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Titel Überregionale und internationale Perspektiven eines ÖPNV 
Untertitel Am Beispiel des Karlsruher Modells 
AutorIn Andreas Ceder 
Seiten 193 Seiten 
Hochschule Universität Trier Deutschland 
Art der Arbeit Diplomarbeit 
Abgabe 1998 
Note
Preis 38,00 EUR (inkl. MwSt.)
 
Bestellnummer 90001593 
Sprache Deutsch 
Medien Papier / CD 
Inhaltsangabe
Einleitung:

Alle reden vom ÖPNV - zumindest was die Lösung städtischer Verkehrsprobleme angeht. Die in den 70er Jahren einsetzende Veränderung von Wohn- und Arbeitsstandorten, die sog. Suburbanisierung, führte zu einem Wachstum der Pendlerzahlen sowie der Wegelängen zwischen Wohnung und Arbeitsplatz. Dadurch verdoppelte sich das Pkw-Pendleraufkommen, während sich das Pendleraufkommen mit öffentlichen Verkehrsmitteln vorerst halbierte. Die zunehmende Pkw-Verfügbarkeit brachte schließlich einen MIV-Anteil am Gesamtverkehr von 82% hervor.

Da auch der größte öffentliche Verkehrsträger, die DB, seinen Nahverkehrsbetrieb immer mehr einschränkte, blieb es in den 80er Jahren einigen kleineren Initiativen und Modellen vorbehalten, den ÖPNV in der Fläche neu zu beleben. Die Renaissance der Straßenbahn in den 80er Jahren durch ein Umdenken in ökologischer und ökonomischer Sicht führte dazu, daß selbst in Städten Auto-orientierter Staaten wie den USA die Straßenbahnnetze wie "Pilze aus dem Boden schossen".

Die Städte schmücken sich mit der Errungenschaft des allgemeinen Trends und präsentieren sich selbst als ein modern denkendes Gebilde. Leider läßt man aber in der allgemeinen Euphorie die Kirche im Dorf, denn im Gegensatz zum Bus besitzt die Schiene dabei das Problem der Behinderung der regionalen Ausdehnung durch politisch-administrative, finanzielle und technische Grenzen.

Die Verflechtungen von Stadt und Umland können aber im ÖPNV allein vom Bus nicht bewältigt werden, da der Bus die gleichen Wege wie der MIV benutzt (und damit meistens die gleichen Probleme hat). So könnte (und müßte) die Straßenbahn immer mehr die Verantwortung übernehmen, doch stößt sie bei der Ausdehnung ihrer Netze bald an die o.g. Grenzen.

Eine Bahn, die diese Grenzen endgültig 1992 übersprungen hat, ist die Zweisystem-Stadtbahn des Karlsruher Verkehrsverbundes (KVV), die inzwischen einen Umkreis von 50 km nach Norden, Osten und Süden erschließt. Nach Westen hin bildeten bis zum September 1997 Landes- (Rheinland-Pfalz) bzw. Staatsgrenzen (Frankreich) ein wichtiges Hindernis für die Ausdehnung des Stadtbahnnetzes. Mit der ersten Stadtbahn über den Rhein wurde eine dieser Grenzen, wenn auch nur für wenige Kilometer, überwunden. Wenn man von diesem Umkreis von 50 km ausgeht, sollte damit nicht das Ende erreicht sein, aber es liegt u.a. noch ein anderes Staatsgebiet innerhalb dieses möglichen Einzugsbereiches. Welche Chancen und Risiken ergeben sich für die Stadtbahn des KVV, Regionen mit anderen ÖPNV-Systemen und Gesetzesvorgaben, bzw. anderem politischen Status zu erschließen? Könnte es zu einem Sieg des gemeinsamen deutschen und europäischen Denkens werden oder stellen das kleinbürgerliche Denken, eine unterschiedliche Technik, verschiedene Gesetze sowie insbes. die allgemeine finanzielle Situation unüberwindliche Hindernisse dar?

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 1
2. Die regionale Infrastruktur in Nordbaden, Südpfalz und im nördlichen Elsaß 2
2.1 Die Siedlungsverteilung 2
2.2 Das Straßennetz 5
2.2.1 Konfliktbeispiele 7
2.3 Das aktuelle Schienennetz der DB und SNCF 9
2.3.1 Konfliktbereiche Straße/Schiene 11
3. Was ist das "Karlsruher Modell" und welche Innovationen beinhaltet es? 13
3.1 Technische Innovationen 13
3.2 Innovationen beim Takt 15
3.3 Innovationen beim Tarif 16
3.4 Innovationen beim Komfort 19
3.5 Innovationen im Verbund 20
4. Das aktuelle Netz des Karlsruher Verkehrsverbundes 22
4.1 Stufen der Netzentwicklung 23
4.2 Mittel- und langfristige Pläne für künftige Netz- und Angebotsentwicklung 26
5. Kooperationen 27
5.1 Kooperation auf der Schiene mit der DB 27
5.2 Kooperation auf der Straße 29
5.2.1 DB 29
5.2.2 Andere Busunternehmen 29
5.3 Kooperation mit einem anderen Verbund 30
6. Probleme, Perspektiven und Potentiale 34
6.1 Anbindung der Südpfalz 34
6.1.1 Entwicklungsmöglichkeiten des Schienennetzes 34
6.1.2 Streckenführung 44
6.1.3 Verteilung der Arbeitspendler 50
6.1.4 Weitere Fahrgastpotentiale 52
6.1.5 Politische und rechtliche Probleme 76
6.1.6 Finanzielle Probleme 80
6.1.7 Technische Probleme 86
6.1.8 Die Akzeptanz neuer Linien 87
6.1.9 Gesellschaftliche Probleme 94
6.1.10 Der Rheinland-Pfalz Takt und seine möglichen Konsequenzen 95
6.1.11 Kooperation mit dem VRN oder Westpfälzer Verbund 100
6.1.12 Sonstige Probleme 103
6.1.13 Ein Fazit für die Südpfalz 107
6.2 Anbindung des nördlichen Elsaß 108
6.2.1 Entwicklungsmöglichkeiten des Schienennetzes 108
6.2.2 Streckenführung 115
6.2.3 Verteilung der Arbeitspendler 119
6.2.4 Weitere Fahrgastpotentiale 125
6.2.5 Politische und rechtliche Probleme 134
6.2.6 Finanzielle Probleme 140
6.2.7 Technische Probleme 144
6.2.8 Gesellschaftliche Probleme 149
6.2.9 Die Akzeptanz neuer Linien 153
6.2.10 Einführung und Ausbau der Strasbourger Straßenbahn und ihre möglichen Auswirkungen für den KVV 156
6.2.11 Sonstige Probleme 158
6.2.12 Ein Fazit für das Elsaß 163
7. Zusammenfassung und Vorschläge 164
Literaturverzeichnis
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