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Diplomarbeiten

 

 

Titel Mögliche Wachstumsstrategien für Verbundenergieversorgungsunternehmen aufgrund veränderter Rahmenbedingungen des europäischen Strommarktes 
Untertitel  
AutorIn Hans-Peter Lämmle 
Seiten 209 Seiten 
Hochschule Bergische Universität - Gesamthochschule Wuppertal Deutschland 
Art der Arbeit Diplomarbeit 
Abgabe 1997 
Note
Preis 38,00 EUR (inkl. MwSt.)
 
Bestellnummer 95000985 
Sprache Deutsch 
Medien Papier / CD 
Inhaltsangabe
Einleitung:

Den Stromversorgern steht ein radikaler Wandel bevor. Der Übergang vom reinen Elektrizitätsversorgungsunternehmen (EVU) zu einem Dienstleistungsunternehmen, welches Komplettangebote rund um das Produkt "Elektrizität" anbietet, stellt für die Unternehmen der deutschen Stromwirtschaft die neue wettbewerbs- und umweltpolitische Herausforderung dar. Aufgrund der bisher relativ abgeschotteten Märkte war die Bereitstellung von Energie, insbesondere Elektrizität, lange Zeit ihre einzige Aufgabe. Noch bevor die Öffnung der europäischen Strommärkte richtig begonnen hat, malen die großen deutschen Stromversorgungsunternehmen das Schreckensszenario eines ruinösen Wettbewerbs an die Wand. Hinter den Kulissen beginnen sie jedoch, sich auf neue Kundenwünsche, vor allem von Großabnehmern nach billigem Strom und Diensleistungspaketen, einzustellen. Diese drohen oft, ihren Strom selber herzustellen und fordern bessere Komplettangebote, wie z.B. Energiekostenmanagement. Dabei sind die aufgeworfenen Fragen über die zukünftige Struktur der Elektrizitätswirtschaft in Europa noch lange nicht geklärt. Die mögliche Öffnung zum Osten und die bereits begonnene Erweiterung des Stromhandels mit skandinavischen Ländern verleiht diesen Fragen zusätzliche Bedeutung. Auch wenn noch nicht absehbar ist, welches Ausmaß der Stromhandel mit o.g. Ländern annehmen wird, so steht doch bereits fest, daß der Stromaustausch über die Grenzen der UCPTE hinaus intensiviert werden soll.

Deshalb ist es wichtig, einen Ordnungsrahmen zu schaffen, der einen funktionsfähigen Wettbewerb zwischen den Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) ermöglicht. Die bisherige Struktur des Elektrizitätsmarktes stand in vielen EU-Mitgliedstaaten im Widerspruch zu den Vorschriften des Vertrages der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG-Vertrag) über den Wettbewerb und über den freien Waren- und Dienstleistungsverkehr. Zwar hat die EU-Kommission eine Richtlinie verabschiedet und Vorstellungen zur Schaffung eines Energiebinnenmarktes entwickelt, die insbesondere auf eine sehr weitgehende Stärkung des Wettbewerbs im Energiesektor abzielen. Doch wesentliche Fragen der politischen Rahmensetzung in der Energiewirtschaft sind noch nicht beantwortet.

Schon in den zurückliegenden Jahren, noch bevor die tiefgreifende Diskussion um die Deregulierung der europäischen Strommärkte einsetzte, haben die Unternehmen der deutschen Stromwirtschaft ihr Tätigkeitsspektrum konsequent um Geschäftsfelder erweitert, in denen sie originäre Kompetenzen besitzen. Dazu zählen z.B. Dienstleistungen im Infrastrukturbereich, der Energie- und Wasserversorgung, die Entsorgung, die Bautätigkeiten, der Verkehr, der Maschinen-, Anlagen- und Gerätebau. Nicht zu vergessen ist der Telekommunikationssektor, der von den meisten Stromversorgern heiß umkämpft wird, da viele über weitreichende Kommunikationsnetzstrukturen verfügen und ein großes Wachstumspotential in diesem Sektor sehen. Wenn allerdings einerseits die Energieversorger im Zuge ihrer Telekommunikationsaktivitäten von der Telekom verlangen, deren Leitungsinfrastruktur auf dem Wege der Durchleitung nutzen zu können, müßten sie andererseits diese Forderung gegen sich selbst, und zwar auch im Bereich der leitungsgebundenen Energieversorgung, gelten lassen. Daher ist es wichtig, daß nicht zuletzt aus Gründen der Standortvorsorge monopolistische Besitzstände, aber auch nationale Sonderlasten zu beseitigen sind, um den Standort Deutschland energiewirtschaftlich wettbewerbsfähiger zu machen.

