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Diplomarbeiten

 

 

Titel Aufgaben und Haftungsfragen des Wirtschaftsprüfers unter Berücksichtigung der neueren Gesetzgebung (KonTraG) 
Untertitel  
AutorIn Nina Rabenhorst 
Seiten 74 Seiten 
Hochschule Universität Paderborn Deutschland 
Art der Arbeit Diplomarbeit 
Abgabe 2006 
Note 1,7 
Preis 38,00 EUR (inkl. MwSt.)
 
Bestellnummer 90010206 
Sprache Deutsch 
Medien Papier / CD 
Inhaltsangabe
Einleitung:

Die Berufsgruppe des Wirtschaftsprüfers steht mehr denn je im Interesse der Öffentlichkeit. Dies ist auf einige folgenschwere Firmenkrisen in den letzten Jahren zurückzuführen, die mit heftigen Vorwürfen gegen die Unternehmensleitung, den Aufsichtsrat und die Abschlußprüfer einhergingen.

Als Beispiele für Bilanzunregelmäßigkeiten im In- und Ausland können Fälle wie Enron, Worldcom, Ahold, Flow Tex, Holzmann, Telekom, Parmalat, Landesbank Berlin, Mannheimer Versicherung, Bremer Vulkan, Shell oder Good Year angeführt werden. Den verantwortlichen Wirtschaftsprüfern wurde vorgeworfen, daß sie bestandsgefährdende Entwicklungstendenzen nicht aufgedeckt haben und nicht unabhängig von den zu prüfenden Unternehmen handelten. Dieses soll maßgeblich dazu beigetragen haben, daß Unternehmenszusammenbrüche nicht abgewendet worden sind.

Zwei besonders wichtige Aspekte bei der Abschlußprüfung stellen die Erwartungslücke und die Internationalisierung dar:

Die Erwartungslücke ist durch die Abweichungen zwischen den Erwartungen der Öffentlichkeit über Gegenstand und Aussagekraft der Abschlußprüfung und der tatsächlichen Berufsausübung nach den gesetzlich obliegenden Pflichten und den berufsständigen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlußprüfung gekennzeichnet.

Die Liberalisierung der internationalen Märkte führt zu einer Erhöhung des Kapitalaustausches. Die Leitung börsennotierter Konzerne muß darauf reagieren, indem sie den Markt für Anteilseigner transparenter macht. Die Öffentlichkeit soll zukünftig auf mehr Informationen als nur den Jahresabschluß zurückgreifen können.

Um das Vertrauen der Öffentlichkeit zurückzuerlangen, wurden unterschiedliche Maßnahmen seitens des Gesetzgebers ergriffen, die Corporate Governance zu verbessern und internationalen Forderungen gerecht zu werden:

Zunächst wurde das Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG), das am 01.05.1998 in Kraft trat, verabschiedet. Dieses beinhaltete wichtige Änderungen bzw. Ergänzungen des Handels- und des Aktiengesetzes. Weitere Änderungen bei Abschlußprüfungen bewirkte das am 01.01.2003 in Kraft getretene Transparenz- und Publizitätsgesetz (TransPuG),11 welches sich hauptsächlich mit der Informationsversorgung von Aufsichtsräten befasst. Überdies wurde der Öffentlichkeit am 25.02.2003 ein 10-Punkte-Programm, welches der Stärkung der Unternehmensintegrität und dem Anlegerschutz dienen soll, vorgestellt. Elementare Bestandteile des 10-Punkte-Programms sind das Bilanzrechtsreformgesetz (BilReG) und das Bilanzkontrollgesetz (BilKoG), welche Ende des Jahres 2004 in Kraft getreten sind, sowie das Abschlußprüferaufsichtsgesetz (APAG), welches am 01.01.2005 in Kraft trat. Ein weiterer 10-Punkte-Plan zur Reform der Abschlußprüfung wurde durch die EU-Kommission am 21.05.2003 verabschiedet. Im Mittelpunkt stand hierbei die Modernisierung der 8. EU-Prüferrichtlinie. Die Vereinigten Staaten führten als Reaktion auf die Unternehmenszusammenbrüche am 30.07.2002 den Sarbanes-Oxley-Act (SOA) ein.

Die vorliegende Diplomarbeit untersucht das Berufsbild des Wirtschaftsprüfers und die durch die Verabschiedung des KonTraG und die anderen gesetzlichen Neuerungen bedingten Auswirkungen auf das Aufgabenfeld des Wirtschaftsprüfers. Dabei soll insbesondere auf die zivil- und strafrechtlichen Konsequenzen von Berufspflichtverletzungen des Abschlußprüfers eingegangen werden.

Gang der Untersuchung:

Zur Einführung in die Thematik wird zunächst das Berufsbild des Wirtschaftsprüfers dargestellt. Da den Wirtschaftsprüfern bei fahrlässig oder vorsätzlich verschuldeter Pflichtverletzung eine Vielzahl von Konsequenzen drohen, wird ihre Verantwortlichkeit im Anschluß ausführlich behandelt. Die Darstellung beschränkt sich dabei nicht auf die zivilrechtliche Haftung; es wird auch auf die berufsrechtliche Ahndung, strafrechtliche Sanktionen und ordnungsrechtliche Konsequenzen eingegangen.

