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Diplomarbeiten

 

 

Titel Aus der 'Schwarzen Möwe' wird 'Elisabeth' 
Untertitel Entstehung und Inszenierungsgeschichte des Musicals über die Kaiserin von Österreich 
AutorIn Birgit Rommel 
Seiten 213 Seiten 
Hochschule Universität Wien Österreich 
Art der Arbeit Diplomarbeit 
Abgabe 2003 
Note
Preis 48,00 EUR (inkl. MwSt.)
 
Bestellnummer 91017576 
Sprache Deutsch 
Medien CD 
Inhaltsangabe
Einleitung:

Die Diplomarbeit entstand als Abschluss meines Magisterstudiums an der Universität Wien im Fach Theaterwissenschaft.

Sie befasst sich mit drei für Wien typischen Phänomenen: der österreichischen Kaiserin Elisabeth, dem Musical und dem Tod - in Text und Bild.

Dass Elisabeth weit mehr ist als die Kitschfigur aus den Sissi-Filmen mit Romy Scheider und Karlheinz Böhm erfährt jeder, der sich in Wien mit der historischen Persönlichkeit beschäftigt - und man begegnet ihr in der Hauptstadt auf Schritt und Tritt.

Das Musical von Michael Kunze (Buch und Libretto) und Sylvester Levay (Musik) geht dem Mythos Elisabeth nach und stellt die Figur in Beziehung zum Tod. Der Tod als personifizierte Gestalt, dem die Wiener auch noch heute sehr nahe stehen - auf dem Wiener Zentralfriedhof liegen mehr Tote als Wien Einwohner hat...

"Elisabeth" hatte am 3. September 1992 im Theater an der Wien Uraufführung und machte von dort aus seinen Weg in die Welt. Für ein Musical zu der Zeit, als Andrew Lloyd Webber die Szene beherrschte, ein ungewöhnliches Unterfangen. Kunze und Levay gaben die Rechte an ihrem Stück frei, ließen sehr unterschiedliche Inszenierungen zu, schrieben sogar neue Songs, je nach Aufführungsort.

Die Diplomarbeit befasst sich zum ersten mit dem Genre Musical an sich, von seiner Zeit am New Yorker Broadway über das Londoner Westend bis nach Deutschland und Österreich. Die Enstehungsgeschichte, wie es dazu kam, dass das Stück in Wien - und nicht wie ursprünglich geplant am Heilbronner Theater - seine Weltpremiere feiern konnte, leitet den Hauptblock ein. Dieser beinhaltet einen Vergleich der literarischen Vorlagen mit dem Libretto - Michael Kunze hält sich dabei eng an die Elisabeth-Biografie von Brigitte Hamann. Außerdem werden die einzelnen Rollen, Musik, Kostüme und Bühnenbild (mit vielen Farbfotos!) analysiert.

Anhand der einzelnen Inszenierungen (Wien, Japan, Ungarn, Schweden, Niederlande, Deutschland) wird die Entwicklung gezeigt, die das Stück innerhalb von gut zehn Jahren durchgemacht hat. Jede Inszenierung ist auch im Zusammenhang mit dem Ort zu sehen, mit dem Land, dem Theater, der Mentalität der Zuschauer.

So gibt es ein Extra-Kapitel zum japanischen Takarazuka-Theater, das nur aus Frauen besteht und wodurch die androgyne Tod-Rolle eine besondere Note erhalten hat.

Ein Exkurs beschäftigt sich mit dem Genre Musiktheater speziell in Wien, von den Ausstattungsstücken Emanuel Schikaneders über "Cats" bis "Jekyll & Hyde". Auch die geplante Rückkehr der Oper ins Theater an der Wien konnte ich noch in die Arbeit mit einbringen.

Die genauen Inhalte sind dem Inhaltsverzeichnis zu entnehmen.

