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Diplomarbeiten

 

 

Titel Ganzheitliches Performance Management mit der Balanced Scorecard? 
Untertitel  
AutorIn Marco Jaeger 
Seiten 145 Seiten 
Hochschule Technische Universität Dortmund Deutschland 
Art der Arbeit Diplomarbeit 
Abgabe 2001 
Note 1,3 
Preis 58,00 EUR (inkl. MwSt.)
 
Bestellnummer 91005056 
Sprache Deutsch 
Medien Papier / CD 
Inhaltsangabe
Einleitung:

Unternehmerisches Handeln besteht in der zielgerichteten Steuerung von Chancen und Risiken. In einem von zunehmender Dynamik und Komplexität gekennzeichneten Wettbewerb bedeutet Steuerung mehr als das bloße Erkennen von Chancen und Risiken. Vielmehr hängt die tatsächliche Nutzung von Chancen bzw. Vermeidung von Risiken von der zielführenden Beeinflussung der unternehmensindividuellen Stellgrößen ab. Sind aber diejenigen Größen, die noch häufig in Unternehmen zur Steuerung herangezogen werden, tatsächlich die erfolgskritischen Stellgrößen?

Die Antwort lautet häufig "Nein", denn "Seien wir doch ehrlich: Jede Jahresrechnung ist falsch." Und damit darf wohl auch mit Recht die Steuerungseignung derjenigen Kennzahlen- und Steuerungssysteme angezweifelt werden, deren Grundlage diese Jahresrechnungen bilden. Traditionelle Steuerungsgrößen und -systeme orientieren sich an kurzfristigen finanziellen Erfolgsgrößen, die der vergangenen Periode entstammen. Darüber hinaus unterliegen sie bedingt durch die Disharmonie (Handels- vs. Steuerrecht in Deutschland) der Rechnungslegung häufig einer bilanzpolitischen Verzerrung. Eng damit zusammen hängt die mangelnde Kapitalmarkt- und Risikoorientierung jahresabschlussorientierter Steuerungssysteme. Die Betrachtung von vergangenen Ein-Jahres-Perioden schließt - an sich - einen Strategie- und Zukunftsbezug der Steuerungsgrößen aus. Ohne Zweifel stellen sie zwar eine Hilfe für kurzfristige Entscheidungen dar, als Grundlage strategischer Entscheidungen sind sie hingegen unzureichend.

Eine Vielzahl von Konzepten wissenschaftlicher Herkunft konkurrieren mit einer noch weitaus größeren Anzahl von Beratungsprodukten zur Verzahnung von operativer und strategischer Unternehmenssteuerung. Letztlich treten alle mit dem gleichen Anspruch an: Die Existenz des Unternehmens langfristig zu sichern, die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern und die heterogenen Interessen der Stakeholder auszugleichen.

Kurzum: Die Performance, als Leistung und in der Folge als Wert der Unternehmung, soll mittels dieser Konzepte, die sämtlich an den Faktoren Zeit, Kosten, Qualität und Flexibilität der unternehmerischen Steuerungsebenen ansetzen, verbessert werden. Begrifflich und inhaltlich sind die Grenzen und Gemeinsamkeiten die Konzepte ebenso fließend wie grenzenlos. Da koexistieren relativ 'harte' Ansätze des Performance Measurement neben 'weichen' Ansätzen. Zu diesen weichen Ansätzen zählt bspw. das Change Management mit dem wesentlichen Charakteristikum eines Netzwerks selbständiger, hochintegrierter und selbststeuernder Gruppen, in dem der engagierte, kommunikative, kooperative Mensch als Erfolgsfaktor in den Mittelpunkt einer durch kreative Unruhe und Konfliktfähigkeit veränderungsfreundlichen Unternehmenskultur tritt. [Simon 2000] Aha?! Ist das jetzt der Weg? Oder eher ein weiteres Ziel?

Die zentrale Frage bleibt weiterhin unbeantwortet: Wie steigere ich die Performance? Steuerung bedeutet: Ziele zur Leistungs- und Wertsteigerung setzen - Strategien zur Zielerreichung formulieren - Maßnahmen zur Umsetzung der Strategie festlegen - Zielerreichung messen. Das grundlegende Problem der Steuerung besteht, wie in empirischen Studien mehrfach belegt, in der Verbindung der unmittelbaren Werttreiber mit den vorgelagerten Stellgrößen. Zur Auflösung des Steuerungsproblems widmet sich die Diplomarbeit der Frage, ob und vor allem wie ganzheitliches Performance Management mit Hilfe des Instruments der Balanced Scorecard möglich und sinnvoll ist?

