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Titel Steuerliche Konsequenzen eines Asset- bzw. Share-Deals 
Untertitel  
AutorIn Gürcan Ersoy 
Seiten 86 Seiten 
Hochschule Philipps-Universität Marburg Deutschland 
Art der Arbeit Diplomarbeit 
Abgabe 2003 
Note
Preis 74,00 EUR (inkl. MwSt.)
 
Bestellnummer 90007517 
Sprache Deutsch 
Medien Papier / CD 
Inhaltsangabe
Problemstellung:

Eine Unternehmenstransaktion kann aus unterschiedlichsten Motiven erfolgen. Hieraus resultiert eine Vielzahl betriebswirtschaftlicher, rechtlicher und steuerrechtlicher Fragen, die nur durch eine interdisziplinäre Zusammenarbeit aller Beteiligter gelöst werden kann. Insbesondere durch das StSenkG und das UnStFG wurden die steuerlichen Rahmenbedingungen für Unternehmenstransaktionen verändert. Während der Regierungsentwurf zum StVergAbG noch erhebliche Veränderungen vorsah (z.B. die Verschärfung des Mantelkaufs, die pauschale Besteuerung von privaten Veräußerungsgeschäften), konnten durch den Widerstand im Bundesrat nur geringfügige Änderungen in dem StVergAbG durchgesetzt werden.

Ein Unternehmenskauf kann in verschiedenen Formen abgewickelt werden. Grundsätzlich ist zwischen einem Share- bzw. Asset-Deal zu unterscheiden. Zwar wird in beiden Fällen das Unternehmen übertragen, jedoch bestehen zwischen den beiden Übertragungsformen steuerlich deutliche Unterschiede. Durch die unterschiedlichen steuerlichen Zielsetzungen von Verkäufer und Käufer kommt es zu einem Interessenskonflikt in bezug auf die zu wählende Übertragungsform. Die Unterteilung Share- bzw. Asset-Deal ist im steuerlichen Bereich anders als im zivilrechtlichen. Aus steuerlicher Sicht ist ein Asset-Deal nicht nur der Kauf und Verkauf von Wirtschaftsgütern bzw. Wirtschaftsgütergesamtheiten, sondern auch der Kauf und Verkauf von Personengesellschaftsanteilen. Dies liegt daran, dass für Personengesellschaften das sog. Transparenzprinzip gilt. Zwar wird der Gewinn auf der Ebene der Personengesellschaft ermittelt, die Gewinne werden aber den einzelnen Gesellschaftern zugerechnet und unterliegen erst auf der Ebene des Gesellschafters der Besteuerung. D.h., dass die Personengesellschaft für die Zwecke der Einkommen- und Körperschaftsteuer ein Gewinnermittlungssubjekt, aber kein Steuersubjekt ist. Ein steuerlicher Share-Deal umfasst so nur den Kauf und Verkauf von Kapitalgesellschaftsanteilen.

Gang der Untersuchung:

Eine Unternehmenstransaktion ist auf der Seite des Käufers und Verkäufers durch unterschiedliche steuerliche Zielsetzungen gekennzeichnet. Hiervon ausgehend wird zunächst die steuerliche Zielsetzung des Verkäufers dargestellt. Aufbauend auf dieser Zielsetzung werden die steuerlichen Konsequenzen eines Asset- bzw. Share-Deals für den Verkäufer erläutert. Dabei wird im einzelnen auf die Einkommen-, die Körperschaft-, die Gewerbe- und die Umsatzsteuer eingegangen und Gestaltungsalternativen untersucht, um eine steuerliche Belastung des Veräußerungsgewinns zu vermeiden bzw. zu minimieren.

Entsprechend dieser Vorgehensweise wird im 3. Kapitel die steuerliche Position des Käufers bei einem Asset-Deal dargestellt, wobei durch die steuerliche Stellung des Käufers nicht mehr die Gewerbesteuer, dafür aber die Grunderwerbsteuer relevant wird. Durch die unterschiedlichen steuerlichen Zielsetzungen kommt es bei der Transaktion einer Kapitalgesellschaft zwischen dem Verkäufer und Käufer zu einem Interessenskonflikt. Zur Lösung dieses Interessenskonflikts zwischen beiden Parteien wurden eine Reihe von Step-up-Modellen entwickelt.

Dazu werden in einer kurzen Ausführung die nach dem StSenkG nicht mehr anwendbaren Step-up-Modelle und anschließend die neuen Unternehmenskaufmodelle erläutert. Anschließend werden die steuerlichen Konsequenzen eines Share-Deals für den Käufer dargestellt. Die Arbeit schließt mit einer thesenförmigen Zusammenfassung.

Inhaltsverzeichnis:

1.1 Problemstellung 6
1.3 Gang der Untersuchung 7
2. BESTEUERUNG DES UNTERNEHMENSVERKÄUFERS 8
2.1 Zielsetzung des Verkäufers 8
2.2 Verkauf von Wirtschaftsgütern aus dem Privatvermögen 8
2.3 Reinvestition nach § 6b EStG 12
2.4 Verkauf eines Betriebes, eines Teilbetriebes und eines Mitunternehmeranteils durch eine natürliche Person 14
2.4.1 Verkauf eines Betriebes und eines Teilbetriebes 14
2.4.2 Verkauf eines Mitunternehmeranteils 18
2.4.3 Verkauf einer freiberuflichen Praxis 21
2.4.4 Zebra-Gesellschaft 22
2.4.5 Veräußerungsgewinn 23
2.4.6 Freibetrag nach § 16 Abs. 4 EStG und Tarifbegünstigung nach § 34 EStG 23
2.4.7 Veräußerung gegen wiederkehrende Bezüge und Leibrenten 26
2.4.8 Gewerbe- und Umsatzsteuer 28
2.5 Verkauf eines Betriebes, eines Teilbetriebes oder eines Mitunternehmeranteils durch eine Kapitalgesellschaft 31
2.6 Verkauf einer Kapitalgesellschaft durch einen Share-Deal 32
2.6.1 Verkauf durch eine natürliche Person 32
2.6.2 Neutralisierung von erzielten Gewinnen aus der Veräußerung von Kapitalgesellschaftsanteilen bei natürlichen Personen gemäß § 6b Abs. 10 EStG 36
2.6.3 Verkauf durch eine Kapitalgesellschaft 38
2.6.4 Gewerbe- und Umsatzsteuer 41
3. BESTEUERUNG DES UNTERNEHMENSKÄUFERS 42
3.1 Zielsetzung des Käufers 42
3.1.1 Abschreibung der Anschaffungskosten 42
3.1.2 Abzugsfähigkeit der Finanzierungskosten 43
3.1.3 Nutzung von Verlustvorträgen 43
3.2 Besteuerung des Käufers beim Asset-Deal 43
3.2.1 Kauf eines Betriebes und eines Teilbetriebes 43
3.2.2 Kauf eines Mitunternehmeranteils 48
3.2.3 Verlustvorträge 48
3.2.4 Grunderwerb- und Umsatzsteuer 50
3.3 Besteuerung des Unternehmenskäufers beim Share-Deal 52
3.3.1 Interessenskonflikt zwischen dem Käufer und dem Verkäufer 52
3.3.2 Nichtanwendbarkeit alter Step-up-Modelle nach neuem Recht 53
3.3.3 Step-up Modelle nach neuem Recht 56
3.3.4 Abzugsfähigkeit von Finanzierungskosten 61
3.3.5 Verwertung miterworbener Verlustvorträge 66
3.3.6 Grunderwerb- und Umsatzsteuer 68
4. THESENFÖRMIGE ZUSAMMENFASSUNG 69
 
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