In diesem Gesamtkontext stellt sich nun für die deutschen Stromanbieter, und insbesondere in dieser Arbeit für die sogenannten Verbund-Energieversorgungsunternehmen (VEVU) die Aufgabe, mögliche Wachstumsstrategien aufgrund veränderter Rahmenbedingungen des europäischen Strommarktes auszumachen.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis 1
Abkürzungsverzeichnis 4
Abbildungsverzeichnis 7
Tabellenverzeichnis 9
I. Einleitung 10
1. Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit 10
2. Genese und Methode dieser Arbeit 12
II. Einflußgrößen des Stromgeschäftes 14
1. Strommarktspezifische Aspekte 14
1.1. Die Spitzenlasteigenschaft 14
1.2. Die Leitungsgebundenheit 16
1.3. Elastizitätscharakteristika 21
2. Die Regulierung des deutschen Strommarktes 21
3. Wichtige Gesetze und Regelungen der deutschen Energiewirtschaft 23
3.1. Gebietsmonopolbildung im Rahmen des Energiewirtschaftsgesetzes 23
3.2. Natürliches Monopol 24
3.3. Konzessionsverträge 26
3.4. Demarkationsverträge 27
3.5. Stromeinspeisungsgesetz 27
3.6. Kohlepfennig 30
3.7. Genehmigungspflicht und Kontrolle durch Aufsichtsbehörden 31
4. Stromnachfrage 32
5. Strompreisentwicklung 33
5.1. Deutschland 33
5.2. EU 35
III. Die Anbieterstruktur 38
1. Grundstruktur des Anbietermarktes 38
1.1. Die Rolle der Verbundunternehmen 40
1.2. Die Regionalversorger 40
1.3. Die Kommunalversorger 41
1.4. Das Anbinden der ostdeutschen Stromversorgung 41
2. Wertschöpfungskette der Stromversorgung 43
2.1. Konzeption und Aufbau der Wertschöpfungskette 43
2.2. Wertschöpfungskettenglieder 45
3. Die Verbundunternehmen in Deutschland 47
3.1. Kurzdarstellung der VEVUs 47
3.2. Detailiertere Vorstellung 4 exemplarischer Verbundunternehmen 49
3.2.1. Die RWE Energie AG 50
3.2.1.1. Die Wertschöpfungskettenglieder Erzeugung, Übertragung, Verteilung 50
3.2.1.2. Wertschöpfungskettenglied Verkauf/Service 51
3.2.1.3. Entwicklungen des Unternehmens 52
3.2.1.4. Telekommunikation 53
3.2.1.5. Entsorgung 54
3.2.2. Die PreussenElektra AG 55
3.2.2.1. Die Wertschöpfungskettenglieder Erzeugung, Übertragung,Verteilung 55
3.2.2.2. Wertschöpfungskettenglied Verkauf/Service 55
3.2.2.3. Entwicklungen 56
3.2.2.4. Telekommunikation 57
3.2.2.5. Entsorgung 57
3.2.3. Die Bayernwerk AG 58
3.2.3.1. Die Wertschöpfungskettenglieder Erzeugung, Übertragung, Verteilung 58
3.2.3.2. Wertschöpfungskettenglied Verkauf/Service 58
3.2.3.3. Geschäftsfelderentwicklung 59
3.2.3.4. Telekommunikation 60
3.2.3.5. Entsorgung 60
3.2.4. Die Badenwerk AG 61
3.2.4.1. Die Wertschöpfungskettenglieder Erzeugung, Übertragung, Verteilung 61
3.2.4.2. Wertschöpfungskettenglied Verkauf/Service 61
