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Diplomarbeiten

 

 

Titel Das Gästeführungswesen im Wandel 
Untertitel Analyse von Angebotsformen und Organisationsstrukturen in deutschen Städten und Gemeinden 
AutorIn Katja Schmid 
Seiten 150 Seiten 
Hochschule Universität Trier Deutschland 
Art der Arbeit Diplomarbeit 
Abgabe 1998 
Note
Preis 38,00 EUR (inkl. MwSt.)
 
Bestellnummer 91000868 
Sprache Deutsch 
Medien Papier / CD 
Inhaltsangabe
Problemstellung:

Die derzeitige Situation der Städte und Gemeinden in Deutschland ist durch ökonomische, ökologische, technische, demographische und kulturelle Veränderungen geprägt. Die im Vergleich zu südeuropäischen Ländern geringe Attraktivität Deutschlands als Destination für die Haupturlaubsreise sowie der Wertewandel in der Gesellschaft hinsichtlich der immer größer werdenden Bedeutung weicher Standortfaktoren bei der Wohn- und Arbeitsplatzsuche bedingen eine immer stärker werdende Konkurrenz zwischen Städten und Gemeinden, um Touristen einerseits und um qualifizierte Arbeitskräfte andererseits.

Dieser Wandel beeinflußt zunehmend auch das Gästeführungswesen in Deutschland: Neben den touristischen Auskunftsstellen der Städte und Gemeinden treten verstärkt auf Führungen spezialisierte Reisebüros als Anbieter auf. Die Angebotspalette an Gästeführungen ist von großer Vielfalt und Ideenreichtum geprägt. Gästeführer schließen sich zu Gästeführervereinen zusammen und treten teilweise als eigenständige Anbieter auf. Die Auskunftsstellen befinden sich in einer Phase der Privatisierung, die in manchen Städten bereits zu einer Übergabe des Gästeführungsbereichs an private Unternehmen geführt hat.

Gäste- oder Stadtführungen stellen ein bedeutendes Mittel dar, um den Deutschlandtourismus zu stärken. Sie sorgen neben einem attraktiven Urlaubsangebot auch für die Verlängerung der Aufenthaltsdauer von Gästen. Darüberhinaus greifen sie einen Teil der kommunalen Imagebildung auf, indem sie sowohl Einheimischen ihre eigene Stadt näherbringen und damit von ihrer Attraktivität überzeugen, als auch Gäste zu einem Wohnortwechsel in die besuchte Stadt motivieren können.

Zahlreiche touristische Auskunftsstellen begreifen das Gästeführungswesen als eine Chance: Sie weiten ihr Angebot an Gästeführungen aus und passen es den veränderten Ansprüchen der Gäste an. Weiterhin suchen sie nach einer geeigneten Organisationsstruktur, um diesen wichtigen Bereich zeitgemäß in der Stadt oder Gemeinde zu etablieren.

Folgende Forschungsfragen beschäftigen diese Arbeit:

· Welche Arten von Gästeführungen gibt es?

· Welche Themen werden durch Gästeführungen behandelt?

· Gibt es neue Ideen und Konzepte bei der Durchführung von Gästeführungen, die den Erwartungen des Gastes des 21. Jahrhunderts gerecht werden?

· Inwieweit wird das Internet als Informations- und Kommunikationsmittel im Gästeführungswesen von den Kommunen eingesetzt?

· Wieviel kosten Gästeführungen?

· Wie ist das Gästeführungswesen von Städten oder Gemeinden organisiert?

· Wo behindert sich die Branche und wo unterstüzt sie sich?

· Kann das Vermittlungsgeschäft auch gewinnbringend sein?

· Welche Voraussetzungen müssen dafür erfüllt sein?

· Welche Anbieterarten strukturieren das Gästeführungswesen einer Stadt und welche Auswirkungen hat dies auf die touristischen Auskunftsstellen?

· Inwieweit beeinflußt die Privatisierung der touristischen Auskunftsstellen das Gästeführungswesen?

· Inwieweit ist es für Gemeinden sinnvoll, das Gästeführungswesen aus ihrem Einflußbereich zu geben?

· Inwieweit beeinflussen Gästeführervereine die Organisationsstruktur im Gästeführungswesen der Gemeinden?

