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Einleitung:
Die Erbringung von Verwaltungsdienstleistungen durch die öffentliche Verwaltung und deren Inanspruchnahme durch die BürgerInnen ist im dünnbesiedelten ländlichen Raum von einigen Problemen begleitet. Die öffentliche Verwaltung hat Schwierigkeiten angesichts fehlender bzw. wegbrechender Steuereinnahmen und unverändert hoher Personalausgaben eine flächendeckende Versorgung mit Behörden aufrechtzuerhalten (Gebiets- und Verwaltungsreform), andererseits soll die Bürgerorientierung der Verwaltung als öffentlicher Dienstleister für die Bürger als "Kunden" (Neues Steuerungsmodell) verbessert werden.
Die betroffenen BürgerInnen sehen sich mit der Schließung von Ämtern und Behörden konfrontiert und müssen oftmals weite Entfernungen zurücklegen um beispielsweise Dienstleistungen der Kreisverwaltung in Anspruch zu nehmen.
In dieser Arbeit wird untersucht, ob und wie der Einsatz von E-Government-Anwendungen, sei es via Internet über ein Portal oder via verwaltungsinternem Intranet über Bürgerbüros das Angebot von Verwaltungsdienstleistungen des Landkreises erleichtern und verbessern kann. Am Beispiel des Landkreises Ludwigslust (Meckl.-Vorp.), der als E-Government Transferkommune des Bundeswettbewerbs MEDIA@Komm ausgezeichnet wurde, werden Potentiale aber auch Hindernisse dieses Ansatzes untersucht.
Dabei wird mittels einer groß angelegten repräsentativen Fragebogenumfrage zum einen die Bürgersicht abgebildet (z.B. Zustimmung zu E-Government, Zustimmung zu Verwaltungs- und Gebietsreform, technischer Ausstattungsgrad der Haushalte, etc.), zum anderen werden durch Interviews die Meinungen und Erfahrungen einiger beteiligter Amtsverwaltungen und des Landrates erfragt (z.B. Zustimmung der Angestellten, Bewertung der interkommunalen Kooperation, technische Ausstattung und Performance, etc.).
Der Autor gelangt nach abschließender Abwägung aller maßgeblichen Faktoren zu dem Ergebnis, dass insbesondere das Angebot von Verwaltungsdienstleistungen des Landkreises (zukünftig vielleicht noch anderer staatlicher Ebenen) auf der Ebene der Städte und Gemeinden vermittelt durch E-Government-Anwendungen in lokalen Bürgerbüros und Amtsverwaltungen ("front-offices") ein zukunftsweisendes Modell für den ländlichen Raum sein könnte. Unterstützt durch die rechtliche Delegierung von ausgewählten Verwaltungsaufgaben der Landkreise auf die Ebene der Städte und Gemeinden kann die kommunale Ebene gestärkt, Verwaltungsvorgänge vereinfacht und der Bürgerservice verbessert werden.
Der Ausbau von internetbasierten Anwendungen mittels eines Kreisportals sollte davon unbenommen fortgesetzt werden, denn der Rückhalt und die technischen Voraussetzungen seitens der BürgerInnen sind dafür durchaus gegeben. Allerdings zeigt sich auch die Grenze der Virtualisierung der Verwaltung, denn die Meinungen der BürgerInnen zu digitalen Transaktionen über eine elektronische Signatur sind sehr gespalten. Wenn E-Government intelligent und mit dem Menschen im Blick eingesetzt wird, kann es in der Tat große Vorteile für die Erbringung öffentlicher Dienstleistungen (nicht nur) im ländlichen Raum haben.
Inhaltsverzeichnis:
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| 1. |
Einleitung |
4
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| 2. |
Öffentliche Verwaltung im ländlichen Raum- eine problematische Aufgabe |
5
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| 2.1 |
Zum Begriff und zur Charakterisierung des ländlichen Raums |
5
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| 2.2 |
Wie wird die öffentliche Verwaltung räumlich organisiert? |
8
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| 2.3 |
Spezifische Probleme und Defizite öffentlicher Verwaltung im peripheren ländlichen Raum |
12
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| 2.3.1 |
Räumliche Einflussfaktoren |
12
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| 2.3.2 |
Demographische Einflussfaktoren |
14
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| 2.4 |
Fazit |
19
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| 3. |
E-Government und Verwaltungsreform - Wege aus der Krise? |
20
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| 3.1 |
Was ist E-Government? |
22
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| 3.2 |
In welchen Anwendungsbereichen spielt E-Government im ländlichen Raum seine Stärken aus? |
24
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| 3.2.1. |
Distribution von Verwaltungsdienstleistungen über das Internet |
26
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| 3.2.2. |
Distribution von Verwaltungsdienstleistungen über Bürgerbüros |
31
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| 3.3 |
Wo liegen Schwächen des E-Government Ansatzes für den ländlichen Raum? |
36
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| 3.3.1. |
Spezifische Schwächen des internetbasierten Dienstleistungsangebotes |
37
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| 3.3.2. |
Spezifische Schwächen von Bürgerbüros |
44
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| 3.4 |
Fazit |
46
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| 4. |
Fallstudie:Potentiale von E-Government im Landkreis Ludwigslust (Mecklenburg-Vorpommern) |
50
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| 4.1 |
Der Untersuchungsraum Landkreis Ludwigslust kurz vorgestellt |
50
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| 4.1.1 |
Der Landkreis Ludwigslust zeichnet sich durch seine Größe und relativ dünne Besiedlung aus |
50
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| 4.1.2 |
Eine Vielzahl von kleinen Gemeinden, Ämtern und Städten prägt (noch) die Verwaltungslandschaft |
51
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| 4.1.3 |
Der Landkreis Ludwigslust leidet kaum unter Abwanderungen |
52
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| 4.1.4 |
Der Landkreis Ludwigslust profitiert wirtschaftlich von seiner Nähe zur Metropolregion Hamburg |
54
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| 4.1.5 |
Die öffentlichen Haushalte der Gemeinden im Landkreis profitieren höchst unterschiedlich von der Wirtschaftsstärke |
55
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| 4.1.6 |
Einfluss der vorzufindenden Strukturen auf die Untersuchungsdurchführung |
56
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| 4.2 |
Die E-Government-Struktur im Landkreis Ludwigslust |
58
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| 4.2.1 |
Von der Idee zum E-Government Projekt |
58
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| 4.2.2 |
Derzeitiger Umsetzungsstand- was bietet das Portal? |
59
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| 4.2.3 |
Der langfristig erfolgreiches E-Government erfordert frühzeitige Evaluation von Schwächen und Risiken des Ansatzes |
61
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| 4.3 |
Empirische Erhebung zu den Potentialen von E-Government im Landkreis Ludwigslust |
63
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| 4.3.1 |
Forschungsfragen |
63
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| 4.3.2 |
Methodische Vorgehensweise |
64
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| 4.3.2.1 |
Schriftliche Befragung durch Fragebögen |
65
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| 4.3.2.2 |
Mündliche Befragung durchExperteninterviews anhand eines Gesprächsleitfadens |
71
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| 4.3.3 |
Auswertung der erhoben Daten |
74
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| 4.3.3.1 |
Auswertung der Fragebögen |
74
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| 4.3.3.2 |
Auswertung der Interviews |
101
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| 4.4 |
E-Government im Landkreis Ludwigslust- ein Ansatz mit Zukunft? |
117
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| 5. |
E-Government im ländlichen Raum- ein Fortschritt für Bürger und Verwaltung |
121
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Verzeichnisse |
124
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Anhang |
133 |