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Diplomarbeiten

 

 

Titel Möglichkeiten der Mehrfachnutzung digitaler Daten zur paralellen Herstellung von Print- und elektronischen Medien 
Untertitel  
AutorIn Arnd Frederichs 
Seiten 127 Seiten 
Hochschule Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (FH) Deutschland 
Art der Arbeit Diplomarbeit 
Abgabe 1997 
Note
Preis 38,00 EUR (inkl. MwSt.)
 
Bestellnummer 91000389 
Sprache Deutsch 
Medien Papier / CD 
Inhaltsangabe
Einleitung:

Wie die gesamte grafische Industrie, so ist auch das Berufsbild des Herstellers im Verlag gravierenden Umwälzungen unterworfen. Die klassischen Aufgaben sind heutzutage in dieser Form hinfällig geworden, etliche Tätigkeiten werden aus den Verlagen ausgelagert und an andere Dienstleister, insbesondere die Druckereien, übergeben. Ein Absolvent des Studiengangs Verlagsherstellung muß daher, speziell in Anbetracht des ingenieurwissenschaftlichen Anspruchs, das eigene Tätigkeitsgebiet neu definieren und sich im Rahmen der Diplomarbeit einer Aufgabenstellung widmen, die den voraussichtlichen Erfordernissen an seinen Beruf gerecht werden.

Ein Großteil der angeschnittenen Veränderungen, die durch den Einzug des Computers in das polygrafische Gewerbe ausgelöst wurden, ist bereits vollzogen und hat im wesentlichen im Bereich der Druckvorstufe traditionelle Berufszweige abgelöst, teilweise neue geschaffen. So haben sich vor allem die Arbeitsabläufe bei der Herstellung von gedruckten Werken gewandelt, der Computer als universelles Arbeitswerkzeug ist Standard und wird mittelfristig nur noch in Nischenbereichen nicht eingesetzt werden.

Durch die Fortschritte der Computertechnik und den ungebrochenen Innovationsgeist der auf diesem Gebiet tätigen Firmen, beginnt das scheinbar nur als Arbeitshilfe verwendbare elektronische Gerät sich zunehmend als eigenständiges Medium zu etablieren und damit nicht mehr nur die Form herkömmlicher Dokumente zu gestalten, sondern auch zum Vermittler von Inhalten zu werden. Die Verlage sehen sich daher mit einer unerwarteten Konkurrenz konfrontiert, Softwarefirmen bieten Produkte an, die inhaltlich die Domäne der Vertreiber der schwarzen Kunst waren. Viele Verlage haben bereits reagiert und begonnen, selbst im Bereich der elektronischen Publikationen tätig zu werden. Einigen ist es sogar gelungen, auf Grund besserer Inhalte - die größere Erfahrung in der Vermittlung von Inhalten zahlt sich hier aus - die neue Konkurrenz zurückzudrängen. Andere Verlage jedoch wägen ab, ob sie sich auf das unsichere Terrain begeben sollen, wieder andere werden eventuell den möglichen Aufwand scheuen und freiwillig die neuen Medien meiden.

An dieser Stelle soll vorliegende Arbeit ansetzen: Es wird nach Mitteln und Wegen gesucht, Informationen, die ohnehin schon in computerverwertbarer Form für die Herstellung eines Printproduktes vorliegen, auch für die Produktion von elektronischen Publikationsformen zu nutzen, damit Zeitbedarf und Kosten zu verringern und den interessierten Verlagen (oder sonstigen Anbietern) die Möglichkeit zum Einstieg in die Welt der elektronischen Medien zu geben.

Gang der Untersuchung:

Da die eigentliche Mehrfachnutzung vor allem den herstellerischen Bereich einer Produktion betrifft, wird primär auf die hierfür notwendigen technischen Belange eingegangen. Dazu werden zunächst die theoretischen Grundlagen dargestellt (Kapitel 2), die praktische Umsetzung ausführlich geschildert (Kapitel 3) und Hinweise zu möglichst günstigen Arbeitsabläufen gegeben (Kapitel 4). Der praktische Teil der Arbeit stützt sich dabei auf die Erfahrungen des Autors bei der Herstellung der Arbeit "Hypermedia", die zunächst in eine dieser Diplomarbeit entsprechende Papierform gebracht und dann unter Nutzung des dortigen Text- und Bildmaterials auf CD-ROM umgesetzt wurde. Alle Bezüge auf das "konkrete Beispiel" sind also auf diese aus praktischer Realisierung gewonnenen Erkenntnisse genommen, so daß die dargestellten Möglichkeiten, Hinweise und Empfehlungen auch wirklich auf einsetzbaren Techniken beruhen.