3.2.4.3. Geschäftsfelderentwicklung und Fusion mit der EVS AG 62
3.2.4.4. Telekommunikation 63
3.2.4.5. Entsorgung 63
3.3. Grafische Darstellung der 4 VEVUs 64
IV. Veränderte Rahmenbedingungen des Strommarktes 68
1. Änderungen wichtiger Gesetze und Regelungen 68
1.1. Von einem regulierten zu einem deregulierten Markt 68
1.2. EU-Richtlinie 68
1.3. Bundesdeutsche Gesetzesentwicklungen 71
1.4. Ausblick auf zukünftige Entwicklungen mit Hilfe von Reformmodellen 73
1.4.1. Ausschreibungswettbewerb 73
1.4.2. Durchleitungswettbewerb 74
1.4.3. Das Pool-Modell 76
1.4.4. Das Single-Buyer-Konzept 79
2. Weitere Parameterveränderungen des Strommarktes 81
2.1. Stromnachfrage 81
2.2. Strompreisentwicklung 82
2.3. Energieträger- und Technologieentwicklung sowie ihre Marktanteile in Zukunft 87
V. Zu erwartende Versorgungsstrukturen 92
1. EU 92
2. Deutschland 95
3. Netzintegration von Nicht EU-Staaten 97
4. Auswirkungen auf EVUs 99
4.1. Mögliche Anbieterstruktur 99
4.1.1. VEVUs 99
4.1.2. Regional- und Kommunal-EVUs 101
4.1.3. "Neue" Stromhändler (z.B. aus Osteuropa) 103
4.2. Veränderung / Dynamik: Wertschöpfungskettenglieder in der Zukunft 104
5. Bisherige Erkenntnisse und Ergebnisse 107
VI. Handlungsstrategien für VEVUs 111
1. Gründe für VEVUs zur Entwicklung von Strategien 111
2. Marketing-relevante Besonderheiten des Stromversorgungsgeschäftes 112
2.1. Produkt 113
2.2. Preis 113
2.3. Kunden und Kundenbeziehungen 113
2.4. Image der EVU 114
2.5. Fazit 115
3. Strategische Unternehmensplanung 115
3.1. Festlegung des unternehmerischen Grundauftrages 116
3.1.1. Visionenentwicklung für ein Unternehmen 116
3.1.2. Anforderungen an Visionen 118
3.1.3. Mögliche Visionen für Verbund-EVUs 119
3.1.3.1. RWE Energie AG und PreussenElektra AG 119
3.1.3.2. Bayernwerk AG 121
3.1.3.3. Badenwerk AG 122
3.2. Einrichtung der strategischen Geschäftseinheiten (SGE) 123
3.2.1. Grobrasterung der VEVUs 123
3.2.2. SGE-Bildung bei VEVUs 124
3.3. Ressourcenzuweisung für die SGEs 125
3.3.1. Portfolioanalyse von BCG 126
3.3.2. Fallbeispiel einer Portfolioanalyse 127
3.3.3. Die Multifaktoren-Methode 129
3.3.4. Die Multifaktorenmethode anhand der RWE Energie AG 131
3.3.5. Kritische Kurzbetrachtung der Portfolio-Analysen 134
3.4. Planung von Wachstum und Neugeschäft 134
3.4.1. Intensives Wachstum 136
3.4.1.1. Marktdurchdringungsstrategie 136
3.4.1.2. Marktentwicklungsstrategie 137
3.4.1.3. Produktentwicklungsstrategie 138
3.4.2. Integratives Wachstum 142
3.4.3. Diversifiziertes Wachstum 146
VII. Ausblick 149
Literaturverzeichnis 154
Anhang 164
 
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