Aus den Fragen ergeben sich folgende Zielsetzungen: Diese Arbeit möchte einen näheren Aufschluß über das Angebot an Gästeführungen geben. Dabei soll ein möglichst breites Spektrum an unterschiedlichen Arten und Themen erfaßt werden. Nicht nur die gängigen touristischen "Hochburgen", sondern auch Gemeinden ohne spektakuläres touristisches Potential oder Industriestädte werden in die Untersuchung einbezogen. Ferner wird die Preisgestaltung von Gästeführungen berücksichtigt.

Ziel ist außerdem die Analyse der Faktoren, die die Organisationsstruktur des Gästeführungswesens einer Stadt bilden oder beeinflussen. Diese Arbeit versteht sich als eine umfassende Marktanalyse der Angebots- und Anbieterseite im Gästeführungswesen unter besonderer Berücksichtigung der offiziellen touristischen Auskunftsstellen und gibt Handlungsempfehlungen für eine zeitgemäße Organisationstruktur. Somit richtet sich diese Arbeit an alle touristischen Auskunftsstellen und Stadtverwaltungen, des weiteren an alle Gästeführer, privaten Anbieter und Akteure im Gästeführungswesen.

Inhaltsverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis VII
Tabellenverzeichnis VIII
Anhangverzeichnis VIII
Abkürzungsverzeichnis IX
1. Problemstellung und Zielsetzung 1
2. Aufbau der Arbeit 3
3. Untersuchungsgegenstand: Gästeführungen 5
3.1 Forschungsstand 5
3.2 Definition und Begriffsabgrenzung 7
3.3 Geschichte der Gästeführungen 8
4. Theoretische Rahmenbedingungen 15
4.1 Gästeführungen und Tourismus 15
4.1.1 Einordnung der Gästeführungen in den Tourismus 15
4.1.2 Der Tourismusstandort Deutschland 16
4.1.3 Der Tourist der 90er Jahre 18
4.1.4 Bedeutung von Gästeführungen für den Tourismus 19
4.2 Gästeführungen und kommunale Imageplanung 20
4.2.1 Kommunale Imageplanung 20
4.2.2 Bedeutung von Gästeführungen für die kommunale Imageplanung 21
5. Angebotsformen von Gästeführungen in deutschen Städten und Gemeinden 25
5.1 Angebotsarten von Gästeführungen (Theorie) 25
5.1.1 Gästeführungen ohne Gästeführer 25
5.1.2 Gästeführungen mit Gästeführer 30
5.2 Methodik 31
5.2.1 Auswahl der Städte 31
5.2.2 Anschreiben der Städte und Rücklauf 32
5.2.3 Einteilung der Städte in Stadtgrößen und Stadttypen 34
5.2.4 Sichten und Auswerten des Prospektmaterials 38
5.3 Ergebnisse der Prospektanalyse 38
5.3.1 Fortbewegungsmittel 39
5.3.2 Dauer und Preise 42
5.3.3 Themen 46
5.3.4 Einzelobjekte 54
5.3.5 Kommunikative Gesichtspunkte 57
5.3.6 Zielgruppen 59
5.3.7 Sprachen 60
5.3.8 Präsentationsform 61
5.4 Bewertung der Ergebnisse 64
6. Organisationsstrukturen im Gästeführungswesen am Beispiel von Trier, Lübeck, Dresden, München und Freiburg 69
6.1 Elemente der Organisationstrukturen im Gästeführungswesen (Theorie) 70
6.1.1 Privatisierung von Fremdenverkehrsämtern 70
6.1.2 Vermittlung von Gästeführungen: Zuschußgeschäft oder gewinnbringend? 73
6.1.3 Anbieter von Gästeführungen 79
6.1.4 Bedeutung von Gästeführervereinen für das Gästeführungswesen 83
6.2 Methodik 86
6.2.1 Auswahl der Städte 87
6.2.2 Auswahl der Experten 87
6.2.3 Durchführung der Interviews 89
6.3 Ergebnisse der Experteninterviews in den Beispielstädten 90
6.3.1 Trier 91
6.3.2 Lübeck 96
6.3.3 Dresden 101
6.3.4 München 107
6.3.5 Freiburg 112
6.4 Bewertung der Ergebnisse 118
7. Ergebnisse, Schlußfolgerungen, Empfehlungen 121
7.1 Einschätzung der Branche 121
7.2 Schlußfolgerungen und Handlungsempfehlungen 122
Literatur- und Quellenverzeichnis 125
Expertenverzeichnis 133
Anhang 135
 
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