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Diplomarbeiten

 

 

Titel Zielvereinbarungen im Rahmen des Neuen Steuerungsmodells am Beispiel des Landratsamtes Calw 
Untertitel  
AutorIn Andreas Stefanik 
Seiten 122 Seiten 
Hochschule Hochschule für öffentliche Verwaltung Kehl Deutschland 
Art der Arbeit Diplomarbeit 
Abgabe 1999 
Note
Preis 38,00 EUR (inkl. MwSt.)
 
Bestellnummer 91001928 
Sprache Deutsch 
Medien Papier / CD 
Inhaltsangabe
Zusammenfassung:

Das Ziel dieser Diplomarbeit ist es, die Funktionsweise von Zielvereinbarungen (ZV) im Zusammenspiel mit den anderen Elementen des Neuen Steuerungsmodells (NSM) darzustellen. Dabei liegt der Schwerpunkt auf der theoretischen Darstellung von ZV. Das Praxisbeispiel Calw soll die Vor- und Nachteile sowie die Schwierigkeiten bei der Einführung von ZV verdeutlichen. Außerdem werden eigene Vorschläge zur Umsetzung im Landratsamt Calw entwickelt. Auf eine Darstellung des NSM zugunsten einer noch intensiveren Darstellung von ZV konnte aufgrund des engen Zusammenhanges nicht verzichtet werden.

Worin liegt der Charme von ZV? Im Kern handelt es sich bei ZV um eine positive Art der Mitarbeiterführung. Absprachen statt Einzeleingriff sowie bessere Information und Kommunikation zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern stehen im Vordergrund. Im Ergebnis werden alle Mitarbeiter zufriedener sein, wenn sie mit Eigenverantwortung und Ergebnisrückmeldung arbeiten können, auch wenn sich das noch nicht jeder vorstellen kann. Der Mitarbeiter als mündiger Bürger wird auch im Beruf "erwachsen", und der Vorgesetzte wird dadurch mittel- und langfristig entlastet.

ZV bieten den Mitarbeitern Beteiligungsmöglichkeiten. Aus Sicht der Behördenspitze wird dadurch das große Potential der wertvollsten Ressource der Verwaltung, nämlich die Beschäftigten, erst richtig genutzt. Für die Mitarbeiter bedeuten ZV die Chance für eine bewußte Selbstverwirklichung neben der Freizeit auch an ihrem Arbeitsplatz und somit die Möglichkeit, den anderen Großteil ihrer Lebenszeit aktiv und eigenverantwortlich gestalten zu können.

"Das Instrument ZV ist nicht erfolgreich. Die Mitarbeiter und die Führungskräfte können jedoch erfolgreich sein, indem sie ZV anwenden!" Um dazu in der Lage zu sein, ist eine Schulung der Beteiligten in modernem Führungsstil und positiver Gesprächsführung unerläßlich, denn ZV stellen u.a. hohe soziale Anforderungen. Ziele zu vereinbaren bedeutet auch einander zu vertrauen. Blindes Vertrauen führt dagegen nicht zum Erfolg. Die Überprüfung der Zielerreichung ist notwendig. Wurden die Ziele nicht erreicht, muß alles getan werden, um den Mitarbeiter in die Lage zu versetzen, beim nächsten Mal seine Ziele erreichen zu können.

ZV bieten auch die Gelegenheit, sich Gedanken über die Qualität der eigenen Arbeit zu machen. Ein häufiger Einwand aus den Pilotabteilungen des Landratsamtes Calw war, daß ZV nur zusätzliche Arbeit sein können. Für die eigentliche Arbeit könnten keine Ziele vereinbart werden oder sie seien bereits "von oben" vorgegeben. Diese Einwände werden in der Diplomarbeit folgendermaßen entkräftet:

Durch einen Vergleich einer optimalen Aufgabenerfüllung und der eigenen Arbeit dürfte jedem Mitarbeiter eine Diskrepanz auffallen. Wenn es möglich ist, diesen Unterschied zu beschreiben, ist es kein großer Schritt mehr, daraus Ziele zu definieren, die den Unterschied verringern, und Meßgrößen festzulegen, die Indikator für die Zielerreichung sind. Umfragen helfen aus qualitativen Merkmalen quantitative Ergebnisse zu erhalten. Ein quantitatives Ergebnis wäre beispielsweise: "70 % der befragten Kunden sind mit der Beratungsleistung zufrieden." Die genannten Vorteile überwiegen die Nachteile um Längen. Und es ist auch möglich, die Nachteile gering zu halten. Ein Zeitaufwand für das Vereinbaren der Ziele und die jährliche Zielkontrolle ist unvermeidlich. Mit etwas Routine läßt sich dieser aber verringern. Das Ausfüllen der Formulare sollte nicht zu einer "liebevollen Selbstbeschäftigung" werden, sondern möglichst schnell, evtl. handschriftlich, erfolgen. Die Formalien sollen die Handhabung von ZV erleichtern und nicht Bürokratismus fördern. Je mehr Erfahrungen mit ZV gemacht wurden, desto überzeugter sind die Mitarbeiter von diesem Führungsinstrument.

