerung im Falle ausländischer Verrechnungspreiskorrekturen dargestellt und untersucht werden.

Das Augenmerk der vorliegenden Arbeit richtet sich dabei auf die Frage der Gewinnberichtigung im Lieferungs- und Leistungsverkehr zweier oder mehrerer aktiv tätiger juristischer Personen.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 2
1.1 Problematisierung des Sachverhaltes 3
1.2 Begriffliche Grundlagen zur Doppelbesteuerung 5
1.2.1 Charakterisierung und Darlegung der Ursachen der Doppelbesteuerung 5
1.2.2 Abgrenzung der wirtschaftlichen Doppelbesteuerung 7
1.2.3 Beseitigung der wirtschaftlichen Doppelbesteuerung durch Gegenberichtigung 8
2. Rechtsanspruch des Steuerpflichtigen auf Vermeidung der Doppelbesteuerung 9
2.1 Rechtsanspruch aus Doppelbesteuerungsabkommen 10
2.1.1 Die Bedeutung des Artikel 9 Absatz 2 OECD-MA 10
2.1.2 Kollisionsverhältnis zu anderen Vorschriften 12
2.1.2.1 Verhältnis zu innerstaatlichen Vorschriften 12
2.1.2.2 Verhältnis zu anderen DBA-Vorschriften 15
2.1.3 Voraussetzungen für eine Gegenberichtigung 16
2.1.3.1 Einigung über den Korrekturgegenstand 16
2.1.3.2 Konsultationsverfahren zur Vermeidung der Doppelbesteuerung 18
2.1.4 Umsetzung des Art. 9 Abs. 2 OECD-MA in deutsche Doppelbesteuerungsabkommen 21
2.1.5 Notwendigkeit der Durchführung einer Sekundärberichtigung 22
2.1.6 Resümee und Stellungnahme 24
2.2 Rechtsanspruch aus europäischen Vorschriften 25
2.2.1 Das Verhältnis des Gemeinschaftsrechts zum nationalen Recht 25
2.2.2 Auswirkungen des Artikel 220 EG-Vertrag 27
2.2.3 Das Übereinkommen über die Beseitigung der Doppelbesteuerung im Falle von Gewinnberichtigungen zwischen verbundenen Unternehmen 30
2.2.4 Resümee und Stellungnahme 32
3. Tauglichkeits- und Praktikabilitätsanalyse der deutschen Gewinnberichtigungsmaßnahmen im Falle ausländischer Verrechnungspreiskorrekturen 35
3.1 Verdeckte Gewinnausschüttung und verdeckte Einlage bei grenzüberschreitenden Aktivitäten im verbundenen Unternehmen 35
3.1.1 Doppelbesteuerung und Gegenberichtigung bei Leistungsbeziehungen im einstufigen internationalen Konzern 37
3.1.1.1 Inländische Muttergesellschaft 37
3.1.1.1.1 Unterpreislieferung der ausländischen Tochter an die deutsche Mutter 39
3.1.1.1.2 Unterpreisleistung der ausländischen Tochter an die deutsche Mutter 40
3.1.1.1.3 Überpreislieferung oder -leistung 45
3.1.1.2 Ausländische Muttergesellschaft 46
3.1.1.2.1 Unterpreislieferung 47
3.1.1.2.2 Unterpreisleistung 49
3.1.1.2.3 Überpreislieferung oder -leistung 51
3.1.2 Doppelbesteuerung und Gegenberichtigung bei Leistungsbeziehungen im mehrstufigen internationalen Konzern 51
3.1.2.1 Inländische Muttergesellschaft 53
3.1.2.1.1 S1 und S2 mit Sitz im Ausland 53
3.1.2.1.2 S1 im Ausland und S2 im Inland ansässig 56
3.1.2.1.3 S1 im Inland und S2 im Ausland ansässig 57
3.1.2.2 Ausländische Muttergesellschaft 59
3.1.2.2.1 S1 und S2 im Inland ansässig 59
3.1.2.2.2 S1 im Inland und S2 im Ausland ansässig 61
3.1.2.2.3 S1 im Ausland und S2 im Inland ansässig 62
3.1.2.3 Exkurs: Enkelgesellschaften 62
3.2 Gefahren der Doppelbesteuerung durch den Beschluß des Großen Senates vom 26.10.1987 64
3.2.1 Folgerungen durch die "Ertrags-/Aufwandlösung" 64
3.2.2 Probleme der Anwendbarkeit des § 3c EStG bei grenzüberschreitenden Sachverhalten 66
3.3 Die Eignung des Normengehaltes des § 1 AStG für die Gegenberichtigung 68
3.3.1 Einordnung des § 1 AStG in innerstaatliche Korrekturnormen 68
3.3.2 § 1 AStG - Fehlende Rechtsgrundlage zur korrespondierenden Gewinnberichtigung 70
3.3.3 Ausblick und Lösungsmöglichkeiten 73
3.4 Möglichkeiten der Finanzverwaltung 75
3.5 Resümee und Stellungnahme 78
4. Ausblick auf ungelöste Probleme 81
 
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