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Diplomarbeiten

 

 

Titel Virtuelle Universitäten 
Untertitel State of the art - Analyse und Entwicklungstendenzen 
AutorIn Christian Schawel 
Seiten 112 Seiten 
Hochschule Universität des Saarlandes Deutschland 
Art der Arbeit Diplomarbeit 
Abgabe 1997 
Note 1,3 
Preis 38,00 EUR (inkl. MwSt.)
 
Bestellnummer 90004864 
Sprache Deutsch 
Medien Papier / CD 
Inhaltsangabe
Einleitung:

Die Neunziger Jahre sind geprägt durch vielfältige Bestrebungen der Umstrukturierung fester Organisationen. Diese Aktivitäten sind der Startpunkt, um sich dem immer härter werdenden Wettbewerb auf den globalen Märkten zu stellen. Im Vordergrund steht vor allem die Tendenz der Dezentralisierung, die zunehmende Verknüpfungen durch neue Kommunikationsmedien erfordert. Diese Grundentwicklung hat einen erheblichen Einfluss auf den Wissensbildungsbereich, denn es wurde erkannt, dass eine sich schnell verändernde Gesellschaft eine ständige Weiterbildung verlangt.

In den letzten Jahren hat sich das Internet als ein Medium der weltweit offenen Kommunikation etabliert, das aus vielen Bereichen unseres Lebens kaum noch wegzudenken ist. Der Entwicklungsprozess befindet sich in vollem Gange und viele Interessenten versuchen, diesen zu ihrem persönlichen Vorteil zu nutzen. Als Medium zur Kommunikation wird das Internet auch konventionelle Wissensbildungsprozesse, also die Erzeugung und Vermittlung von Wissen, in Frage stellen.

Neben den vielseitigen Einsatzfeldern der neuen Technologien hat der Lehrbetrieb die Möglichkeit, diese neuen Multimedia- und Kommunikationstechnologien in sein Arbeitsspektrum zu integrieren.

Die Nutzung der computertechnischen Möglichkeiten wird durch vielfältige Begriffe wie den Computerunterstützten Unterricht (CUU) oder das Computer Based Training (CBT) beschrieben. All diese Begriffsbeschreibungen charakterisieren die neuen Lehr- und Lernformen, die ein räumlich und zeitlich flexibles, individualisiertes, bedarfsorientiertes und eventuell berufsbegleitendes Studium ermöglichen. Das neue Paradigma des lebenslangen Lernens in der Wissensgesellschaft kann auf diese Weise verwirklicht werden. Durch den Einsatz innovativer Technologien, die die Kommunikation unterstützen, können traditionelle Studienformen modifiziert werden, was den Bildungsanbietern neue Zielgruppen für ein Studium erschließt.

In den Überlegungen zur Entwicklung des computergestützten Studiums hat sich der Begriff der Virtuellen Universität gebildet, wobei das eigentliche Konzept noch nicht eindeutig definiert wurde. Häufig wird der Begriff der Virtuellen Universität für Wissensbildungsmöglichkeiten im Internet benutzt oder an anderer Stelle als eine abgegrenzte Institution verstanden, an der Studenten ausgebildet werden. Einige Entwicklungen zielen auf eine die Präsenzuniversität ergänzende Funktion der Virtuellen Universität, andere hingegen streben den vollkommenen Ersatz des Studiums an einer traditionellen Präsenz- oder Fernuniversität an.

Viele Staaten haben erkannt, dass das Bildungsniveau eines Landes einen entscheidenden Faktor für ihren Wohlstand darstellt, wodurch der Trend der weltweit steigenden Zahl offener Bildungsstätten und die vielfältigen Bestrebungen zur Bildungsreform erklärt werden können. Benötigt werden flexible Strategien zur Problemlösung, was durch eine partizipative Integration gesellschaftlicher Bereiche wie die Wissenschaft, Forschung und Politik gefördert werden kann. Die Virtuelle Universität kann bei erfolgreicher Umsetzung die Bestrebungen, wie die der Europäischen Gemeinschaft, die Bildungsangebote der Universitäten zu einem europäischen Bildungsraum zu integrieren, unterstützen. Dabei ist es Aufgabe der einzelnen Staaten, den Aufbau der internen Infrastruktur voranzutreiben. Das schließt die dazugehörigen gesetzlichen Grundlagen mit ein, da andernfalls der Aufbau einer offenen bildungsorientierten Gesellschaft behindert werden kann.

