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Diplomarbeiten

 

 

Titel Akzeptanz der Euro-Einführung bei Amts- und Abteilungsleitern vor dem Hintergrund der organisatorischen Auswirkungen der Euro-Umstellung in den Kommunalverwaltungen 
Untertitel  
AutorIn Gunther Füßle 
Seiten 84 Seiten 
Hochschule Fachhochschule Ludwigsburg, Hochschule für öffentliche Verwaltung Deutschland 
Art der Arbeit Diplomarbeit 
Abgabe 1998 
Note
Preis 38,00 EUR (inkl. MwSt.)
 
Bestellnummer 91001713 
Sprache Deutsch 
Medien Papier / CD 
Inhaltsangabe
Einleitung:

Mit der vorliegenden Diplomarbeit soll aufgezeigt werden, welche Auswirkungen die Einführung des Euro für die öffentlichen Verwaltungen und ihre Mitarbeiter/innen mit sich bringt. Des weiteren sollten Erkenntnisse über den Vorbereitungs- und Wissensstand der Verwaltungen bzw. ihrer Mitarbeiter/innen mit Leitungsfunktion gewonnen werden sowie eine Aussage über die Akzeptanz der Euro-Einführung getroffen werden.

Dazu wurde mit Hilfe eines selbst entwickelten Fragebogens in insgesamt 26 Verwaltungen verschiedener Größe eine Umfrage durchgeführt bei der insgesamt 65 Personen (12 weibliche und 53 männliche) teilnahmen.

Die Ergebnisse der Untersuchung zeigen, daß 75 % (49 Personen) der Umfrageteilnehmer/innen eher für die Einführung des Euro sind, gleichzeitig denken aber 82 % (53 Personen), daß die Bevölkerung eher gegen diese Einführung ist.

77 % (50 Personen) meinten, daß die Bevölkerung bisher schlecht informiert wurde, dagegen gaben 85% (55 Personen) an, daß sie selbst "ausreichend" bzw. "ein wenig" informiert sind. Dabei ist die Herkunft der Informationsdaten selten vom öffentlichen Sektor.

Für die Zukunft wurden allgemeine Basisinformationen, wie" Vor- und Nachteile der EWU" sowie "Veränderungen für den Bürger und die Verwaltung" von einer überwiegenden Mehrzahl der Umfrageteilnehmer/innen gewünscht. Bei den gewünschten Quellen für Informationen war kein Favorit zu erkennen. Das Informationsbedürfnis der Bürger/innen sowie der Verwaltungsmitarbeiter/innen scheint durch andere Quellen, wie z.B. dem Bankensektor gedeckt zu werden, da den Umfrageteilnehmer/innen bisher nur wenig Fragen zum Thema "Einführung des Euro" gestellt wurden.

Die Bedeutung der Konvergenzkriterien wurde nahezu von allen erkannt, wobei 92 % (60 Personen} denken, daß Deutschland an der EWU teilnehmen kann bzw. wird. Das richtige Datum für die Einführung des Euro-Bargeldes nannten 72 % (46 Personen) und das richtige Jahr für die Festlegung der bilateralen Wechselkurse nur 49 % (32 Personen). Die Umtauschmöglichkeit der D-Mark (auch nach dem Wegfall der D-Mark als gesetzliches Zahlungsmittel) bejahten 88 % (57 Personen).

Ein weiteres wichtiges Ergebnis ist, daß 65 % (42 Personen) insgesamt positive Folgen für die gesamte Bevölkerung durch die Euro-Einführung sehen. 72 % der Umfrageteilnehmer/innen schätzten die Zukunft des Euro als "stabil" bzw. "ziemlich stabil" ein. Als positive Folgen wurden der "Wegfall sämtlicher Währungskosten" genannt und als negative Folgen das "Umdenken auf den Euro", die "Umstellungskosten" und die "doppelte Preisauszeichnung".

In den Verwaltungen herrscht meist noch eine gefährliche Unterschätzung der Umstellungsaufgaben. Obwohl 91 % (59 Personen) von der Einführung des Euro in ihrem Arbeitsbereich "ja, sehr" bzw. "eher ja" betroffen sind, haben lediglich erschreckende 20 % (13 Personen) bisher "ja, ein wenig" in ihrem Arbeitsbereich verändert. Dagegen haben 43 % (28 Personen) "nein, noch nichts" und 37 % (24 Personen) "nein, kaum etwas" verändert. Dies ist wohl mit eines der wichtigsten Ergebnisse dieser Umfrage. Diese Zahlen decken sich mit den wiederkehrenden Berichten in den Medien, daß in sämtlichen Bereichen noch zu wenig im Hinblick auf die Einführung des Euro getan wurde.

