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Titel Sozialsponsoring als komplementäres Element der kommunalen Sozialpolitik 
Untertitel  
AutorIn Martina Heßler 
Seiten 149 Seiten 
Hochschule Technische Universität Darmstadt Deutschland 
Art der Arbeit Magisterarbeit 
Abgabe 1995 
Note
Preis 38,00 EUR (inkl. MwSt.)
 
Bestellnummer 91000230 
Sprache Deutsch 
Medien Papier / CD 
Inhaltsangabe
Einleitung:

Die vorliegende Magisterarbeit befaßt sich mit Sozialsponsoring, einem Thema, das in der politikwissenschaftlichen und kommunalwissenschaftlichen Forschung bisher nicht beachtet wurde.

Sozialsponsoring ist eine neuartige Form der Zusammenarbeit privatwirtschaftlicher Unternehmen mit sozialen Organisationen zur Finanzierung sozialer Aufgaben. Diese ungewöhnliche Verbindung tangiert das Feld der kommunalen Sozialpolitik, da der Schwerpunkt der durch Sozialsponsoring geförderten Projekte auf kommunaler Ebene hegt und soziale Aufgaben traditionell von der öffentlichen Hand finanziert werden. Aufgrund der Finanzkrise der Kommunen besteht auf kommunaler Seite die Hoffnung, Sozialsponsoring könne kommunale Etats entlasten.

Zusammenfassung:

Ziel der Arbeit ist es, das für die Bundesrepublik neue Phänomen "Sozialsponsoring" im Kontext der Finanzmisere der Kommunen systematisch zu untersuchen, dessen Chancen und Grenzen als Element der kommunalen Sozialpolitik herauszuarbeiten sowie die potentiellen Auswirkungen auf kommunale Entscheidungsspielräume einzuschätzen.

Methodisch basiert die Arbeit zum einen auf der Analyse wirtschaftswissenschaftlicher Literatur sowie auf Literatur aus der "Sozialarbeiterwissenschaft" und zum anderen auf eigenen empirischen Untersuchungen. Letztere dienten der Erforschung eines neuartigen Phänomens auf kommunalpolitischer Ebene: der Kooperation von kommunalen Stellen mit privatwirtschaftlichen Unternehmen, die das Ziel hatten, mit Sponsorengeldern soziale Arbeit zu finanzieren.

Die Analyse der wirtschaftswissenschaftlichen Literatur zeigte, daß der Anwendungsbereich des Sozialsponsoring im Politikfeld Sozialpolitik aufgrund der strikten Werbeorientierung der Unternehmen außerordentlich beschränkt ist.

Die engen Grenzen, die aus den strukturellen Besonderheiten des Sozialsponsoring resultieren und es als Finanzierungsinstrument für soziale Aufgaben ungeeignet machen, lassen sich jedoch durch besondere Formen der Kooperation zumindest partiell umgehen. Diese Kooperationen zwischen privatwirtschaftlichen Unternehmen und Kommunen bieten die Möglichkeit, daß Kommunen, - in von Unternehmen vorgegebenen Bereichen - Einfluß auf die Verteilung privatwirtschaftlicher Sponsorengelder nehmen. Der Tendenz, die bei den sonst üblichen Vermittlungen der Sponsorengelder auf dem freien Markt zu beobachten ist, daß der Sponsor aufgrund seiner Finanzierungsleistung über die Verwirklichung sozialer Projekte entsprechend seiner Werbeinteressen und nicht nach sozialen Notwendigkeiten entscheidet, konnte mit diesen neuartigen Kooperationen entgegengewirkt werden.

