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Titel Strategische Planung in Nonprofit Unternehmen 
Untertitel  
AutorIn Norbert Dawel 
Seiten 63 Seiten 
Hochschule Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie Berlin Deutschland 
Art der Arbeit Diplomarbeit 
Abgabe 1997 
Note
Preis 38,00 EUR (inkl. MwSt.)
 
Bestellnummer 91001033 
Sprache Deutsch 
Medien Papier / CD 
Inhaltsangabe
Einleitung:

Deutschland steht am Beginn eines tiefgreifenden wirtschaftlichen und sozialen Umbruchs. Die seit Jahren geringen Wachstumsraten der deutschen Wirtschaft haben massive Auswirkungen auf alle gesellschaftlichen Bereiche.

Veränderungen sind gefordert. Verantwortlich ist dafür nicht nur die Politik. Mehr Jobs für Deutschland assoziiert sich für viele vorrangig mit der Forderung nach der Modernisierung tariflich vereinbarter Leistungen. Die Arbeitszeit soll flexibilisiert werden. Starre Regelungen flächendeckender und branchenverbindlicher Tarifverträge werden aufgebrochen.

Die öffentlichen Haushalte sehen auf Grund weiterer Steuerausfälle und der hohen Staatsausgabenquote kaum noch Möglichkeiten zum Handeln. Selbst die für die Mobilisierung des Arbeitsmarktes wichtigen staatlichen Investitionen können nur noch eingeschränkt bereitgestellt werden. Im Zuge der beabsichtigten europäischen Währungsunion läuft Deutschland gar in die Gefahr, die Konvergenzkriterien der Maastricher Verträge nicht zu erfüllen.

Vor diesem Hintergrund entfacht sich eine breite Diskussion über die Verantwortung der Staates. Alle Leistungen und Besitzstände müssen auf den Prüfstand. Das Ende und die Tragweite dieser Diskussion sind noch nicht abzusehen.

Die Rekordarbeitslosigkeit, gravierende Veränderungen in der demographischen Entwicklung und viele weitere Umweltbedingungen haben die Kaufkraft der deutschen Bevölkerung massiv beeinflußt. Im sozialen und kulturellen Bereich, in denen u.a. Nonprofit Unternehmen tätig sind, wird im rasanten Tempo über die Streichung und Senkung von staatlichen Hilfen beraten und entschieden. Zugleich soll die einstmalige Monopolstellung vieler Nonprofit Unternehmen über den Zugang Privater bei der Erfüllung staatlicher Aufgaben zunehmend aufgehoben werden.

Der Nonprofit Bereich befindet sich in einer schwierigen Situation. Einerseits wurden und werden seine erreichten Leistungen in der sozialen Marktwirtschaft für wichtig und unverzichtbar gehalten, andererseits wird ein radikales Umdenken und eine stärkere Hinwendung zu mehr Wirtschaftlichkeit gefordert.

Strategische Unternehmensplanung ist zum Modewort und zum Anforderungsprofil der 90er Jahre für moderne Nonprofit Unternehmen geworden. Schließlich zwingen die veränderten Standortbedingungen auch sie mehr denn je zu einer Kurssicherung für den Weg in die Zukunft. Sichern heißt, in Richtung möglicher Gefahren zu blicken und zukunftsorientiert zu planen. Vielen mangelt es dabei nicht an der Bereitschaft zur Diskussion. Häufig ist der Prozeß von einer zu einseitigen Ausrichtung auf die "Heilung von Symptomen" und der fehlenden Bereitschaft zur konsequenten Umsetzung geprägt.

Strategische Unternehmensplanung ist jedoch mehr. Sie zielt vor allem auf die Erarbeitung und Umsetzung eines strategischen Managementkonzeptes und ist ein Prozeß, der eine sorgfältige Analyse erfordert und unterschiedliche Planungshorizonte einschließt. Wer plant, lernt sein Unternehmen im einzelnen und ganzen kennen. Dies ist eine notwendige Voraussetzung für richtige Weichenstellungen. Schließlich muß das Konzept in das bestehende Unternehmen verankert werden. Das bedarf Leistung und Entscheidungswillen.

