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Diplomarbeiten

 

 

Titel Kunst >= Kapital 
Untertitel Über Wert und Bewertung zeitgenössischer Kunstwerke und die Mechanismen des modernen Kunstmarktes 
AutorIn Moritz Neumüller 
Seiten 168 Seiten 
Hochschule Universität Wien Österreich 
Art der Arbeit Diplomarbeit 
Abgabe 1997 
Note
Preis 38,00 EUR (inkl. MwSt.)
 
Bestellnummer 91001216 
Sprache Deutsch 
Medien Papier / CD 
Inhaltsangabe
Einleitung:

In letzter Zeit werden immer öfter Vergleiche zwischen dem Aktienmarkt und dem Markt für zeitgenössische Kunst hergestellt. Dabei scheinen die Autoren hingegen nicht zuletzt durch die Bietergefechte der millionenschweren Kunstsammler an das rege Treiben an der Börse erinnert zu sein und seine wachsende Fungibilität hat auch den Einsatz des Kunstwerkes als Investitionsgut ermöglicht, wie vielerorts geschrieben wird. Ein durchkonzipierter Vergleich der Primär- und Sekundärmärkte für Aktien respektive Kunstwerke fehlt aber. Dieses Manko soll mit der vorliegenden Arbeit beseitigt werden. Freilich kann ein solcher Vergleich der augenscheinlich so unterschiedlichen Märkte erst nach einer genauen Strukturierung und Beschreibung des Kunstmarktes, seiner Teilnehmer und Marktmechanismen erfolgen.

Im ersten Teil sollen demnach die Protagonisten des Kunstmarktes, also der Künstler, das Kunstwerk, der Käufer, die Institutionen und die sonstigen Mitspieler charakterisiert werden. Hat man die Teilnehmer des modernen Kunstmarktes einmal kennengelernt, kann man auch die Unterteilung desselben in die zwei Teilmärkte Primär- und Sekundärmarkt nachvollziehen und die grundsätzlichen Differenzen zwischen der Galeristentätigkeit und dem Versteigerungsgeschäft verstehen.

Auf dieser Basis wird der Vergleich mit dem Aktienmarkt durchgeführt, wobei die Analogien und Ähnlichkeiten eher im Blickpunkt stehen sollten, als die gravierenden Differenzen zwischen diesen beiden Märkten. Der Vergleich soll sich freilich nicht auf die bloße Feststellung, das Kunstwerk habe sich durch den zunehmenden Gebrauch als Wertanlage der Aktie angenähert, beschränken.

Es ist zwar gesellschaftlich nicht mehr verpönt, den Kunstmarkt als solchen zu analysieren, besondere Unterstützung für ein solches Unterfangen wird man, vor allem von den Galeristen, sicher nicht erwarten können. Das gilt insbesondere für Preise und Verkäufe der Vergangenheit, die praktisch von niemandem außer den Auktionshäusern preisgegeben werden.

Deshalb konnten bei der, den theoretischen Abschnitt komplettierenden, empirischen Analyse nur Daten des Sekundärmarktes herangezogen werden, obwohl dieser sicher nur ein Segment des gesamten Marktgeschehens darstellt. Nichtsdestotrotz wird in diesem Kapitel versucht, eine Performance-Messung für Kunstwerke zeitgenössischer Künstler im Sinne von Investitionsgütern durchzuführen. Die Erstellung theoretischer Kunstportfolios ermöglicht die Verfolgung der Entwicklung einer im Jahre 1985 getätigten Investition in zeitgenössische österreichische Kunst über mehr als 10 Jahre hinweg. Dabei soll untersucht werden, inwieweit man hier von einer Geldanlage sprechen kann und wie sich eine solche Investition rentiert hätte.

