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Diplomarbeiten

 

 

Titel Analyse der einkommensteuerrechtlichen Behandlung von Kapitallebens- und Rentenversicherungen im europäischen Vergleich 
Untertitel  
AutorIn Renè Strauß 
Seiten 51 Seiten 
Hochschule Duale Hochschule Baden-Württemberg Deutschland 
Art der Arbeit Diplomarbeit 
Abgabe 2000 
Note 1,6 
Preis 48,00 EUR (inkl. MwSt.)
 
Bestellnummer 90005457 
Sprache Deutsch 
Medien Papier / CD 
Inhaltsangabe
Einleitung:

Die Einkommensteuer ist die wohl bekannteste Steuer. Sie ist im Allgemeinen so bekannt, daß andere Steuern, die immerhin auch existieren, im Bewußtsein gerne zurücktreten. Der Grund hierfür liegt darin, daß ihr grundsätzlich alle Bürger unterworfen sind.

Ihrem Wesen nach ist die Einkommensteuer eine sog. "Personensteuer". Gegenstand der Besteuerung ist das Einkommen einer natürlichen Person. Bei der Berechnung der Einkommensteuer stehen die persönlichen Verhältnisse des Steuerpflichtigen im Vordergrund. Dies zeigt sich besonders daran, daß persönliche Umstände, die die Leistungsfähigkeit des Steuerpflichtigen beeinträchtigen (z.B. Familienstand, Alter, außergewöhnliche Belastungen), berücksichtigt werden. Keine andere Steuer trägt den persönlichen Verhältnissen so Rechnung wie die Einkommensteuer. Deshalb wird sie gerne als gerechteste Steuer bezeichnet.

Die Lebensversicherung im europäischen Binnenmarkt hat vielfältige steuerliche Aspekte.

Steuerliche Aspekte hat die Lebensversicherung beim Versicherungsnehmer (Kunden) und bei dem/den - ggf. vom Versicherungsnehmer abweichenden - Begünstigten, dem sog. Bezugsberechtigten. Die verschiedenen Gesichtspunkte machen eine Betrachtung des Steuerrechts der Lebensversicherung im europäischen Binnenmarkt sehr schwer, was unter anderem daran liegt, daß das Steuerrecht der Lebensversicherung in Europa praktisch nicht harmonisiert ist. Das größte Problem ist jedoch, daß das Steuerrecht der Lebensversicherung ständigen Änderungen unterworfen ist. Jahr für Jahr, manchmal mehrfach jährlich, werden steuerliche Regelungen und Steuersätze in den einzelnen EU-Staaten modifiziert, so daß jede Übersicht zu steuerlichen Fragen mit Vorsicht zu betrachten ist, da sie womöglich nicht (mehr) aktuell ist.

Bei der Versteuerung der Versicherungsbeiträge gilt in der EU zunächst der Grundsatz, daß die Beiträge zu qualifizierten Lebensversicherungen bei der Einkommensteuer abzugsfähig sind. Unterschiedlich sind jedoch die Qualifikationskriterien. Häufig ist eine bestimmte Mindestlaufzeit Voraussetzung für die Anerkennung einer Lebensversicherung als steuerbegünstigte Geldanlage.

Da es in der EU keine einheitlichen einkommensteuerlichen Rahmenbedingungen gibt, ist es von Interesse, die Regelungen zur Einkommensbesteuerung im europäischen Ausland näher zu untersuchen. Außerdem müssen bei grenzüberschreitenden Aktivitäten die Bestimmungen der zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem betrachteten Staat abgeschlossenen Doppelbesteuerungsabkommen berücksichtigt werden.

In dieser Arbeit wird versucht, einen Überblick über die einkommensteuerrechtliche Situation von Kapitallebens- und Rentenversicherungen in Europa zu vermitteln.

Angesichts der hohen Komplexität ausländischer Einkommenssteuergesetze kann sich ein europäischer Vergleich deshalb nur auf ausgewählte, vor allem für die MLP Finanzdienstleistungen AG interessante, Länder erstrecken. Eine weitreichende Betrachtung würde sonst auch den Rahmen dieser Arbeit sprengen.