Inhaltsverzeichnis:

I. Einleitung 1
1. Forschungslage 2
2. Fragestellung und Methode 5
II. Kommunale Sozialpolitik in der Finanzkrise
1. Kommunale Sozialpolitik 9
2. Die Finanzkrise - Ausgabensteigerung im Sozialbereich 12
2.1. Die Entwicklung der kommunalen Sozialhaushalte 12
2.2. Analyse der Entwicklung der kommunalen Sozialhaushalte 13
2.3. Ursachen und Auswirkungen der Steigerung der Sozialhilfeausgaben 15
2.3.1. Ursachen der Steigerung der Sozialhilfeausgaben 15
2.3.2. Auswirkungen der Steigerung der Sozialhilfeausgaben 18
3. Die Einnahmesituation der Kommunen in der Finanzkrise 22
3.1. Einnahmequellen der Kommunen 22
3.2. Autonomie in der Einnahmepolitik? 26
4. Reaktionen und Lösungsstrategien der Kommunen 27
4.1. Grundsätzliche Optionen 27
4.2. Kompensationsversuche auf der policy-Ebene 28
III. Sozialsponsoring - Die Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung durch Unternehmen? 33
1. Definition, Entwicklung und Bedeutung des Sponsorings in der Bundesrepublik 33
1.1. Definition des Sponsorings 33
1.2. Entwicklung und Bedeutung des Sponsorings 35
1.3. Definition des Sozialsponsorings 37
2. Die Funktion des Sponsorings für Unternehmen 38
3. Die Funktion des Sozialsponsorings für Unternehmen 39
3.1. Thesen zur Funktion des Sozialsponsorings im Unternehmenskonzept 39
3.2. Die Funktion des Sozialsponsorings für Unternehmen - eine Analyse wirtschaftswissenschaftlicher Literatur 40
3.2.1. Die Auswirkungen des Wertewandels auf das Marketing 41
4. Klassifikation des Sozialsponsorings 47
5. Auswahlkriterien des Sponsors 49
6. Rückkoppelungseffekte des Sozialsponsorings 52
7. Ein weiteres Motiv der Sponsoren: Steuerliche Vorteile des Sponsorings 58
8. Die Anforderungen der Unternehmen an soziale Organisationen - Widerstände und Probleme der Sozialarbeiter 61
8.1. Definition und Ziele des Sozialmarketings 61
8.2. Methoden des Sozialmarketings 63
8.3. Widerstände und Probleme der Sozialarbeiter 64
9. Forschungsausblick: Gefahren des Sozialsponsorings aus dem Blickwinkel der Sozialarbeit 66
IV. Sozialsponsoring als Element der kommunalen Sozialpolitik? 68
1. Grenzen des Sozialsponsorings 70
1.1. Anwendungsbereiche des Sozialsponsorings 70
1.1.1. Tätigkeitsfelder der Sponsoren 70
1.1.2. Einschränkung des Anwendungsbereiches des Sozialsponsorings aufgrund der geforderten Marketingqualitäten 76
1.1.3. Risiko des Rückzugs der Sponsoren aufgrund gewandelter gesellschaftlicher Ausgangsbedingungen 78
1.2. Sozialsponsoring als Substitut der öffentlichen Finanzierung sozialer Aufgaben? 80
2. Möglichkeiten des Sozialsponsorings als komplementäres Element in der kommunalen Sozialpolitik 87
2.1. Sozialsponsoring in einer Innovationsfunktion 87
2.2. Das Modellprojekt Aachen: der Versuch, die Grenzen eines Werbeinstruments zu überwinden 89
3. Sozialsponsoring zwischen Chance und Risiko: Problem der Definition der "Komplementärität" im Kontext von Finanzierungskrisen 92
V. Entscheidungs- und Gestaltungspotentiale der Kommunen bei Sponsorships im sozialen Bereich 97
1. Auswirkungen auf die Entscheidungspotentiale der Kommunen bei der Entstehung von Sponsorships auf dem freien Markt 98
2. Kooperationen zwischen Kommunen und privatwirtschaftlichen Unternehmen im Sozialbereich 102
2.1. Ziele und Methoden der Untersuchung 101
2.2. Problem der Überprüfbarkeit der Aussagen der Befragten 104
2.3. Entscheidungskompetenzen der Kommunen innerhalb der Kooperation? 105
3. Gefahr der Abhängigkeit von großzügigen Sponsoren? 113
4. Konfliktlinien bezüglich der Kooperation? 114
VI. Zusammenfassung und Ausblick 116
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