Gang der Untersuchung:

Ziel dieser Diplomarbeit ist die Darstellung des Konzeptes der Virtuellen Universität. Dazu werden zunächst die allgemeinen Charakteristika der Distance Education und die der Online Education beschrieben, die durch den Einsatz der Computertechnologie möglich wird. Der darauf folgende Abschnitt beschäftigt sich mit dem Aufbau der Virtuellen Universität durch sechs voneinander abgegrenzte Module. Anschließend werden die aktuellen Angebote der Online Education auf weltweiter Ebene analysiert. Der letzte Teil der Arbeit zeigt anhand einer Portfolioanalyse die Perspektiven des Konzeptes der Virtuellen Universität basierend auf zwei Datenerhebungen.

Inhaltsverzeichnis:

1. PROBLEMSTELLUNG 1
2. DIE DISTANCE EDUCATION 3
2.1 BEGRIFFSEINGRENZUNG 3
2.2 DIE BESONDEREN CHARAKTERISTIKA DES FERNSTUDENTEN 4
2.3 ENTWICKLUNGSSCHRITTE ZUM AUFBAU DER DISTANCE EDUCATION 5
2.4 DIE EINSATZMÖGLICHKEITEN DER INFORMATIONSTECHNOLOGIE 8
3. DAS ONLINE LEARNING 11
3.1 GRUNDLEGENDE ANFORDERUNGEN 11
3.1.1 Allgemeine Voraussetzungen 11
3.1.2 Anforderungen an die Studenten der Virtuellen Universität 11
3.1.3 Anforderungen an die Virtuelle Universität 12
3.2 DIE NEUEN ZIELGRUPPEN DES STUDIUMS 15
3.3 DIE BEDEUTUNG DER MEDIEN FÜR DEN WISSENSTRANSFER 17
3.3.1 Der Text als Lernmedium 18
3.3.2 Auditive Lernmedien 19
3.3.3 Die Nutzungsmöglichkeiten der Videotechnik 21
3.3.4 Die interaktive Videokonferenz 22
3.3.5 Weitere internetbasierende Anwendungen 24
3.3.6 Die Auswahl geeigneter Medien 25
3.4 DER ASPEKT DER KOMMUNIKATION 28
3.5 DIE NEUE LEHRSITUATION 30
3.6 DIE EFFEKTIVITÄT DES ONLINE LEARNING 32
4. DIE VIRTUELLE UNIVERSITÄT 35
4.1 DAS KONZEPT DER VIRTUELLEN UNIVERSITÄT 35
4.2 BAUSTEINE DER VIRTUELLEN UNIVERSITÄT 35
4.2.1 Das Informationsmodul 37
4.2.2 Das Adminmodul 37
4.2.3 Das Lehrmodul 38
4.2.4 Das Kommunikationsmodul 39
4.2.5 Das Bibliotheksmodul 39
4.2.6 Das Forschungsmodul 40
4.3 DAS KONZEPT DER WELTWEIT OFFENEN VIRTUELLEN UNIVERSITÄT 40
5. ANALYSE DER AKTUELLEN ONLINE EDUCATION ANGEBOTE 44
5.1 NATIONALE ANGEBOTE 44
5.1.1 Status quo - Übersicht und Analyse 45
5.1.2 Die Virtuelle Universität Hagen als State of the Art 50
5.1.3 Neudefinition der Benchmark 55
5.2 INTERNATIONALE ANGEBOTE 58
5.2.1 Status quo des innereuropäischen Auslands 58
5.2.2 Status quo des außereuropäischen Auslands 62
5.2.3 Beispiel einer State of the Art Universität 68
6. PERSPEKTIVEN DER VIRTUELLEN UNIVERSITÄT 70
6.1 DURCHFÜHRUNG UND ANALYSE DER ERHEBUNG 70
6.2 PORTFOLIOANALYSE 86
7. ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK 91
8. ANHANG 93
INTERNETADRESSEN WIRTSCHAFTSWISSENSCHAFTLICHER FAKULTÄTEN 93
9. LITERATURVERZEICHNIS 95
 
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