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Einleitung:
Unternehmerisches Handeln besteht in der zielgerichteten Steuerung von Chancen und Risiken. In einem von zunehmender Dynamik und Komplexität gekennzeichneten Wettbewerb bedeutet Steuerung mehr als das bloße Erkennen von Chancen und Risiken. Vielmehr hängt die tatsächliche Nutzung von Chancen bzw. Vermeidung von Risiken von der zielführenden Beeinflussung der unternehmensindividuellen Stellgrößen ab. Sind aber diejenigen Größen, die noch häufig in Unternehmen zur Steuerung herangezogen werden, tatsächlich die erfolgskritischen Stellgrößen?
Die Antwort lautet häufig "Nein", denn "Seien wir doch ehrlich: Jede Jahresrechnung ist falsch." Und damit darf wohl auch mit Recht die Steuerungseignung derjenigen Kennzahlen- und Steuerungssysteme angezweifelt werden, deren Grundlage diese Jahresrechnungen bilden. Traditionelle Steuerungsgrößen und -systeme orientieren sich an kurzfristigen finanziellen Erfolgsgrößen, die der vergangenen Periode entstammen. Darüber hinaus unterliegen sie bedingt durch die Disharmonie (Handels- vs. Steuerrecht in Deutschland) der Rechnungslegung häufig einer bilanzpolitischen Verzerrung. Eng damit zusammen hängt die mangelnde Kapitalmarkt- und Risikoorientierung jahresabschlussorientierter Steuerungssysteme. Die Betrachtung von vergangenen Ein-Jahres-Perioden schließt - an sich - einen Strategie- und Zukunftsbezug der Steuerungsgrößen aus. Ohne Zweifel stellen sie zwar eine Hilfe für kurzfristige Entscheidungen dar, als Grundlage strategischer Entscheidungen sind sie hingegen unzureichend.
Eine Vielzahl von Konzepten wissenschaftlicher Herkunft konkurrieren mit einer noch weitaus größeren Anzahl von Beratungsprodukten zur Verzahnung von operativer und strategischer Unternehmenssteuerung. Letztlich treten alle mit dem gleichen Anspruch an: Die Existenz des Unternehmens langfristig zu sichern, die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern und die heterogenen Interessen der Stakeholder auszugleichen.
Kurzum: Die Performance, als Leistung und in der Folge als Wert der Unternehmung, soll mittels dieser Konzepte, die sämtlich an den Faktoren Zeit, Kosten, Qualität und Flexibilität der unternehmerischen Steuerungsebenen ansetzen, verbessert werden. Begrifflich und inhaltlich sind die Grenzen und Gemeinsamkeiten die Konzepte ebenso fließend wie grenzenlos. Da koexistieren relativ 'harte' Ansätze des Performance Measurement neben 'weichen' Ansätzen. Zu diesen weichen Ansätzen zählt bspw. das Change Management mit dem wesentlichen Charakteristikum eines Netzwerks selbständiger, hochintegrierter und selbststeuernder Gruppen, in dem der engagierte, kommunikative, kooperative Mensch als Erfolgsfaktor in den Mittelpunkt einer durch kreative Unruhe und Konfliktfähigkeit veränderungsfreundlichen Unternehmenskultur tritt. [Simon 2000] Aha?! Ist das jetzt der Weg? Oder eher ein weiteres Ziel?
Die zentrale Frage bleibt weiterhin unbeantwortet: Wie steigere ich die Performance? Steuerung bedeutet: Ziele zur Leistungs- und Wertsteigerung setzen - Strategien zur Zielerreichung formulieren - Maßnahmen zur Umsetzung der Strategie festlegen - Zielerreichung messen. Das grundlegende Problem der Steuerung besteht, wie in empirischen Studien mehrfach belegt, in der Verbindung der unmittelbaren Werttreiber mit den vorgelagerten Stellgrößen. Zur Auflösung des Steuerungsproblems widmet sich die Diplomarbeit der Frage, ob und vor allem wie ganzheitliches Performance Management mit Hilfe des Instruments der Balanced Scorecard möglich und sinnvoll ist?
Die Diplomarbeit wird allen weiterhelfen, die wissen wollen, wie man Performance Management handhabbar erklären kann, auf welche Unternehmensbereiche sich Performance Management bezieht und wie sich Performance Management von Performance Measurement unterscheidet. Außerdem soll der Fokus auf den gemeinsamen Inhalt von Beratungsprodukten einerseits und derjenigen Ansätze wissenschaftlichen Ursprungs des Performance Management gerichtet werden. Ferner wird ein konkretes, gleichsam theoretisch wie empirisch erfolgsversprechendes Instrument des Performance Management - die Balanced Scorecard - ganzheitlich dargestellt, d.h. es werden über die Präsentation des Konzepts hinaus auch Umsetzungshilfen vorgestellt. Somit wird dem Leser/ Nutzer der Diplomarbeit ein ganzheitliches Werk zur Steigerung der Performance vorgelegt.