Als Endergebnis läßt sich sagen, daß nach wie vor, trotz der intensiven Debatte in Presse, Funk und Fernsehen, einige Informationsdefizite bestehen. 65 % (42 Personen) der Umfrageteilnehmer/innen wünschten sich mehr Aufklärung und Information über die Euro-Einführung. Daraus und aus den oben genannten Ergebnissen muß der Schluß gezogen werden, daß die Aufklärung und Information über das Thema künftig weiter vorangetrieben und ausgeweitet werden muß.

Im übrigen scheint es so, als ob die Verwaltungsgröße dabei eine Rolle spielt, wieviel in einer Verwaltung schon getan wurde. Während in den kleineren Gemeinden und Städten wenig Veränderungen stattfanden, wurden in den größeren Städten teilweise schon eigene Arbeitskreise gegründet, die sich mit der Euro-Einführung beschäftigen.

Inhaltsverzeichnis:

INHALTSVERZEICHNIS I
ABBILDUNGSVERZEICHNIS III
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS IV
1. ZUSAMMENFASSUNG 1
2. EUROPÄISCHE EINHEITSWÄHRUNG EURO 4
2.1 DER ÜBERGANG VON DER D-MARK ZUM EURO 6
2.1.1 Phase A - Vorbereitung der EWU 6
2.1.2 Phase B - Beginn der EWU und der Umstellung des Buchgeldes 8
2.1.3 Phase C - Bargeldaustausch und Abschluß der Währungsumstellung 9
2.2 DIE ZUKUNFT DER NICHT-MITGLIEDER IM EWS II 10
2.3 RISIKEN BEI DER EURO-EINFÜHRUNG 11
2.3.1 Fehlende Konvergenz 11
2.3.2 Nachhaltigkeit der Stabilitätsbemühungen 11
2.3.3 Unabhängigkeit der EZB 12
2.3.4 Fehlende politische Union 13
2.3.5 Thema Arbeitslosigkeit 13
2.3.6 Stop oder Verschiebung der Euro-Einführung 14
3. ORGANISATORISCHE BEDEUTUNG DER EURO-EINFÜHRUNG IN DEN KOMMUNALVERWALTUNGEN 16
3.1 KOMMUNALE HANDLUNGSFELDER 17
3.1.1 Strategische, organisatorische und kaufmännische Veränderungen 18
3.1.2 Veränderungen im Bargeldverkehr 19
3.1.3 EDV-Umstellung 20
3.1.4 Bereich der Öffentlichkeitsarbeit 21
3.2 BISHER NOCH NICHT GELÖSTE PROBLEMSTELLUNGEN 22
3.2.1 Glättung von ungeraden Euro-Beträgen 22
3.2.2 Doppelte Preisauszeichnung 22
3.2.3 Umstellungszeitpunkt der Verwaltungen 23
3.2.4 Doppelwährungsphase 23
4. DURCHFÜHRUNG DER UNTERSUCHUNG 24
4.1 UNTERSUCHUNGSANLAß BZW. AUSGANGSFRAGEN 24
4.2 AUFBAU DES FRAGEBOGENS 25
4.3 DURCHFÜHRUNG 26
4.4 RÜCKLAUFQUOTE 28
5. ERGEBNISSE DER UNTERSUCHUNG UND IHRE INTERPRETATION 29
5.1 BISHERIGE INFORMATION UND AUFKLÄRUNG 29
5.2 KENNTNISSE ÜBER DEN EURO 33
5.3 FOLGEN DES EURO 36
8.5.4 AKZEPTANZ DES EURO UND BETROFFENHEIT VOM EURO 41
6. KRITISCHE WÜRDIGUNG DES GEWÄHLTEN VORGEHENS 46
7. SCHLUßFOLGERUNGEN 48
8. ANLAGEN V
8.1 EXEMPLAR DES VERWENDETEN FRAGEBOGENS V
8.2 ALTERSSTRUKTUR XIII
8.3 GRÖßENSTRUKTUR XIII
8.4 UMFRAGEERGEBNISSE XV
9. LITERATURVERZEICHNIS XXIII
10. ADRESSEN FÜR INFORMATIONEN XXVI
11. ERKLÄRUNG NACH § 36 III APRO XXX
 
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