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Diplomarbeiten

 

 

Titel Der Wettbewerb auf dem deutschen Telekommunikationsmarkt nach der Liberalisierung des Festnetzes 
Untertitel  
AutorIn Michael Werner 
Seiten 107 Seiten 
Hochschule Fachhochschule Dortmund Deutschland 
Art der Arbeit Diplomarbeit 
Abgabe 1998 
Note 1,3 
Preis 38,00 EUR (inkl. MwSt.)
 
Bestellnummer 91000928 
Sprache Deutsch 
Medien Papier / CD 
Inhaltsangabe
Problemstellung:

Die Möglichkeit, miteinander auch über große räumliche Entfernungen per Telefon kommunizieren zu können, hat in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung industrialisierter Staaten stark beeinflußt. Die Industrieländer entwickeln sich nach weit verbreiteter Auffassung hin zu sogenannten "Informationsgesellschaften" oder "postindustriellen Gesellschaften". Dabei hat die Information durch ihre Übertragung und Verarbeitung neben den klassischen Produktionsfaktoren Arbeit, Kapital und Boden die Funktion eines vierten Produktionsfaktors gewonnen. Information und Informationsverarbeitung entfalten ihren Wert erst mit der Telekommunikation. Anders formuliert: Nicht Information, sondern Informationsaustausch ist der Kern der Vision, die hinter dem Schlagwort von der "Informationsgesellschaft" steht. Die Informationstechnologien und Kommunikationstechnologien haben auf der ganzen Welt bereits eine neue industrielle Revolution eingeleitet, die in ihrer Bedeutung und Reichweite denen der Vergangenheit nicht nachsteht. Diese Revolution eröffnet der menschlichen Intelligenz neue Kapazitäten und ist die Quelle zahlreicher Veränderungen in der Art der Zusammenarbeit und des Zusammenlebens.

Die Telekommunikation ist als grundlegende Infrastruktur für die Informationsgesellschaft anzusehen. Sie ist das Fundament für wirtschaftliche Aktivitäten und bestimmt den Integrationsgrad, das Niveau sowie die Entwicklungsmöglichkeiten und Wachstumsmöglichkeiten einer Volkswirtschaft wesentlich mit. Der weltweite Austausch von Informationen über ein effizientes Kommunikationssystem bildet die Voraussetzung für erfolgreiche Unternehmensstrategien. In nahezu jedem Wirtschaftsbereich hängt der Erfolg in wachsendem Maße von der Nutzung leistungsfähiger und kostengünstiger Informationstechnologien und Kommunikationstechnologien ab. Informationsvorsprün-ge stärken infolge einer Multiplikatorwirkung durch konsequenten Einsatz jeden Wirtschaftszweig.

Die Telekommunikation wird für die Entwicklung der Informationsgesellschaft und die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Deutschlands eine Schlüsselrolle spielen. Schätzungen der Europäischen Union (EU) lassen vermuten, daß die Telekommunikation bis zum Jahr 2002 die heute noch dominierende Automobilindustrie in ihrer Bedeutung überholen wird.

Die Telekommunikationsbranche gehört traditionell zu den Märkten, die Ziel vielfacher staatlicher Interventionen zur Marktregulierung sind. Sie galt als Paradebeispiel für das Vorliegen eines natürlichen Monopols. Nach allgemeiner Ansicht konnten nachgefragte TK-Dienste nur dann mit dem gesamtwirtschaftlich geringsten Ressourcenverbrauch bereitgestellt werden, wenn sie durch nur ein (Monopol-)Unternehmen produziert wurden. Mittlerweile betreiben jedoch fast alle Industriestaaten mehr oder weniger nachhaltig die Auflösung ihrer Telekom-Monopole. In der Bundesrepublik Deutschland wurde der Markt seit 1989 sukzessive dereguliert. Am 01.01.1998 wurde der letzte Bereich des Monopols der DTAG für den Wettbewerb freigegeben. Somit ist auch der deutsche Markt für Telekommunikationsfestnetze sowie Telefonbasisdienste und andere TK-Dienste für private Kapitalanleger zugänglich. Angesichts veränderter Rahmenbedingungen sind bereits zahlreiche neue Wettbewerber neben der DTAG aktiv. Weitere potentielle Konkurrenten bereiten gegenwärtig ihren Markteintritt vor.