Inhaltsverzeichnis:
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| 1. |
Einführung und Motivation |
1
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| 1.1 |
Unternehmerische Herausforderungen |
1
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| 1.2 |
Motivation der Untersuchung |
3
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| 1.3 |
Zielsetzung und Konzeption der Arbeit |
6
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| 2. |
Bewertung traditioneller Ansätze der Steuerung |
8
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| 2.1 |
Formale Differenzierung von Steuerungssystemen - Systemkritik |
8
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| 2.1.1 |
Kennzahlensysteme |
8
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| 2.1.2 |
(Führungs-) Informationssysteme |
11
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| 2.2 |
Inhaltliche Kritik an traditionellen Steuerungssystemen |
13
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| 2.2.1 |
Orientierung an kurzfristigem finanziellen Erfolg |
13
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| 2.2.2 |
Vergangenheitsorientierung und bilanzpolitische Verzerrung |
15
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| 2.2.3 |
Mangelnde Strategieorientierung und Kontextsteuerung |
17
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| 2.2.4 |
Fehlende Kapitalmarkt- und Risikoorientierung |
18
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| 2.2.5 |
Mangel der Beeinflussbarkeit durch das Management |
21
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| 2.2.6 |
Mangelnde Wirkungsrelationen wertorientierter Ansätze |
21
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| 2.2.7 |
Lokale Optimierung herkömmlicher Management-Ansätze |
23
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| 3. |
Performance Measurement und Management |
26
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| 3.1 |
Definitorische Vielschichtigkeit |
26
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| 3.1.1 |
Grundüberlegungen |
26
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| 3.1.2 |
Performance Management im engeren Sinne |
27
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| 3.1.3 |
Performance Management im weiteren Sinne |
29
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| 3.1.4 |
Ganzheitliches Performance Management |
30
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| 3.2 |
Bezugsrahmen des Performance Management |
35
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| 3.2.1 |
Prozess des Strategischen Managements |
36
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| 3.2.1.1 |
Phase der strategischen Zielplanung |
38
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| 3.2.1.2 |
Phase der strategischen Analyse und Prognose |
38
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| 3.2.1.3 |
Phase der Strategieformulierung und -bewertung |
42
|
| 3.2.1.4 |
Phase der Strategieimplementierung |
43
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| 3.2.1.5 |
Phasenbegleitende strategische Kontrolle |
46
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| 3.2.2 |
Organisatorische und systemische Einbindung |
48
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| 3.2.3 |
Zusammenfassende Darstellung des Bezugsrahmens |
52
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| 4. |
Performance Management mit der Balanced Scorecard |
55
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| 4.1 |
Das Grundmodell der Balanced Scorecard |
56
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| 4.1.1 |
Balanced Scorecard als Performance Measurement System |
56
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| 4.1.2 |
Balanced Scorecard als Management System |
63
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| 4.1.3 |
Konzeptionelle Kritik an der Balanced Scorecard |
66
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| 4.2 |
Die Balanced Scorecard im strategischen Management |
68
|
| 4.2.1 |
BSC in der Phase der strategischen Zielplanung |
69
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| 4.2.1.1 |
Implizite vs. explizite Berücksichtigung von Sichtweisen |
69
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| 4.2.1.2 |
Elementare Sichtweisen |
73
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| 4.2.2 |
BSC in der Phase der Analyse und Prognose |
77
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| 4.2.2.1 |
Berücksichtigung von Chancen und Risiken |
77
|
| 4.2.2.2 |
Berücksichtigung von Stärken und Schwächen |
84
|
| 4.2.2.3 |
Gewährleistung der Wettbewerbsorientierung |
89
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| 4.2.3 |
BSC und SVA zur Bewertung von Strategien |
94
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| 4.2.4 |
BSC in der Phase der Strategieimplementierung |
101
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| 4.2.5 |
BSC in der Phase der Kontrolle |
109
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| 4.3 |
Integrative Wirkung der Balanced Scorecard |
111
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| 5. |
Gestaltungsrahmen des Performance Management |
115
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| 6. |
Schlussbetrachtung |
122
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Literaturverzeichnis |
124
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Anhang |
135 |