Gang der Untersuchung:

Die vorliegende Arbeit wendet sich in erster Linie an Mitarbeiter in Nonprofit Unternehmen. Verantwortliche haben in Gesprächen immer wieder den Wunsch nach einer einführenden Übersicht über Erscheinungsformen und die spezifischen Ziele von Nonprofit Unternehmen vorgetragen. Dieser Übersicht wird die Einordnung von Nonprofit Unternehmen in die Volkswirtschaft vorangestellt und dann im zweiten Teil auf strukturelle Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu privatwirtschaftlichen Unternehmen verwiesen. Daran anschließend erfolgt eine differenzierte Betrachtung der in Nonprofit Unternehmen vorhandenen Ziele und ihrer Beziehungen.

Der dritte Teil befaßt sich mit Grundlagen, Aufgaben, Inhalte und dem Prozeßcharakter der Planung.

Der vierte Abschnitt wendet sich eingangs einer umfassenden Analyse der externen Umwelt von Nonprofit Unternehmen zu. Staat und Volkswirtschaft, Kunden und Konkurrenten beeinflussen den Markt und stellen somit die Ausgangsposition für die Unternehmensleitung zur Beurteilung der Wettbewerbssituation dar. Die Betrachtung der Unternehmensumwelt wird durch die Darstellung von Möglichkeiten zur Unternehmens- bzw. Eigenanalyse ergänzt. Dies ist insgesamt notwendig, weil Wettbewerbsvorteile ihre Quellen im eigenen Unternehmen haben können und Unternehmenspotentiale Grundlage und Ausgangspunkt für eigene strategische Entscheidungen sind.

Im vorletzten Kapitel werden für am Markt tätige Nonprofit Unternehmen strategische Überlegungen zur Erlangung eines dauerhaften Wettbewerbsvorteils vorgelegt. Sie sollen es den Nonprofit Unternehmen gestatten, grundlegende Veränderungen in der Kosten- und Entscheidungsstruktur im Unternehmen vorzunehmen.

Veränderungen im Unternehmen treten nicht von allein ein. Strategische Planung genügt für den unternehmerischen Erfolg allein nicht. Daher werden abschließend ausgewählte Ansätze zur Implementierung der Strategie in das Unternehmen dargelegt.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 2
2. Ziele der strategischen Planung von Nonprofit Unternehmen 4
2.1. Ziele von Nonprofit Unternehmen 4
2.1.1. Definitionen 4
2.1.2. Erscheinungsformen und Strukturen 5
2.1.3. Das Zielsystem von Nonprofit Unternehmen 9
2.1.4. Zielarten und Zielhierarchien 10
2.1.5. Zielbeziehungen 15
3. Die Planung von strategischen Zielen 17
3.1. Begriff, Aufgaben und Inhalte der strategischen Planung 17
3.2. Die Planung als Prozeß 20
4. Analyse der strategischen Ausgangsposition 21
4.1. Aufgaben der externen und internen Analyse, Informationsbeschaffung und -verarbeitung 22
4.2. Externe Analyse 24
4.2.1. Einflüsse des Staates und der Volkswirtschaft auf den Markt 24
4.2.2. Marktteilnehmer Kunde 28
4.2.3. Analyse der Konkurrenten 31
4.3. Interne Analyse 34
4.3.1. Der Produkt-Lebenszyklus 34
4.3.2. Die Portfolio-Analyse 37
5. Strategische Überlegungen zur Erlangung von dauerhaften Wettbewerbsvorteilen 40
5.1. Ausgewählte strategische Überlegungen 40
5.1.1. Umfassende Kostenführerschaft 40
5.1.2. Sicherung von Innovations-, Flexibilitäts- und Zeitvorteilen 43
6. Implementierung in das Unternehmen 47
7. Zusammenfassung 50
 
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