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Titel Grenzüberschreitende Zusammenarbeit als Chance für kulturtouristische Destinationen 
Untertitel Das Beispiel der Städte Trier und Luxemburg 
AutorIn Marco Peters 
Seiten 149 Seiten 
Hochschule Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen (RWTH) Deutschland 
Art der Arbeit Magisterarbeit 
Abgabe 2008 
Note 1,3 
Preis 38,00 EUR (inkl. MwSt.)
 
Bestellnummer 91011751 
Sprache Deutsch 
Medien  
Inhaltsangabe
Einleitung:

Kultur und Tourismus sind heute zweifelsfrei zwei Seiten einer Medaille. Zahlreiche Kultureinrichtungen brauchen den Tourismus ebenso wie die Kultur, als Motiv für die touristische Nachfrage, eine immer wichtigere Rolle einnimmt. Die Kultur war und ist dabei ein wesentlicher "Pull-Faktor" für den Tourismus in Städten. In diesem Zusammenhang stellt der Kulturtourismus ein wichtiges Marktsegment des Städtetourismus dar, welches sich in vielerlei Ausprägungen widerspiegelt. Manchmal scheinen die Begriffe "Kultur" und "Stadt" gar zu Synonymen zu werden, da sie beide Gegenentwürfe zur Natur darstellen. Diese Einschätzung ist allerdings nicht ganz richtig, denn auch ländliche Gebiete oder industrielle Räume können über kulturtouristische Potentiale verfügen, wenn auch meist nicht in dem Maße wie städtische Gebiete. Die vorliegende Arbeit konzentriert sich jedoch ausschließlich auf den städtischen Kulturtourismus, und zwar anhand der Fallbeispiele Trier und Luxemburg-Stadt. Darüber hinaus thematisiert und analysiert die Abhandlung die geographische Lage der beiden Beispieldestinationen in einem europäischen Grenzgebiet und die daraus resultierenden Potentiale grenzüberschreitender Kooperationen.

Problemstellung:

Als Basis der praxisnahen Untersuchung des Kulturtourismus in den Beispielstädten soll zunächst eine theorieorientierte Grundlagenanalyse zum Kulturtourismus in Städten ausgearbeitet werden. Bei der Analyse allgemeiner Angebots- und Nachfragestrukturen, Strategien und Konzepte sowie Wirkungen und Entwicklungstrends im städtischen Kulturtourismus soll jedoch immer beachtet werden, dass ein Bezug zum Kulturtourismus in den Beispieldestinationen besteht, sodass die Grundlagenuntersuchung sinnvolle und notwendige Informationen zur praxisorientierten Analyse liefert.

Eine zentrale Problemstellung im Hinblick auf den Kulturtourismus in Trier und Luxemburg-Stadt liegt in der Herausstellung und Erläuterung der Stärken und Schwächen sowie Chancen und Risiken des kulturtouristischen Profils der beiden Städte mit Hilfe einer SWOT-Analyse. Aus den daraus gewonnen Erkenntnissen soll ein Vergleich des Kulturtourismus in den Beispieldestinationen erfolgen. Die Gegenüberstellung der kulturtouristischen Profile ist wichtig für die Analyse der grenzüberschreitenden Kooperationen im Kulturtourismus, dem zweiten zentralen Aspekt der Arbeit. In diesem Zusammenhang sollen vergangene und gegenwärtige (kultur-)touristische Kooperationen zwischen Trier und Luxemburg-Stadt vorgestellt und erläutert werden. Außerdem sollen mögliche zukünftige Vernetzungen, insbesondere vor dem Hintergrund des "Europäischen Kulturhauptstadtjahres 2007" in Luxemburg und der Großregion, aufgezeigt werden.

Gang der Untersuchung:

Die vorliegende Abhandlung setzt sich - wie oben dargelegt - aus zwei elementaren Bausteinen zusammen. Der erste Teil stellt eine theoretische Grundlagenanalyse des Kulturtourismus dar, wobei der Schwerpunkt auf der Untersuchung des städtischen Kulturtourismus liegt. Hierzu wurde größtenteils deutsche, aber auch englischsprachige Fachliteratur aus touristischen bzw. kulturwissenschaftlichen Forschungsbereichen ausgewertet. Darüber hinaus wurden (kultur-)touristische Untersuchungen und Studien herangezogen, sofern diese dem Verfasser zugänglich waren, v. a. um Informationen über die kulturtouristische Nachfrage zu erhalten.

Der zweite Schwerpunkt der Arbeit liegt auf der praxisbezogenen Analyse des Kulturtourismus in den Destinationen Trier und Luxemburg-Stadt sowie auf der Untersuchung grenzüberschreitender, kulturtouristischer Kooperationen zwischen den beiden Städten. Im Rahmen des praxisorientierten Teilbereichs der Arbeit wurden, neben der Auswertung von deutscher und französischsprachiger Fachliteratur bzw. touristischer Studien, auch insgesamt fünf Expertengespräche mit verschiedenen Vertretern aus den Bereichen Kultur und Tourismus der Beispielstädte geführt. Die "Face-to-Face-Interviews" fanden im Oktober 2007 statt, dauerten zwischen 40 und 60 Minuten und wurden in Form von Leitfadeninterviews geführt. Die Gespräche wurden mit dem Einverständnis der Befragten auf Tonband aufgezeichnet und anschließend transkribiert. Die schriftlichen Fassungen der Interviews befinden sich im Anhang der vorliegenden Arbeit. Leitfadengespräche mit entsprechenden Experten stellen in der qualitativen Tourismusforschung ein wichtigstes Instrument dar.

Die Vorteile und Ziele eines Leitfadengespräches werden darin gesehen, dass durch die offene Gesprächsführung und die Ausweitung der Antwortspielräume der Bezugsrahmen des Befragten bei der Fragebeantwortung miterfasst werden kann. So kann ein Einblick in die Relevanzstrukturen und Erfahrungshintergründe des Befragten gewonnen werden. Die Befragung wird dabei auf der Grundlage eines Interview-Leitfadens geführt, der garantieren soll, dass alle forschungsrelevanten Themen angesprochen werden und später zumindest eine rudimentäre Vergleichbarkeit der Gesprächsergebnisse möglich ist. Ein Nachteil der Leitfadengespräche liegt darin, dass durch die offene Fragestellung zwar das spontane Kommunikationsverhalten des Befragten gefördert wird, es auf der anderen Seite jedoch durch das Informationsinteresse des Interviewers wiederum kontrolliert und unterdrückt wird. Die geführten Expertengespräche erheben nicht den Anspruch auf Repräsentativität, sondern zeichnen sich durch ihren qualitativen Charakter aus. Die Befragungen dienen in erster Linie dazu, aktuelle Informationen über den Kulturtourismus in Trier und Luxemburg-Stadt sowie über grenzüberschreitende Kooperationen zu erhalten und einen Einblick in zukünftige Projekte zu bekommen.

Eine weitere Methode, die im praktischen Tei der Arbeit angewendet wurde, ist die sog. SWOT-Analyse. Die SWOT-Analyse ist eine verbreitete Methode, um die Stärken (strengths), die Schwächen (weaknesses), die Chancen (opportunities) und die Risiken (threats) eines Produktes, in diesem Fall des Kulturtourismus in den Beispieldestinationen, herauszuarbeiten und zu analysieren. Aus den Erkenntnissen dieser Analyse lassen sich Handlungsschritte und Strategien ableiten, die die Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit eines Produktes erhalten bzw. steigern.

 
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