Die Diplomarbeit wird allen weiterhelfen, die wissen wollen, wie man Performance Management handhabbar erklären kann, auf welche Unternehmensbereiche sich Performance Management bezieht und wie sich Performance Management von Performance Measurement unterscheidet. Außerdem soll der Fokus auf den gemeinsamen Inhalt von Beratungsprodukten einerseits und derjenigen Ansätze wissenschaftlichen Ursprungs des Performance Management gerichtet werden. Ferner wird ein konkretes, gleichsam theoretisch wie empirisch erfolgsversprechendes Instrument des Performance Management - die Balanced Scorecard - ganzheitlich dargestellt, d.h. es werden über die Präsentation des Konzepts hinaus auch Umsetzungshilfen vorgestellt. Somit wird dem Leser/ Nutzer der Diplomarbeit ein ganzheitliches Werk zur Steigerung der Performance vorgelegt.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einführung und Motivation 1
1.1 Unternehmerische Herausforderungen 1
1.2 Motivation der Untersuchung 3
1.3 Zielsetzung und Konzeption der Arbeit 6
2. Bewertung traditioneller Ansätze der Steuerung 8
2.1 Formale Differenzierung von Steuerungssystemen - Systemkritik 8
2.1.1 Kennzahlensysteme 8
2.1.2 (Führungs-) Informationssysteme 11
2.2 Inhaltliche Kritik an traditionellen Steuerungssystemen 13
2.2.1 Orientierung an kurzfristigem finanziellen Erfolg 13
2.2.2 Vergangenheitsorientierung und bilanzpolitische Verzerrung 15
2.2.3 Mangelnde Strategieorientierung und Kontextsteuerung 17
2.2.4 Fehlende Kapitalmarkt- und Risikoorientierung 18
2.2.5 Mangel der Beeinflussbarkeit durch das Management 21
2.2.6 Mangelnde Wirkungsrelationen wertorientierter Ansätze 21
2.2.7 Lokale Optimierung herkömmlicher Management-Ansätze 23
3. Performance Measurement und Management 26
3.1 Definitorische Vielschichtigkeit 26
3.1.1 Grundüberlegungen 26
3.1.2 Performance Management im engeren Sinne 27
3.1.3 Performance Management im weiteren Sinne 29
3.1.4 Ganzheitliches Performance Management 30
3.2 Bezugsrahmen des Performance Management 35
3.2.1 Prozess des Strategischen Managements 36
3.2.1.1 Phase der strategischen Zielplanung 38
3.2.1.2 Phase der strategischen Analyse und Prognose 38
3.2.1.3 Phase der Strategieformulierung und -bewertung 42
3.2.1.4 Phase der Strategieimplementierung 43
3.2.1.5 Phasenbegleitende strategische Kontrolle 46
3.2.2 Organisatorische und systemische Einbindung 48
3.2.3 Zusammenfassende Darstellung des Bezugsrahmens 52
4. Performance Management mit der Balanced Scorecard 55
4.1 Das Grundmodell der Balanced Scorecard 56
4.1.1 Balanced Scorecard als Performance Measurement System 56
4.1.2 Balanced Scorecard als Management System 63
4.1.3 Konzeptionelle Kritik an der Balanced Scorecard 66
4.2 Die Balanced Scorecard im strategischen Management 68
4.2.1 BSC in der Phase der strategischen Zielplanung 69
4.2.1.1 Implizite vs. explizite Berücksichtigung von Sichtweisen 69
4.2.1.2 Elementare Sichtweisen 73
4.2.2 BSC in der Phase der Analyse und Prognose 77
4.2.2.1 Berücksichtigung von Chancen und Risiken 77
4.2.2.2 Berücksichtigung von Stärken und Schwächen 84
4.2.2.3 Gewährleistung der Wettbewerbsorientierung 89
4.2.3 BSC und SVA zur Bewertung von Strategien 94
4.2.4 BSC in der Phase der Strategieimplementierung 101
4.2.5 BSC in der Phase der Kontrolle 109
4.3 Integrative Wirkung der Balanced Scorecard 111
5. Gestaltungsrahmen des Performance Management 115
6. Schlussbetrachtung 122
Literaturverzeichnis 124
Anhang 135
 
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