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Diplomarbeiten

 

 

Titel Konfliktmanagement in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit von Kommunen 
Untertitel  
AutorIn Dirk Furchert 
Seiten 185 Seiten 
Hochschule Universität Leipzig Deutschland 
Art der Arbeit Diplomarbeit 
Abgabe 1996 
Note 1,3 
Preis 38,00 EUR (inkl. MwSt.)
 
Bestellnummer 91000160 
Sprache Deutsch 
Medien Papier / CD 
Inhaltsangabe
Einleitung:

Manches kann schiefgehen, wenn Kommunalpolitiker oder -angestellte und Journalisten miteinander reden. Welten prallen da mitunter aufeinander. Ob Botschaften ankommen und weitergegeben werden oder sich gar zum Bumerang entwickeln, hängt schlechterdings nicht nur vom "guten Willen" der Kommunikationspartner ab, sondern vor allem auch von der Fähigkeit, Konflikte zu erkennen und konstruktiv mit ihnen umzugehen. Das geht allerdings nur, wenn die Beziehung zwischen den Partnern in Verwaltung und Presse stimmt.

Die Arbeit soll die Ursachen dafür erhellen, weshalb bestimmte Botschaften von den Medien falsch, verzerrt oder gar nicht transportiert werden. Es geht darum, bei jenen in der kommunalen Verwaltung, die täglich mit den Vertretern der Medien umgehen müssen, Verständnis für die Ursachen von Konflikten zwischen Verwaltung und Presse zu wecken und Instrumente zu erläutern, mit denen unerwünschte Folgen vermieden werden können.

Gang der Untersuchung:

Um dieses Verständnis zu erleichtern, werden zunächst einige Grundlagen kommunaler Presse- und Öffentlichkeitsarbeit ausgebreitet: Der Pflichtcharakter dieses PR-Typs und einige seiner Besonderheiten. Im weiteren Verlauf wird auf Grundbegriffe der Kommunikationstheorie, wie Kommunikationsmodelle, Kommunikationsstörungen und weitere zentrale Begriffe der Kommunikationsforschung (Thematisierung, öffentliche Meinung), eingegangen. Das vierte Kapitel befaßt sich mit dem Konfliktbegriff. Dabei werden Merkmale, Konflikttypologien und typische Muster der Konfliktlösung diskutiert. Im fünften Kapitel, dem analytischen Hauptteil der Arbeit, werden die systematischen Ausführungen auf die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit übertragen. Hierbei werden insbesondere jene Formen aufgezeigt, die im täglichen Geschäft der kommunalen Presse- und Öffentlichkeitsarbeit relevant sind: Rollen-, Interessen-, Verständigungs-, Beziehungs- sowie mittel- und wertbezogene Konflikte. Im vorletzten Kapitel wird eine empirische Studie des Autors vorgestellt, für welche die Leiter von Pressestellen in deutschen Großstädten befragt wurden. Die Arbeit schließt mit Fallstudien von Konflikten der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in einer Großstadt der neuen Bundesländer ab.

Der Autor möchte mit seiner Arbeit nicht nur den für die Öffentlichkeitsarbeit verantwortlichen Mitarbeitern von Verwaltungen Hinweise an die Hand geben, die Informationen zur Konflikttheorie nicht nur praktisch umsetzen, sondern auch Lösungsansätze für die tägliche Praxis aufzeigen.

Inhaltsverzeichnis:

1. EINLEITUNG 1
2. PRESSE- UND ÖFFENTLICHKEITSARBEIT IN KOMMUNEN 3
2.1 Kommunen im Sozialsystem der Bundesrepublik Deutschland 3
2.2 Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in Kommunen 6
2.2.1 Definition 6
2.2.2 Presse- vs. Öffentlichkeitsarbeit? 6
2.2.3 Spezifika der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in Kommunen 8
2.2.4 Lokalpolitische Kommunikation 10
3. KOMMUNIKATION 12
3.1 Definition 12
3.2 Exkurs: Information, Nachricht und Mitteilung 14
3.3 Exkurs: Die vier Aspekte einer Nachricht 15
3.4 Kommunikationsmodelle 16
3.5 Kommunikationsstörungen 20
3.6 Massenkommunikation 20
3.7 Exkurs: Thematisierung 23
3.8 Öffentliche Meinung 24
4. KONFLIKTE 27
4.1 Definition, Merkmale und Auslöser 27
4.1.1 Definition 27
4.1.2 Merkmale 28
4.1.3 Auslöser 29
4.1.4 Konflikttypologie 29
4.1.5 Exkurs: Konflikt-Sonderfälle Krise und Skandal 30
4.2 Umgang mit Konflikten 31
4.3 Rationalität und Emotionalität 33
4.4 Eskalation 36
4.5 Konfliktlösungsmechanismen 36
4.5.1 Flucht 38
4.5.2 Vernichtung 38
4.5.3 Unterwerfung 39
4.5.4 Delegation 41
4.5.5 Kompromiß 41
4.5.6 Konsens 43
5. KONFLIKTE IN DER KOMMUNALEN ÖFFENTLICHKEITSARBEIT 49
5.1 Rollenkonflikte 49
5.1.1 Pressesprecher im Rollenkonflikt: Doppelmitgliedschaft - Doppelverräterschaft 50
5.1.2 Pressesprecher im Rollenkonflikt: Mum-Effekt 51
5.1.3 Politiker im Rollenkonflikt: "Demokratie-Streß" 52
5.1.4 Journalisten im Rollenkonflikt: Unterhalter oder Anwalt? 52
5.2 Interessen- oder Zielkonflikte 55
5.2.1 Journalisten-Interesse: Die Nachricht muß "passen" 55
5.2.2 Journalisten-Interesse: Die Nachricht muß "gut zu verpacken" sein 56
5.2.3 Journalisten-Interesse: Informationen 58
5.2.4 Interessen Dritter: Interessengruppen beherrschen die öffentliche Diskussion 59
5.2.5 Interessenkollisionen zwischen Verwaltung und Rat 60
5.3 Verständigungskonflikte 62
5.3.1 Kaum verständlich: "Amtsdeutsch" 62
5.3.2 Verderben viele Zuhörer die Botschaft? - Heterogenes Publikum 64
5.3.3 Inkongruente Botschaften 65
5.3.4 Verzerrte Wahrnehmungen 65
5.3.5 Informationsüberflutung 69
5.3.6 Mißverständnisse durch Gesprächstechniken vermeiden 70
5.3.7 Exkurs: "Ihr Statement bitte..." - Der "5-Satz" 71
5.3.8 (Un-)Glaubwürdigkeit 72
5.3.9 Kommunikative Kompetenz 72
5.3.10 Verständnis lokaler Öffentlichkeitsarbeit 73
5.4 Beziehungskonflikte 74
5.4.1 Beziehungsgefüge zwischen Politik, Medien und Öffentlichkeit 75
5.4.2 Beziehungen zwischen Verwaltung und Presse 76
5.4.3 Beziehungen zwischen Verwaltung und Bürgern, ihre Erwartungen 78
5.4.4 Ablehnung vs. Kommunikation 80
5.4.5 Druck vs. Beziehung 80
5.4.6 Lüge vs. Beziehung und Kommunikation 81
5.5 Mittelbezogene Konflikte 82
5.5.1 Journalistische Informationen als wertvolles Mittel 82
5.6 Wertbezogene Konflikte 83
5.6.1 Detailgetreue Wirklichkeit? 85
5.6.2 Selbstverstärkung und Inter-Media-Agenda-Setting 85
5.6.3 Bürokratie - Bürokratismus: Verwaltung und ihr Image 86
5.6.4 Nicht-Thematisierung von seiten der Verwaltung 88
5.6.5 Keine völlig "wertfreie" Öffentlichkeitsarbeit 88
5.6.6 Aufmerksamkeitsregeln 89
5.6.7 Rechercheintensität und journalistische Meinung 91
5.6.8 Publikumsbild von Journalisten 92
6. UMFRAGE UNTER PRESSESPRECHERN DEUTSCHER GROSSSTÄDTE 94
6.1 Ziel der Umfrage 94
6.2 Methodische Anmerkungen 94
6.2.1 Grundgesamtheit 94
6.2.2 Vollerhebung 95
6.2.3 Anschriftenermittlung 95
6.3 Die schriftliche Befragung 95
6.3.1 Entwicklung des Fragebogens 95
6.3.2 Adressaten und Begleitschreiben 97
6.3.3 Verlauf der Befragung 97
6.3.4 Rücksendequoten 99
6.4 Ergebnisse der Umfrage 100
6.4.1 Zuordnung, Kapazitäten und Aufgaben 100
6.4.2 Bewertung der Medienresonanz 104
6.4.3 Selbstverständnis und Rollenkonflikt 107
6.4.4 Beziehung zu Journalisten 110
6.4.5 Wahrnehmung journalistischer Berichterstattung 113
6.4.6 Reaktion auf journalistische Berichterstattung 122
6.4.7 Konfliktfelder in der Öffentlichkeitsarbeit 125
7. DAS BEISPIEL HALLE: KONFLIKTE IN DER PR-ARBEIT DER STADT 134
7.1 Spezifische Probleme der PR-Arbeit der Stadt Halle 134
7.1.1 Allgemeine Angaben 134
7.1.2 Spezifische Probleme der Stadt Halle 135
7.1.3 Besonderes Spezifikum: Halle und sein Negativ-Image 136
7.1.4 Der Kommunikationsraum 137
7.2 Beispiel Abfindungsangebote: Stillhalten zum Verprügeln 138
7.3 Beispiel Friedhofsgebührensatzung: Die unglaubliche Kalkulation 140
7.4 Beispiel Computerausfall: Schachmatt für die Pressestelle 141
7.5 Beispiel Abfallgebührensatzung: Alles Müll? 142
8. ZUSAMMENFASSUNG UND SCHLUSSGEDANKEN 148
Literatur- und Quellenverzeichnis 152
Abbildungs- und Tabellenverzeichnis 166
ANHANG
Randverteilung der inhaltlichen Variablen 167
Fragebogen 176
Danksagung
Eidesstattliche Versicherung
Presseausschnitte zum Kapitel 7 als Anlagen im Band 2
 
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