In einem weiteren Kapitel werden Probleme und Grenzen der Thematik aufgezeigt (Kapitel 5), um falsche Erwartungen auszuschließen (einige Einschränkungen, die auf technischen Problemen basieren, finden sich bereits in Kapitel 3). Eine Zusammenfassung der Ergebnisse und die üblichen Anhänge bilden den Abschluß der Arbeit, die damit für den praktischen Einsatz verwendbare Ergebnisse liefern möge.

Inhaltsverzeichnis:

Bibliografische Beschreibung III
Danksagung IV
1. Einführung 7
1.2 Begriffsabgrenzungen 8
1.3 Gründe für Mehrfachnutzung und Parallelherstellung 9
2. Theoretische Grundlagen 14
2.1 Technische und systematische Grundvoraussetzungen 14
2.1.1 Hardware 14
2.1.2 Betriebssysteme 15
2.1.3 Software 16
2.2 Standards zur Mehrfachnutzung 17
2.2.1 EDI 17
2.2.2 ODA / ODIF 18
2.2.3 SGML 20
2.2.3.1 FOSI 23
2.2.3.2 DSSSL 23
2.2.3.3 HyTime 24
2.2.4 HTML 25
2.3 Datenformate 31
2.3.1 Textdatenformate 31
2.3.2 Grafikformate 34
2.3.2.1 Pixelgrafikformate 34
2.3.2.2 Vektorgrafikformate 36
2.3.3 Text-Bild-integrierende Datenformate 38
2.2.4 Sonstige Datenformate 42
3. Praktische Realisierung der Mehrfachnutzung 44
3.1 Allgemeine Prinzipien des Datenaustauschs innerhalb von Betriebssystemen 44
3.2 Einfache Formen der Mehrfachnutzung 47
3.3 Datenimport 49
3.3.1 Textdaten 50
3.3.2 Bilddaten 52
3.3.3 Text-Bild-integrierte Daten 53
3.3.4 Sonstige Daten 54
3.4 Datenexport 55
3.4.1 Textdaten 56
3.4.2 Bilddaten 57
3.4.3 Text-Bild-integrierte Daten 58
3.4.4 Sonstige Daten 59
3.5 Datenkonvertierung mittels spezialisierter Programme 61
3.5.1 Textdaten 61
3.5.2 Bilddaten 62
3.5.3 Sonstige Datenformate 63
3.6 Mehrfachnutzungzeitabhängiger Daten 64
3.6.1 Nutzung zeitabhängiger Daten im Printprodukt 64
3.6.2 Nutzung zeitabhängiger Daten in elektronischen Medien 66
3.7 Hinweise zum physischen Datenaustausch 67
3.8 Darstellung der im konkreten Beispiel angewandten Nutzungsformen 70
4. Die Parallelherstellung 74
4.1 Werkzeuge zur Parallelherstellung 74
4.1.1 Autorensysteme 74
4.1.2 Werkzeuge zur Nutzung von Dokumenten für ursprünglich andere Anwendungen 77
4.2 Skizzierung verschiedener Workflow-Modelle zur Parallelherstellung 79
4.2.1 Modell 1: "Vom Manuskript zum Buch und zur CD-ROM" 81
4.2.2 Modell 2: "Vom Manuskript zum Buch, zur CD-ROM und zur Internet Publikation" 84
4.2.3 Modell 3: "Von der Datenbank zum Buch, zur CD-ROM und zum Internet" 86
5. Probleme und Grenzen der Mehrfachnutzung und Parallelherstellung 88
5.1 Das Problem des unterschiedlichen Medienzugangs 88
5.2 Die Probleme des Briefings und der Planung 90
5.3 Die Problematik der Datenmenge, derer Archivierung und des Retrievals 91
5.4 Rechtliche Probleme 93
6. Schlußbetrachtung 96
Anhang 99
A. Glossar 100
B. Quellenverzeichnis 102
C. Abbildungsverzeichnis 110
D. Ausführliche Beschreibung der Datenformate 111
E. Liste aktueller HTML-Konvertierprogramme 117
F. Thesen 124
G. Selbständigkeitserklärung 125
 
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