Während meines Praktikums in Phoenix/USA hatte ich zwei Monate lang die Gelegenheit, eine modernisierte Verwaltung beobachten zu können. Das NSM ist nicht nur Theorie, es funktioniert wirklich! Das Modernisierungskonzept ist in den USA, England und Neuseeland erfolgreich, warum also nicht auch in Deutschland? Mit dieser Diplomarbeit habe ich versucht, auch mir selber einen Weg aufzuzeigen, wie die deutsche öffentliche Verwaltung erfolgreicher werden könnte.

Inhaltsverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis V
Abkürzungsverzeichnis V
Begriffserläuterungen VI
Anlagenverzeichnis VII
Vorwort VIII
1. Einleitung 1
2. Theoretische Grundlagen für Zielvereinbarungen 3
2.1 Historische Entwicklung von Zielvereinbarungen: Management by Objectives (MbO) 3
2.2 Was sind Zielvereinbarungen (ZV)? 4
2.2.1 Definition 4
2.2.2 Die verschiedenen Intentionen von ZV 5
2.2.3 Unterschied zu MbO, Kontraktmanagement und Zielvorgaben 6
2.3 Was sind Ziele? 8
2.3.1 Definition Ziel 8
2.3.2 Was sollte man nicht mit "Zielen" verwechseln? 8
2.3.3 Systematisierung von Zielen 10
2.3.3.1 Zieldimensionen 10
2.3.3.2 Zielbeziehungen 12
2.3.3.3 Art von Zielen 12
2.3.3.4 Die vier Zielfelder der öffentlichen Verwaltung 12
2.3.4 Warum sind Ziele in der öffentlichen Verwaltung wichtig? 13
2.3.5 Die Zielpyramide 14
2.3.6 Wo liegen die Schwierigkeiten bei der Definition von Zielen? 15
2.3.7 Checkliste für Ziele: Die wichtigsten Grundsätze 15
2.4 Der Ablauf eines Zielvereinbarungsjahres 17
2.4.1 Am Anfang des Jahres: Der Zielfindungsprozeß 17
2.4.1.1 Verfahrensweisen 17
2.4.1.2 Die Rolle des "Produktes" 18
2.4.1.3 Das ZVG im Rahmen des MAG 19
2.4.1.4 Mögliche Bestandteile von Zielvereinbarungen 20
2.4.1.5 Mögliche Widerstände gegen Zielvereinbarungen 20
2.4.1.6 Checkliste für eine Zielvereinbarung 21
2.4.2 Während des Jahres: Das Arbeiten mit den Zielen 22
2.4.2.1 Nachverhandlungen ermöglichen? 22
2.4.2.2 Beschreibung des "Arbeitsalltages" 22
2.4.3 Am Ende des Jahres: Die Zielerreichung überprüfen 23
2.4.3.1 Beurteilungsproblematik der Zielerreichung 23
2.4.3.2 Belohnungen oder Sanktionen notwendig? 24
2.4.3.3 Aufbewahrung der Unterlagen 25
2.5 Positionierung von Zielvereinbarungen: 26
2.5.1 Abgrenzungsaspekte im Bereich der Kommunikation: Gibt es einen Unterschied zwischen Zielvereinbarungsgespräch (ZVG) und Mitarbeitergespräch (MAG)? 26
2.5.2 des Rechts: Rechtliche Form von Zielvereinbarungen 27
2.5.3 der Wirtschaftlichkeit: Kann eine Kosten-Nutzen-Analyse (KNA) über ZV gemacht werden? 28
2.5.4 im Bereich der Organisationsform: Unterschiede zwischen Privatwirtschaft und öffentlicher Verwaltung 29
2.6 Vor- und Nachteile des Führens mit Zielvereinbarungen 30
3. Zielvereinbarungen im Rahmen des Neuen Steuerungsmodells 32
3.1 Warum Zielvereinbarungen "im Rahmen des NSM"? 32
3.2 Situationsanalyse: Die Grundprobleme der öffentlichen Verwaltung 33
3.3 Die Elemente des Neuen Steuerungsmodells 36
3.3.1 Die "methodenorientierte" Darstellung 37
3.3.2 Die "prozeßorientierte" Darstellung 38
4. Der Zielvereinbarungsprozeß im LRA Calw 42
4.1 Struktur und Situation des Landratsamtes Calw 42
4.2 Stand der Einführung 43
4.2.1 Elemente des Neuen Steuerungsmodells 43
4.2.2 Zielvereinbarungen 44
4.3 Wie läuft der Vereinbarungsprozeß ab? 46
4.4 Welche positiven Effekte haben die Zielvereinbarungen? 46
4.5 Welche negativen Effekte haben die Zielvereinbarungen? 47
4.6 Analyse der Qualität der Ziele 47
4.7 Die Überprüfung der Zielerreichung 50
4.8 Welche Belohnungen und Sanktionen sind vorgesehen? 50
4.9 Resümee 51
5. Perspektiven für das LRA Calw 52
5.1 Welche Elemente des NSM müssen noch umgesetzt werden? 52
5.2 Wie kann der Zielvereinbarungsprozeß weiter verbessert werden? 53
5.2.1 Gute Beispiele von ausländischen Städten 53
5.2.2 Gute Beispiele aus der Privatwirtschaft 55
5.3 Konkrete Vorschläge für das Landratsamt Calw 57
6. Schlußwort 62
Zusammenfassung X
Literaturverzeichnis XII
Anhang: Anlagen 1 - 19 XVI
Erklärung XVII
 
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