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Diplomarbeiten

 

 

Titel Geeignetheit der Tobin-Steuer zur Stabilisierung der internationalen Finanzmärkte 
Untertitel  
AutorIn Patrick Füllhas 
Seiten 90 Seiten 
Hochschule Universität Passau Deutschland 
Art der Arbeit Diplomarbeit 
Abgabe 2003 
Note 2,3 
Preis 74,00 EUR (inkl. MwSt.)
 
Bestellnummer 91007168 
Sprache Deutsch 
Medien Papier / CD 
Inhaltsangabe
Problemstellung:

Diese Arbeit setzt sich mit der nach dem amerikanischen Ökonom und Nobelpreisträger Tobin benannten Steuer auf Devisentransaktionen, der sog. Tobin-Tax, auseinander. Das bemerkenswerte an diesem Steuervorschlag ist, dass er immer dann neu diskutiert wird, wenn es an den internationalen Finanzmärkten zu Krisen und Turbulenzen kommt. Eine Realisierung dieses Vorschlags ist auf den globalen Finanzplätzen bisher jedoch noch nicht erfolgt.

Im Jahre 1972 stellte Tobin seine Idee einer Devisentransaktionssteuer erstmals der Öffentlichkeit vor, nachdem er feststellen musste, dass es nach dem Zusammenbruch der Bretton Woods Ära im System flexibler Wechselkurse zu einer Differenz zwischen Anspruch und Realität gekommen war. Sechs Jahre später, im Jahre 1978, veröffentlichte er schließlich, nach genauerer Ausarbeitung, seinen Gedanken unter dem Titel "A Proposal for International Monetary Reform". Zur Renaissance seines Vorschlages kam es, als dieser nach dem weltweiten Börsencrash von 1987 erstmals auf reges Interesse stieß. Besonders in den 90er Jahren, nach dem Zusammenbruch des Europäischen Währungssystems (1992/93) und den Finanzmarktkrisen in Mexiko (1994) und Asien (1997) fand eine Rückbesinnung statt.

Das Ziel der Tobin-Tax soll es sein, eine bessere Ausgangsbasis für den Einsatz von geld- und fiskalpolitischen Maßnahmen zu schaffen, damit Regierungen und Zentralbanken die heimische Währungsstabilität besser gewährleisten können. Gleichzeitig würde es diesen Institutionen auch gelingen, über einen niedrigen und global einheitlichen Steuersatz in alle Devisentransaktionsgeschäfte lenkend einzugreifen. Die dadurch zurückgewonnene Autonomie der nationalen Währungspolitik, die im Zuge der weltweiten Liberalisierung der Finanz- und Kapitalmärkte verloren gegangenen war, soll nun den nationalen Bedürfnissen angepasst werden, ohne zu große Wechselkursschwankungen auszulösen. Dieses Ziel, die Stabilisierung der Währungsverhältnisse, erreicht die Tobin-Tax nur, wenn es ihr gelingen sollte, die kurzfristigen destabilisierenden Devisenspekulationen zu unterbinden. Auf der anderen Seite dürften dadurch der globale Handel und die langfristigen Direktinvestitionen so wenig wie möglich behindert werden.

Für das in den letzten Jahren wachsende Interesse an der Tobin-Tax zeichnen auch die Globalisierungsgegner verantwortlich, die, anders als Tobin, in erster Linie nicht an die Lenkungsfunktion der Devisensteuer denken, sondern die Steuer vielmehr als Mittel zum Zweck sehen, um den internationalen Organisationen (UNO, IWF und Weltbank) finanzielle Mittel zur Verfügung zu stellen. Diese Behörden leiden einerseits unter der schlechten Zahlungsmoral ihrer Mitglieder, müssen andererseits aber eine wachsende Zahl an Aufgaben erfüllen.

Tobin selbst setzt den Schwerpunkt seiner Steuer auf die Eindämmung der Wechselkursschwankungen und gerade nicht auf die Erzielung von Einnahmen. Die mit der Tobin-Tax verbundenen Steuereinnahmen betrachtet er lediglich als positiven Nebeneffekt.

Ziel dieser Arbeit soll es sein zu überprüfen, in wie weit die Tobin-Tax überhaupt dazu geeignet ist, die internationalen Finanzmärkte zu stabilisieren.

In Kapitel 2 dieser Arbeit wird zuerst der Originalvorschlag Tobins näher betrachtet, bevor in der Literatur zu findende Abweichungen erläutert werden. Im weiteren Verlauf wird dann auf die oben genannte Renaissance der Idee Tobins eingegangen.

Um eine besseres Verständnis für die bei der Implementierung auftretenden Probleme und Hindernisse zu haben, ermöglicht Kapitel 3 ein Einblick in den Aufbau und die Funktionsweise von internationalen Finanzmärkten.

Auf Kapitel 4 liegt das Hauptaugenmerk dieser Arbeit, denn hier kommt es zur Analyse der Ziele, den Problemen bei der Implementierung und den potenziellen Auswirkungen einer solchen Steuer. Dabei geht es vorrangig um die Frage, ob die Tobin-Tax in der Lage ist, die in sie gesteckten Erwartungen und Ziele zu erreichen, um die Stabilität der globalen Finanzmärkte sicher zustellen.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis i
Abkürzungsverzeichnis iii
Abbildungsverzeichnis vi
Tabellenverzeichnis vii
1. Problemstellung 1
2. James Tobin - Die Idee der Tobin-Tax erlebt eine Renaissance 4
2.1 Die Idee von 1978 4
2.2 Die Tobin-Tax in der Literatur 6
2.2.1 Generelle Aspekte 6
2.2.2 Spezielle Ansichten und Alternativen 8
2.2 Renaissance der Tobin-Tax 13
3. Aufbau und Funktionsweise von internationalen Finanzmärkten 17
3.1 Abgrenzung von Finanzmärkten 18
3.2 Der Kreditmarkt 20
3.3 Die Internationale Wertpapiermärkte 21
3.4 Die Devisenmärkte 24
3.5 Die Finanzmarkt-Akteure 28
3.5.1 Banken 28
3.5.2 Institutionelle Anleger 29
3.6 Die Offshore Finanzmärkte 34
4. Tobin-Tax: Analyse der Ziele, Probleme bei der Implementierung und potenzielle Auswirkungen 37
4.1 Effizienz und Stabilität der Finanzmärkte 38
4.1.1 Transaktionskosten 38
4.1.2 Liquidität 40
4.1.3 Volatilität 41
4.1.3.1 Auftreten spekulativer Blasen 43
4.1.3.2 Problem der destabilisierenden Spekulation 44
4.2 Implementierungsprobleme und die technischeDurchführbarkeit 48
4.2.1 Internationaler Koordinierungsbedarf 49
4.2.2 Steuereinnahmequelle 50
4.2.2.1 Steuerbasis 51
4.2.2.2 Steuersatz 52
4.2.2.3 Steuereinnahmen 55
4.2.3 Steuerverwaltung / -verwendung 58
4.3 Grad der Zielerreichung und mögliche Auswirkung auf Finanzmärkte und Marktteilnehmer 60
4.4 Volkswirtschaftliche Auswirkungen 65
5. Ausblick 69
Literaturverzeichnis viii
 
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