Die Definitionen der verwendeten Termini werden in den jeweiligen Kapiteln erörtert, auf eine allgemeine Definition von Kunst soll hier aus Platzmangel verzichtet werden, der Gegenstand dieser Arbeit ist jedoch die zeitgenössische bildende Kunst, mit dem besonderen Augenmerk auf lebende österreichische Künstler und den österreichischen Kunstmarkt für deren auf Auktionen handelbare Kunstwerke.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 8
2. Der Kunstmarkt 12
2.1 Klassifizierung des Kunstmarktes 12
2.2 Volumen des Kunstmarktes 13
2.3 Die Protagonisten 15
2.3.1 Der Künstler 15
2.3.1.1 Künstlersoziologie 16
2.3.1.2 Künstlereinkommen 18
2.3.1.3 Exkurs: Marc Chagalls Aufstieg vom Habenichts zum Milliardär 18
2.3.1.4 Der Künstler als Produzent 21
2.3.1.5 Selbstvermarktung und Corporate Identity 22
2.3.2 Das Kunstwerk 23
2.3.2.1 Entrücktheit und Sphärengrenzen 24
2.3.2.2 Originalität und Authentizität 24
2.3.2.3 Fälschung 26
2.3.2.4 Die Rolle des Betrachters 27
2.3.2.5 Aufgaben des Kunstwerks 28
2.3.2.6 Das Kunstwerk als wirtschaftliches Gut 30
2.3.2.6.1 Das Kunstwerk als dauerhaftes Konsumgut 32
2.3.2.6.2 Das Kunstwerk als Investitionsgut 34
2.3.3 Der Käufer 34
2.3.3.1 Private Käufer zeitgenössischer Kunst 35
2.3.3.2 Unternehmen als Käufer zeitgenössischer Kunst 39
2.3.3.3 Die Sammlung 43
2.3.4 Die Institutionen 44
2.3.4.1 Galerien 45
2.3.4.2 Kunstmessen 48
2.3.4.3 Verkaufsplattformen und Kunstinvestment-Gesellschaften 49
2.3.4.4 Auktionshäuser 52
2.3.5 Andere Protagonisten 54
2.3.5.1 Der Staat als Förderer 54
2.3.5.2 Museen 55
2.3.5.3 Medien&Kritik 57
2.4 Die Funktionsweise des Kunstmarktes in Analogie zum Aktienmarkt 60
2.4.1 Primärmarkt 62
2.4.2 Sekundärmarkt 64
2.4.3 Die Aktie und das Kunstwerk 68
2.4.4 Die Börse und die Auktion 69
2.4.5 Der Emittent und der Künstler 72
2.4.6 Der Anleger und der Kunstinvestor 74
2.4.6.1 Institutionelle Anleger und große Museen 74
2.4.6.2 Insider und Insider 75
2.4.6.3 Großanleger und große Sammlungen. 76
2.4.6.4 Börsenbienen und Trüffelschweine 77
2.4.7 Marktmechanismen 77
2.5 Die Preisbildung 80
2.5.1 Preis des Gesamtwerks 82
2.5.1.1 Reputation . 83
2.5.1.1.1 Künstlername und Starkult 94
2.5.1.1.2 Ausstellungen 85
2.5.1.1.3 Staatsaufträge und Kunstpreise 85
2.5.1.1.4 Medienpräsenz 87
2.5.1.1.5 Museumsankäufe 87
2.5.1.1.6 Internationale Präsenz 88
2.5.1.2 Bisherige Preise 88
2.5.1.3 Sonstige Faktoren 89
2.5.1.3.1 Zeit 89
2.5.1.3.2 Breite der Techniken 90
2.5.1.3.3 Stil 90
2.5.1.3.4 Galerieverbindung 91
2.5.2 Preis des einzelnen Kunstwerks 93
2.5.2.1 Technik 93
2.5.2.2 Format 94
2.5.2.3 Authentizität 96
2.5.2.4 Periode 96
2.5.2.5 Provenienz 96
2.5.2.6 Sonstige Faktoren 98
2.5.2.6.1 Psychologische Faktoren 98
2.5.2.6.2 Zufall 98
2.5.2.6.3 Manipulationen 99
3. Performance von Kunstportefeuilles 102
3.1 Portfeuilletheoretischer Ansatz 102
3.1.1 Stellung der Portfolio-Analyse in der Wertpapieranalyse 102
3.1.1.1 Klassische Fundamentalanalyse 103
3.1.1.2 Markttechnische Analyse 103
3.1.1.3 Portfolio-Analyse 104
3.1.2 Benchmark-Begriff 105
3.1.3 Indizes 106
3.2 Bisherige Ergebnisse 109
3.2.1 Baumol 109
3.2.2 Frey/Pommerehne 111
3.2.3 Buehlens und Ginsburg 113
3.2.4 Chanel, Gérard-Varet, Ginsburgh und Kerchove 114
3.2.5 Stein 116
3.2.6 Singer 117
3.2.7 Abels 117
3.2.8 Campenhausen 118
3.2.9 Capital 119
3.3 Performance-Messung eines zeitgenössischen Kunstportefeuilles 120
3.3.1 Eigenschaften eines zeitgenössischen Kunstportefeuilles 121
3.3.1.1 Langfristige Ausrichtung 121
3.3.1.2 Zusammensetzung 122
3.3.1.3 Eingeschränkte Substituierbarkeit 123
3.3.1.4 Krisenfestigkeit 124
3.3.1.5 Diversifikationsgedanke 125
3.3.2 Methodik 127
3.3.3 Ergebnisse der empirischen Performance-Messung 130
3.3.3.1 Portefeuille 1, "Intemationale" 130
3.3.3.2 Portefeuille 2, "Etablierte" 134
3.3.3.3 Portefeuille 3, "Newcomer" 138
3.3.3.4 Gesamtportfolio "Zeitgenössische Österreichische Künstler" 140
3.3.3.5 Benchmark 143
4. Conclusio 146
5. Literatur 150
5.1 Ausgewählte Literatur. 150
5.2 World Wide Web-Sites (WWW) 165
 
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