Folgende Länder werden im Einzelnen behandelt: Deutschland, Schweiz, Vereinigtes Königreich.

Alle Länder haben ein wesentliches Organisationselement gemeinsam: die Grunddeckung ("Sicherheitsnetz") ist im Umlageverfahren auf nationalem Niveau finanziert ("1. Säule"); der zusätzliche Schutz wird auf betrieblichen Niveau durch das Kapitalbildungsverfahren ("2. Säule") finanziert. Dieser zusätzliche Schutz wird schließlich erweitert durch die Eigeninitiative mittels einer individuellen Vorsorge ("3. Säule").

Die beiden ersten Säulen aus dem Konzept spielen für die Betrachtung dieser Arbeit keine Rolle. Die privaten Kapitallebens- und Rentenversicherungen finden wir in allen Ländern ausschließlich in der 3. Säule (privater Bereich) wieder.

Inhaltsverzeichnis:

Abkürzungsverzeichnis 4
1. Einleitung 7+8
2. Die Situation in Deutschland 9
2.1 Die private Lebensversicherung im Steuerrecht 9
2.2 Die Lebensversicherungbeiträge als Sonderausgaben (Vorsorgeaufwendungen) 10
2.2.1 Begünstigte Versicherungsformen 11
2.2.2 Der Rahmen für Vorsorgeaufwendungen 13
2.2.3 Nicht begünstigte Versicherungsformen 13
2.2.4 Abzugsberechtigte Personen/Zurechnung 14
2.3 Leistungen/Erträge aus privaten Lebensversicherungen 14
2.3.1 Leistungen aus privaten Kapitallebensversicherungen 15
2.3.2 Steuerpflichtige Leistungen aus Lebensversicherungen 16
2.3.3 Steuerbefreite Leistungen aus Lebensversicherungen 17
2.4 Die Besteuerung der Rentenversicherung 17
2.5 Überblick über die einkommensteuerrechtliche Behandlung von Lebensversicherungsverträge im Einzelfall 19
3. Die Situation in der Schweiz 19
3.1 Einführung in das schweizerische Steuersystem 19
3.2 Die gebundene (Selbst-)Vorsorge oder sog. 3. Säule a 20
3.2.1 Abzugsfähigkeit der Beiträge/Prämien der 3. Säule a 21
3.2.1.1 Höhe der Abzugsfähigkeit 21
3.2.1.2 Abzug für die übrigen Versicherungsbeiträge 22
3.2.2 Vertragsdauer und Altersgrenze 22
3.2.3 Vorsorgenehmer 23
3.3 Besteuerung der Leistungen der 3. Säule 23
3.3.1 Einmalige (Kapital)-Leistungen 24
3.3.1.1 Kapitalleistungen aus gebundener Selbstvorsorge (Säule 3a) 24
3.3.1.2 Kapitalleistungen aus rückkaufsfähiger Versicherung (Säule 3b) 25
3.3.2 Periodische Versicherungsleistungen 26
3.4 Ausblick 27
4. Die Situation im Vereinigten Königreich 28
4.1 Einführung 28
4.2 Pensionsfonds-Systeme 31
4.3 Zivilrechtliche Behandlung von Pension Schemes 31
4.4 Social Security 32
4.5 Contracting out 34
4.6 Occupational Pension Schemes (OPS) 36
4.7 Personal Pension Schemes (PPS) 36
4.7.1 Steuerrechtliche Behandlung von Pension Schemes 38
4.7.1.1 Besteuerung der Beiträge 38
4.7.1.2 Besteuerung der Erträge 39
4.7.1.3 Besteuerung der Auszahlungen 40
4.8 Versicherter Personenkreis 40
4.9 Reform der Alterssicherung 41
4.10 Ausblick 42
5. Zusammenfassung und Ausblick 42
Anhang 45
Literaturverzeichnis 57
 
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