Einleitung:
Die Imagebildung als unterstützendes Marketinginstrument von Unternehmen bei der Vermarktung angebotener Produkte und Dienstleistungen konnte in den letzten 20 Jahren einen immensen Wertanstieg verzeichnen. Immer mehr Unternehmen und Institutionen versuchen anhand von imagebildenden Maßnahmen die Wahrnehmung von Kunden positiv zu beeinflussen, um die Marken-Loyalität zu erhöhen und um eine nachhaltige Kundenbindung zum Unternehmen zu generieren.
Nicht nur im Bereich des industriellen Marketings bzw. des Handelsmarketings wird von dem Instrument der Imagebildung Gebrauch gemacht, auch im Bereich des Städtetourismus kann ein Trend hin zur forcierten Imagebildung von touristischen Destinationen beobachtet werden. Andauernder Konkurrenzdruck zwischen touristischen Destinationen zwingt verantwortliche Marketingdirektionen zu einer exakten Positionierung und intensiveren Imagebildung einer Stadt. Dadurch soll einer Destination die notwendige Durchsetzungskraft auf dem hartumkämpften Markt des wirtschaftlichen Städtetourismus zu verleihen.
Das gefühlte bzw. durch Studien belegte negative Image der oberösterreichischen Landeshauptstadt Linz stellt den Anstoß für das in dieser Diplomarbeit behandelte Thema dar. Die Ermittlung des Destinationsimages von Linz, soll eine Basis für ein erfolgreiches Städtemarketing und eine Verbesserung des aktuellen Images der Stahlstadt hin zu einem nachhaltigen Bild einer Kulturhauptstadt repräsentieren und die Ableitung adäquater Marketingmaßnahmen gewährleisten.
Die Anwendung von empirischen Messinstrumenten zur Beurteilung des Destinationsimages der Stadt Linz, welche in Form von Interviews, aufbauend auf 2 unterschiedlicher Befragungsmethoden, durchgeführt wird, eröffnet die Möglichkeit die Ergebnisse dieser Methoden zu vergleichen und gegebenenfalls Aussagen über die Validität der ausgewerteten Daten zu treffen.
Zielsetzung:
Das Ziel dieser Arbeit ist es, eine Imageanalyse durchzuführen, welche Aufschluss über das tatsächliche Image der Stadt gibt und eine Basis bildet um Marketingaktivitäten darauf aufzubauen. Die Erstellung des Destinationsimages geschieht durch das Abhalten von Interviews mit in Linz ansässigen Personen aus 4 selektierten Berufsgruppen: Lehrer; Ärzte; Pensionisten; Studenten.
Der Durchführung der Interviews liegt ein Fragebogen zu Grunde, welcher sowohl offene als auch geschlossen Fragenstellungen beinhaltet. Dabei soll beobachtet werden ob sich die Ergebnisse der einzelnen Berufsgruppen ähneln und ob gegebenenfalls das Image der im Fragebogen angeführten Städte und dem Image von Linz im Speziellen je nach Art der Tätigkeit variiert.
Darüber hinaus sollen mit Hilfe von verschiedenen Analyseverfahren signifikante Ergebnisse aus den Daten gewonnen und gegenübergestellt werden. Nach Abschluss der erfolgten Analyse ,sollen unter Berücksichtigung der speziell auf die Stadt Linz bezogenen offenen Fragen, Handlungsempfehlungen zur Optimierung des bestehenden Destinationsimages gegeben und kurz beschrieben werden.
Gang der Untersuchung:
Im Anschluss an Kapitel 1, das sich, nach zunächst einleitenden Worten, der Zielsetzung und dem Aufbau der Arbeit widmet, folgt der theoretische Teil in Kapitel 2. Dieser beschäftigt sich mit Erklärungen und Definitionen in dieser Arbeit verwendeter Begriffe. Eine kurze Einführung in den Wahrnehmungsprozess bzw. -zugang von Personen, sowie erklärende Worte zum Thema Image und Imagebildung sind unerlässlich um die Arbeitsschritte in Kapitel 3 und Kapitel 4 Arbeit nachvollziehen und verstehen zu können.
Im 3. Abschnitt, dem Schwerpunkt der Diplomarbeit, werden die Methoden zur Durchführung von Imageanalysen beschrieben und Einblick in die tiefere Struktur des für die Erstellung des Destinationsimages der Stadt Linz generierten Fragbogens gegeben. In einem weiteren Schritt werden anschließend unter Punkt 3.5 die Ergebnisse der Studie genau analysiert und erläutert.
Kapitel 4 soll aus den in Kapitel 3 analysierten Datensätzen abgeleitete Handlungsempfehlungen zur Optimierung des touristischen Images der Stadt Linz geben und Verbesserungsvorschläge im Bereich des Marketings und der Kommunikation vorstellen.
Abgeschlossen wird die Arbeit im 5. Kapitel durch einen Kommentar zu den Forschungsergebnissen, einer Zusammenfassung und Kritik der erlangten Erkenntnisse.