Ziel dieser Diplomarbeit ist es, den Wettbewerb auf dem liberalisierten Festnetzmarkt sowie seine Bestimmungsgrößen zu veranschaulichen. Basis für die heutige Situation ist ein Deregulierungsprozeß. Dieser muß bekannt sein, um die komplexe Thematik und die teilweise ungeklärten Rahmenbedingungen zu verstehen. Der Prozeß beeinflußt das darzustellende derzeitige Marktgeschehen ebenso wie das Agieren der Marktteilnehmer und die sich verändernden Kundenanforderungen. Daher ist unter dem Begriff "Liberalisierung" im Sinne des Titels dieser Diplomarbeit nicht nur der 01.01.1998 als Tag der Marktöffnung zu verstehen. Es ist vielmehr der Prozeß der Deregulierung seit 1989 bis zur Fertigstellung dieser Arbeit und darüber hinaus gemeint.

Die bedeutendsten Wettbewerber und ihre Erfolgsaussichten auf dem deutschen TK-Markt werden ebenso vorgestellt wie die häufig unterschätzten Alternativen. Strategien und Ausgangspositionen der Anbieter nach dem Liberalisierungsprozeß sowie ihre Entwicklung, ihre Stärken und Schwächen sind für den Wettbewerb entscheidend. In dieser Diplomarbeit werden alle Entwicklungen bis zum 30.04.1998 berücksichtigt.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis II
Abbildungs- und Tabellenverzeichnis IV
Abkürzungsverzeichnis V
1. Einführung 1
1.1. Problemstellung 1
1.2. Themenabgrenzung und Vorgehensweise 3
2. Die Telekommunikationsbranche im Wandel 5
2.1. Potentiale eines dynamischen Marktes 5
2.2. Trends und Ursachen des Strukturwandels auf dem TK-Markt 8
2.2.1. Technologiewandel 9
2.2.2. Liberalisierung und Wettbewerb 10
2.2.3. Globalisierung 12
2.2.4. Steigende Kundenanforderungen 12
3. Deregulierung und Wettbewerb in der deutschen TK-Branche 18
3.1. Ziele der Liberalisierung 18
3.1.1. Auswirkungen auf die TK-Branche 19
3.1.2. Vorteile für Privatkunden 19
3.1.3. Chancen für Geschäftskunden 20
3.1.4. Nutzen für die Volkswirtschaft 21
3.2. Vorgaben der Europäischen Union 21
3.3. Entmonopolisierung in drei Stufen - eine geschichtliche Betrachtung 23
3.4. Das Telekommunikationsgesetz als ordnungspolitischer Rahmen 25
3.4.1. Lizensierung 26
3.4.2. Universaldienst 27
3.4.3. Marktbeherrschende Stellung 27
3.4.4. Weitere Regelungen 28
3.5. Regulierung und ihre Entwicklung im Liberalisierungsprozeß 29
3.5.1. Interconnection 30
3.5.2. Preisregulierung 32
4. Wettbewerbsstrategien alternativer TK-Anbieter in Deutschland 34
4.1. Entwicklung von Wettbewerbsstrategien anhand von Kernfähigkeiten 34
4.2. Industrielle Herkunftsfelder potentieller neuer Wettbewerber 37
4.3. Strategische Gruppen und Vorgehensweisen alternativer Carrier 40
4.3.1. Nationale Vollsortimenter 43
4.3.2. Regionale Vollsortimenter 46
4.3.3. Fokussierte MAN-Anbieter 50
4.3.4. Infrastruktur-Anbieter 51
4.3.5. Infrastruktur-Veredler 52
4.3.6. Mobilitätsorientierte Anbieter 52
4.3.7. Netzprovider und Reseller 53
4.4. Strategische Allianzen - Ursachen und Vorteile 54
5. Profile der bedeutendsten nationalen Vollsortimenter 57
5.1. Deutsche Telekom AG 57
5.2. Mannesmann Arcor AG & Co. 60
5.3. o.tel.o communications GmbH & Co. 63
5.4. Viag Interkom GmbH & Co. 67
6. Betrachtung der Startphase des liberalisierten TK-Marktes 70
7. Zusammenfassung und Ausblick 74
Literatur- und Quellenverzeichnis 76
Glossar 90
Anhang 93
Versicherung 97
 
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