Der US-Sarbanes-Orxley-Act wird gesondert behandelt, da dieser Einfluß auf die Maßnahmen des Gesetzgebers hatte. Ähnliches gilt für die deutsche Corporate Governance. Diese findet ebenso Berücksichtigung bei den gesetzlichen Neuregelungen und wird deshalb im Vorfeld erläutert. Die ersten Schritte des Gesetzgebers im Hinblick auf die Rückerlangung des Vertrauens in die Abschlußprüfung waren die gesetzlichen Neuregelungen infolge des KonTraG. Aufgrund der großen Bedeutung des Gesetzes wird es hier als eigenständiges Kapitel behandelt.

Die darauf folgenden Neuregelungen, welche bereits oben angerissen worden sind, werden im nächsten Kapitel aufgezeigt.

Das abschließende Kapitel dient der Ergebnissicherung.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 1
2. Darstellung des Berufsbildes 4
2.1 Zulassungsvoraussetzungen und Prüfungsverfahren 4
2.1.1 Zulassungsvoraussetzungen 4
2.1.2 Prüfungsverfahren 5
2.2 Aufgaben 5
2.2.1 Prüfung 6
2.2.2 Beratung 6
3. Verantwortlichkeit des Abschlußprüfers 7
3.1 Zivilrechtliche Haftung 7
3.1.1 Auftraggeberhaftung (Schadensersatzansprüche des Auftraggebers) 9
3.1.2 Dritthaftung 9
3.1.2.1 Deliktische Haftung 10
3.1.2.2 Vertragliche und vertragsähnliche Ansprüche 11
3.1.2.3 Dritthaftung: Fall der Leitentscheidung des Bundesgerichtshofs 12
3.1.2.4 Dritthaftung am Beispiel der Prospekthaftung 12
3.1.3 Berufshaftpflichtversicherung 14
3.1.4 Verjährung 14
3.2 Berufsrechtliche Ahndung 14
3.3 Strafrechtliche Sanktionen / Maßnahmen 15
3.3.1 Verletzung der Berichtspflicht (§332) 15
3.3.2 Verletzung der Geheimhaltungspflicht (§ 333) 15
3.4 Ordnungsrechtliche Konsequenzen 16
4. US-Sarbanes-Oxley-Act (SOA) 16
5. Deutsches Corporate Governance 17
6. Übersicht über die Bestimmungen aus dem Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) 20
6.1 Regelungsbereich des KonTraG 20
6.2 Intentionen (Ziele) des KonTraG 20
6.3 Konsequenzen des KonTraG auf die Abschlußprüfung / -prüfer 22
6.3.1 Prüfungsauftragserteilung 22
6.3.2 Ablauf der Prüfung 23
6.3.2.1 Erstattung und Prüfung des Lageberichts 23
6.3.2.2 Grundlage der Prüfung: Internes Kontrollsystem 24
6.3.2.3 Erstellung des Prüfungsberichts 27
6.3.2.4 Erteilung des Bestätigungsvermerks 28
6.3.3 Haftung 30
7. Weitere gesetzliche Neuregelungen 31
7.1 Transparenz und Publizitätsgesetz (TransPuG) 31
7.1.1 Prüfungsbericht 31
7.1.2 Corporate Governance Kodex 31
7.2 Das 10 Punkte Programm der Bundesregierung vom 25.02.2003 32
7.2.1 Bilanzkontrollgesetz (BilKoG) und Bilanzrechtsreformgesetz (BilReG) 33
7.2.1.1 Bilanzkontrollgesetz (BilKoG) 33
7.2.1.2 Bilanzrechtsreformgesetz (BilReG) 35
a) Lageberichterstattung 35
b) Ausschluß von Wirtschaftsprüfern bei Befangenheit 36
c) geplante Offenlegung der Prüfungshonorare 38
d) Bestätigungsvermerk 38
7.2.2 Abschlußprüferaufsichtskommission (APAK) 39
7.3 Der 10-Punkte-Plan der Europäischen Kommission 40
7.4 EU-Übernahmerichtlinie 43
7.5 Auswirkungen der IDW-Prüfungsstandards und der Stellungnahmen des IDW und der Wirtschaftsprüferkammer (WPK) 44
7.5.1 Aufdeckung von Unregelmäßigkeiten im Rahmen der Abschlußprüfung 44
7.5.2 Interne Qualitätssicherung im Rahmen der VO 1/2006 46
7.6 Externe Qualitätskontrolle im Rahmen der Vierten WPO-Novelle 48
7.7 Auswirkungen der internationalen Rechnungslegung 49
7.7.1 CPA-Abschluß bzw. CMA-Abschluß 49
7.7.2 Die International Standards on Auditing (ISA) 50
8. Ergebnissicherung 52
8.1 Schließung oder Erweiterung der Erwartungslücke? 52
8.1.1 Verringerung der Erwartungslücke 52
8.1.2 Erweiterung der Erwartungslücke 53
8.2 Ist die Unabhängigkeit der Abschlußprüfung durch die Reformen gewährleistet? 54
8.3 Fazit / Resume 55
8.4 Ausblick 56
Literaturverzeichnis 57
Anhang 69-160
 
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