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Diplomarbeiten

 

 

Titel Auswirkungen des europäischen Emissionshandelssystems auf den Kraftwerkseinsatz in Deutschland 
Untertitel  
AutorIn Jochen Schröter 
Seiten 107 Seiten 
Hochschule TU Berlin/Universidad Austral de Chile Deutschland 
Art der Arbeit Diplomarbeit 
Abgabe 2004 
Note
Preis 74,00 EUR (inkl. MwSt.)
 
Bestellnummer 91007894 
Sprache Deutsch 
Medien Papier / CD 
Inhaltsangabe
Zusammenfassung:

Die für 2005 geplante Einführung eines CO2-Emissionshandelssystems in den Mitgliedsstaaten der EU wird maßgeblichen Einfluss auf die variablen Kosten der Stromerzeugung in Deutschland haben. Je nach Anlagenwirkungsgrad und Art des eingesetzten Brennstoffes werden die Auswirkungen für die einzelnen Kraftwerke jedoch sehr unterschiedlich ausfallen. Dadurch wird sich die von den variablen Kosten abhängige Einsatzreihenfolge der Kraftwerke (Merit Order) verändern.

In dieser Arbeit werden anhand eines Kraftwerkseinsatz-Modells die zu erwartenden Veränderungen in der Merit Order untersucht. Die sich daraus ergebenen Stromerzeugungsstrukturen werden in Abhängigkeit von CO2-Zertifikatepreisen zwischen 0 und 40 Euro/t CO2 berechnet. Darüber hinaus wird betrachtet, in welchem Ausmaß die Energieversorgungsunternehmen von der Einführung des Emissionshandels betroffen sind. Die Berechnungen zeigen, dass mit steigenden Zertifikatepreisen zunehmend Braunkohlekraftwerke aus der Grundlast verdrängt und von Steinkohle- und GuD-Kraftwerken ersetzt werden. Ihr Anteil an der Erzeugung von Grundlaststrom geht von rund 34% auf bis zu 15% zurück.

In der Mittellast steigen die Erzeugungsanteile von konventionellen Gaskraftwerken und Gasturbinen. Die kraftwerksbedingten CO2-Emissionen sinken aufgrund des verstärkten Einsatzes kohlenstoffärmerer Brennstoffe bei Zertifikatepreisen von 5-40 Euro/t CO2 um 4-9% ab. Auf die Energieversorgungsunternehmen wirkt sich die Einführung des Emissionshandels unterschiedlich aus. EON und EnBW können die Stromerzeugung um 5-8%, die kleineren Stromerzeuger um bis zu 19% steigern. Vor allem RWE hat Rückgänge in der Stromerzeugung um bis zu 17% zu verzeichnen. Bei Vattenfall sinkt die erzeugte Strommenge erst ab Zertifikatepreisen von 20 Euro/t CO2 moderat um 2-5%.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 1
2. Emissionshandel 3
2.1 Das europäische Emissionshandelssystem 3
2.2 Prinzip des Emissionshandels 4
2.3 Auswirkungen des Emissionshandels auf die Energiewirtschaft 5
2.4 Abschätzung der künftigen Zertifikatepreise 8
3. Modell des Kraftwerkseinsatzes in Deutschland 9
3.1 Kraftwerkspark 10
3.2 Darstellung des Lastverlaufes 11
3.3 Einteilung der Lastbereiche 14
3.4 Reserveleistung 17
3.5 Verfügbarkeit der Kraftwerke 19
3.6 Wirkungsgrade 21
3.6.1 Entwicklung der Kraftwerks-Wirkungsgrade 21
3.6.2 Wirkungsgrad-Berechnung 23
3.7 Regenerative Stromerzeugung 27
3.8 Kosten der Stromerzeugung 30
3.9 Brennstoffpreise 32
3.9.1 Steinkohle 32
3.9.2 Erdgas 33
3.9.3 Heizöl 34
3.9.4 Braunkohle 34
3.9.5 Kernbrennstoffe 35
3.10 Anfahrkosten 36
3.11 Brennstoffwechsel 39
4. Berechnungen 42
4.1 Berechnung der Lastbereiche 42
4.2 Berechungen bei der Datenbankabfrage 45
4.3 Berechnung des Kraftwerkseinsatzes 47
4.3.1 Kraftwerkseinsatz nach Variante A 47
4.3.2 Kraftwerkseinsatz nach Variante B 49
4.4 Stromerzeugungsstruktur 51
4.5 Berechnung der CO2 -Emissionen 52
4.6 Stromerzeugungsanteile der Energieversorger 53
5. Ergebnisse 54
5.1 Veränderung der Merit Order 54
5.2 Auswirkungen des Emissionshandels auf die Stromerzeugungsstruktur 58
5.2.1 Stromerzeugungsstruktur vor Einführung des Emissionshandels 59
5.2.2 Kraftwerkseinsatz nach Variante A 60
5.2.3 Kraftwerkseinsatz nach Variante B 63
5.2.4 Vergleich des Kraftwerkseinsatzes nach Variante A und B 65
5.3 CO2 -Emissionen 67
5.4 Stromerzeugungsanteile der Energieversorger 68
6. Zusammenfassung 73
7. Ausblick 75
8. Literaturverzeichnis 77
9. Anhang 82
Anhang A Lastdaten 82
Anhang B Ergebnisse der Kraftwerkseinsatz-Variante A 86
Anhang C Ergebnisse der Kraftwerkseinsatz-Variante B 91
Anhang D Erzeugungsanteile der Energieversorger 93
 
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