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Titel Herkunft und Verbreitung des "Neuen Steuerungsmodells" in der deutschen Kommunalverwaltung 
Untertitel  
AutorIn Bernd Vogel 
Seiten 147 Seiten 
Hochschule Bayerische Hochschule Deutschland 
Art der Arbeit Diplomarbeit 
Abgabe 1998 
Note 1,7 
Preis 38,00 EUR (inkl. MwSt.)
 
Bestellnummer 91000991 
Sprache Deutsch 
Medien Papier / CD 
Inhaltsangabe
Gang der Untersuchung:

Die vorliegende Arbeit zur "Herkunft und Verbreitung des Neuen Steuerungsmodells in der deutschen Kommunalverwaltung" ist in drei Hauptkapitel unterteilt.

Zunächst wird die Genese des Neuen Steuerungsmodells vor dem Hintergrund der internationalen New Public Management-Debatte analysiert. Eine maßgebliche Rolle bei der Rezeption dieses Gedankengutes spielte die Kommunale Gemeinschaftsstelle (KGSt), deren Arbeitsweise und Organisation in Bezug auf den Konzept-Entwicklungsprozeß untersucht wird. Anschließend werden ausgewählte Bausteine des Neuen Steuerungsmodells einer kritischen Analyse unterzogen.

Im folgenden Kapitel wird wissenschaftssoziologisch der Frage nachgegangen, wie das Neue Steuerungsmodell in der deutschen Kommunalverwaltung Verbreitung fand: Es zeigt sich, daß es ihrem (ehemaligen) Vorsitzenden, Gerhard Banner, gelang, neue Reformkoalitionen zu "schmieden" und im Zeichen der neuen, betriebswirtschaftlich-managerialen Ausrichtung einen spezifischen Markt (bzw. Arena) geschaffen zu haben, auf dem sich zunehmend mehr Akteure "tummeln", wie z.B. die Bertelsmann-Stiftung, neue Fachzeitschriften, Verlage, Professoren, die Hochschule Speyer und insbesondere Consultant-Unternehmen. Die Ziele und Strategien dieser Akteure werden dabei kritisch analysiert.

Zur Klärung, welche Konzeptelemente bei deutschen Kommunalverwaltungs-Reformen tatsächlich und aus welchen Gründen zur Anwendung gelangen, wird daraufhin eine Sekundäranalyse mehrerer aktueller Umfragen durchgeführt und tabellarisch dargestellt.

Unter Bezugnahme auf diese Aggregatdaten wird im abschließenden Kapitel anhand dreier Fallstudien empirisch analysiert, wie das Neue Steuerungsmodell in der Praxis diskutiert und umgesetzt wird. Am Beispiel Berlins, Nürnbergs und Bambergs wird gezeigt, welche Veränderungen festzustellen sind und wie diese zu beurteilen sind. In diese Evaluation fließen die jeweilige verwaltungspolitische Problemlage und der Entscheidungsprozeß zur Verwaltungsmodernisierung mit ein. Die strukturellen Unterschiede der untersuchten Städte lassen die spezifischen Verlaufsmuster (Problemdefinition, Diskussion des Neuen Steuerungsmodells, Umsetzungsweise) besonders kontrastreich erscheinen. Es zeigt sich dabei, daß es mit monetärem (Groß-)Einsatz allein nicht getan ist (wie in Berlin); nicht zu vernachlässigen auf dem Reformweg ist vor allem der frühzeitige und motivierende Einbezug der Mitarbeiter und der zentralen gewerkschaftlichen und politischen Entscheidungsträger. Maßgeblichen Einfluß auf den Reformerfolg scheint auch die Berücksichtigung wissenschaftlicher Beratung und die bewußte Bezugnahme auf frühere Erfahrungen zu haben.

Inhaltsverzeichnis:

I. Fragestellung und Anlage der Arbeit 1
II. Historische Genese des "Neuen Steuerungsmodells" 5
1. Die angelsächsische "New Public Management"-Debatte der 80er Jahre 5
2. Die Konzeptentwicklung des "Neuen Steuerungsmodells" 13
a) Die KGSt: Organisation, Arbeitsweise, Wirkungskreis 13
b) Der Verlauf der Konzeptentwicklung 17
3. Das "Neue Steuerungsmodell" vor dem Hintergrund des "New Public Management" 22
a) Die Elemente des "Neuen Steuerungsmodells" 22
b) Zur Mängelanalyse der KGSt 28
c) Zum Verhältnis von Politik und Verwaltung 31
d) Das "Neue Steuerungsmodell": deutsche Variante oder lediglich verkürzter Ausschnitt des "New Public Management"? 35
III. Die Verbreitungswege des "Neuen Steuerungsmodells" 39
1. Gerhard Banner als zentraler Akteur 40
a) Der Kurswechsel der KGSt zu Beginn der 90er Jahre 40
b) Neue Reformkoalitionen 44
2. Das "Neue Steuerungsmodell" als Arena: Akteure und Interessen 47
a) Professoren als Promotoren des "Neuen Steuerungsmodells" 49
b) Fachzeitschriften und das "Neue Steuerungsmodell" 55
c) Die Bertelsmann Stiftung als Financier von Reformprojekten 58
d) Die Rolle der Gewerkschaft ÖTV im Verbreitungsprozeß 68
e) Unternehmensberater verkaufen das "Neue Steuerungsmodell" 71
3. Erklärung des Verbreitungsprozesses: PR oder Wissensproduktion? 74
IV. Verbreitung des "Neuen Steuerungsmodells" 80
V. Das "Neue Steuerungsmodell" in der Praxis: Verwaltungsmodernisierung in Berlin, Nürnberg und Bamberg 90
1. Das Berliner Projekt "Unternehmen Verwaltung" 91
a) Verwaltungsaufbau und verwaltungspolitische Probleme 92
b) Der Entscheidungsprozeß zur Verwaltungsmodernisierung 94
c) Reformkonzept 97
d) Organisation und Umsetzung des Reformprojektes 98
e) Erklärung der Umsetzungsprobleme und Bewertung 102
2. Verwaltungsreform in Nürnberg 107
a) Ausgangslage 107
b) Der Entscheidungsprozeß zur Verwaltungsmodernisierung 108
c) Reformziele und Konzeptumsetzung 112
d) Bewertung 115
3. Bambergs Versuch der Verwaltungsmodernisierung 117
a) Ausgangslage und Entscheidungsprozeß zur Verwaltungsmodernisierung 117
b) Konzept und Konzeptumsetzung 118
c) Bewertung 121
4. Zusammenschau der Modernisierungsansätze 121
VI. Was bleibt vom "Neuen Steuerungsmodell"? - Eine Schlußbetrachtung 125
 
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