Inhaltsverzeichnis:

Danksagung 1
Vorwort 2
1. Einführung 4
1.1 Von der Musical Comedy zum Drama Musical 4
1.2 Das Musical - ungeliebtes Stiefkind der Theaterfamilie 14
2. Aus der "Schwarzen Möwe" wird "Elisabeth" 22
2.1 Der Autor Michael Kunze 22
2.2 Der Komponist Sylvester Levay 23
2.3 Die Zusammenarbeit Michael Kunzes mit dem Theater Heilbronn 25
2.4 Die literarischen Vorlagen 32
2.4.1 Biografie "Elisabeth - Kaiserin wider Willen" von Brigitte Hamann 34
2.4.2 Die Tagebuchblätter von Constantin Christomanos 35
2.5 Vergleich der literarischen Vorlagen mit dem Libretto 39
2.6 Grundstimmung der Inszenierung und Persönlichkeitszeichnung der historischen Personen 65
2.6.1 Kaiserin Elisabeth - die gefesselte Seele 69
2.6.2 Luigi Lucheni - ein Mensch des 20. Jahrhunderts 72
2.6.3 Der Tod - ein Sensenmann als Popstar 73
2.6.4 Kaiser Franz Joseph - ein emotionaler Schwächling 79
2.6.5 Erzherzogin Sophie - die eiskalte Schwiegermutter 80
2.6.6 Kronprinz Rudolf - der verhinderte Revolutionär 81
3. Welturaufführung im Theater an der Wien 82
3.1 Regisseur Harry Kupfer 83
3.2 Bühnenbildner Hans Schavernoch 85
3.3 Kostümbildner Reinhard Heinrich 89
3.4 Choreograph Dennis Callahan 90
3.5 "Elisabeth" im Spiegel der Medien 96
3.5.1 "Elisabeth"-Parodien 99
3.6 Exkurs: Ein Musical macht einen Star: Uwe Kröger 102
3.6.1 Fankult: Wien contra Deutschland 102
3.6.2 Werdegang Uwe Kröger 106
4. "Elisabeth" auf den Bühnen in aller Welt 108
4.1 Vergabepraxis der Rechte vor und nach "Elisabeth" 109
4.2 Japan - zwei unterschiedliche Sichtweisen 113
4.2.1 Takarazuka - Eine besondere Theaterform mit Tradition 114
4.2.1.1 Geschichte und Gegenwart 114
4.2.1.2 Westliche Sichtweisen und die besondere Bedeutung der Fans 121
4.2.1.3 Snow-Truppe 132
4.2.1.4 Star-Truppe 145
4.2.1.5 Cosmos-Truppe 145
4.2.1.6 Flower-Truppe 146
4.2.1.7 Resümee 146
4.2.2 Toho - ein neues Lied für Elisabeth 151
4.3 Ungarn - drei Orte, eine Inszenierung 157
4.3.1 Szeged - ein Kaiserreich entsteht auf der Freilichtbühne vor dem Dom 157
4.3.2 Budapest - lange Laufzeit im Operett Színház 162
4.3.3 Miskolc - erfolgreiches Gastspiel im Nationaltheater 163
4.4 Schweden - ein Kammermusical im Musikteatern i Värmland Karlstad 166
4.5 Niederlande - zurück zur Kitsch-Version im Circustheater Scheveningen 169
4.6 Deutschland - ein neues Duett für Elisabeth und den Tod im Colosseum-Theater Essen 174
5. Exkurs: Der Kampf ums Theater an der Wien 179
5.1 Die Ausstattungsorgien des Emanuel Schikaneder und seiner Nachfolger 181
5.2 Vorstadttheater, Goldene und Silberne Operettenära 184
5.3 Eine seit 37 Jahren andauernde Erfolgsgeschichte: Musicals im Theater an der Wien 185
6. Resümee: Die Bedeutung von "Elisabeth" für die Musicalbranche Ende des 20. Jahrhunderts 191
Quellenverzeichnis 195
 
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