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Gang der Untersuchung:
Im Rahmen der Debatte um Vor- und Nachteile von Liberalisierungsmaßnahmen befaßt sich die Arbeit mit der Frage, ob die Aufrechterhaltung der Buchpreisbindung für alle am Buchmarkt Beteiligten - einschließlich der Konsumenten - vorteilhaft ist. Zunächst werden im ersten Kapitel die Doppelnatur des Buches als Kultur- und Wirtschaftsgut sowie die Sonderrolle des Buchhandels betrachtet und die Argumente der Preisbindungsbefürworter und -gegner gegenübergestellt. Die Darstellung der Buchpreisbindung in Deutschland im zweiten Kapitel beginnt mit einem historischen Überblick über den mittlerweile über 110 Jahre alten, festen Ladenpreis, um dann auf die rechtlichen Bedingungen einzugehen. Komplettiert wird dieses Kapitel durch eine Betrachtung der Entwicklungen im deutschen Buchmarkt, welche im Rahmen der Preisbindung stattfanden. Die Buchpreisbindung hat im deutschen Fall weder zu einem überdurchschnittlichen Anstieg der Buchpreise geführt, noch Konzentrationsprozesse im Verlagswesen und im Buchhandel verhindert oder das Entstehen von innovativen Vertriebswegen (z. B. Online-Buchhandlungen) gehemmt. Im dritten Kapitel werden zunächst die gemeinschaftsrechtlichen Regelungen und die Kompetenzen der Europäischen Union bei der Untersuchung und der Beurteilung von grenzüberschreitenden Buchpreisbindungen dargelegt: Vor dem Hintergrund des europäischen Integrationsprozesses gerät die grenzüberschreitende Buchpreisbindung zwischen Deutschland und Österreich unter Druck. Bei einer Re-importmöglichkeit von preisbindungsfreien, diskontierten Büchern sind jedoch auch die nationalen Preisbindungen gefährdet. Anhand des französischen, des schwedischen und - ausführlich im letzten Kapitel - des britischen Buchmarktes werden schließlich die tatsächlichen Auswirkungen einer Preisliberalisierung analysiert. In allen drei Beispielen zeigten sich ähnliche Folgen: Es kam zu Preiserhöhungen, zu einem Rückgang der Titelproduktion und zu deutlichen Konzentrationsprozessen. Für die Kunden hat sich die Preisfreigabe vorwiegend negativ ausgewirkt. Die Arbeit kommt folglich zu dem Schluß, daß die Buchpreisbindung zwischen Deutschland und Österreich beibehalten werden sollte.
Inhaltsverzeichnis:
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| 1. |
Einleitung |
1
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| 2. |
Überblick über die Wettbewerbstheorie und die Buchpreisbindung |
3
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| 2.1 |
Die klassische Wettbewerbstheorie |
3
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| 2.1.1 |
Die Zielfunktionen des Wettbewerbs |
3
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| 2.1.2 |
Preise als wesentlicher Aktionsparameter des Wettbewerbs |
4
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| 2.2 |
Die Beschränkung des Wettbewerbs durch die Preisbindung |
6
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| 2.2.1 |
Die vertikale Preisbindung und ihre Wirkung |
6
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| 2.2.2 |
Die Buchpreisbindung zum Schutz des Buchmarktes |
7
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| 2.3 |
Die Legitimationsgrundlagen der Buchpreisbindung |
8
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| 2.3.1 |
Die Doppelnatur des Buches |
8
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| 2.3.2 |
Der Buchhandel zwischen "Geist und Kommerz" |
12
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| 2.4 |
Die Diskussion um die Buchpreisbindung |
17
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| 2.4.1 |
Argumente für die Buchpreisbindung |
17
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| 2.4.2 |
Argumente gegen die Buchpreisbindung |
21
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| 3. |
Die Buchpreisbindung in Deutschland |
24
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| 3.1 |
Historischer Überblick |
24
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| 3.1.1 |
Die Einführung der Buchpreisbindung |
24
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| 3.1.2 |
Die Oppositionsbewegungen vor dem Zweiten Weltkrieg |
26
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| 3.1.3 |
Die Übergangsregelung nach dem Zweiten Weltkrieg und das Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen |
27
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| 3.1.4 |
Das Sammelreverssystem |
28
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| 3.1.5 |
Der Kartellbericht und der Konsens über die Buchpreisbindung |
29
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| 3.2 |
Rechtliche Grundlagen |
31
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| 3.2.1 |
Die Ausnahmeregelung für die Buchpreisbindung |
31
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| 3.2.2 |
Der Grundsatz der Lückenlosigkeit und die Rolle des Bundeskartellamts |
32
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| 3.2.3 |
Die Reimportregelung |
33
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| 3.3 |
Die Wirkung der Preisbindung im deutschen Buchmarkt |
34
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| 3.3.1 |
Die Entwicklung der Umsätze, Buchpreise und Titelvielfalt |
34
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| 3.3.2 |
Konzentrationstendenzen und die "Gefahr von innen" |
37
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| 3.3.3 |
Strukturwandel und Wettbewerbsdruck im Bucheinzelhandel |
39
|
| 3.3.4 |
Die Buchkäufer und die Literaturversorgung durch Bibliotheken |
45
|
| 3.3.5 |
Die Verflechtung der deutschsprachigen Buchmärkte |
46
|
| 4. |
Die Buchpreisbindung in der Europäischen Union |
48
|
| 4.1 |
Rechtliche Grundlagen |
49
|
| 4.1.1 |
Das Verbot von Wettbewerbsbeschränkungen und die Freistellungsvoraussetzungen |
50
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| 4.1.2 |
Die kulturelle Verpflichtung der Europäischen Gemeinschaft |
50
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| 4.2 |
Die Kompetenzen der Gemeinschaftsorgane |
51
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| 4.3 |
Der "Drei-Länder-Sammelrevers" |
52
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| 4.3.1 |
Die Einführung und Durchsetzung der grenzüberschreitenden Buchpreisbindung |
52
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| 4.3.2 |
Die Buchpreisbindung zwischen Deutschland und Österreich |
54
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| 4.3.3 |
Die Bedeutung des Verfahrens vor dem Europäischen Gerichtshof |
46
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| 4.4 |
Die Folgen einer Aufhebung der Buchpreisbindung am Beispiel zweier europäischer Buchmärkte |
58
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| 4.4.1 |
Das französische Buchpreisbindungsgesetz |
58
|
| 4.4.2 |
Die Literatursubventionierung in Schweden |
63
|
| 5. |
Die Buchpreisbindung in Großbritannien |
71
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| 5.1 |
Historischer Überblick |
71
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| 5.1.1 |
Die Einführung des "Net Book Agreements" |
71
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| 5.1.2 |
Der "Times Book War" und das "Library Agreement" |
74
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| 5.1.3 |
Das britische Kartellgesetz und das "Net Book Agreement" |
76
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| 5.1.4 |
Die Legitimation der Buchpreisbindung durch den "Restrictive Practices Court" |
78
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| 5.2 |
Die Abschaffung des "Net Book Agreements" |
80
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| 5.3 |
Der "freie" britische Buchmarkt |
84
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| 5.3.1 |
Die Entwicklung der Umsätze, Buchpreise und Titelvielfalt |
84
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| 5.3.2 |
Konzentrationsprozesse und "global players" |
86
|
| 5.3.3 |
Die benachteiligten Konsumenten |
90
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| 6. |
Fazit |
94
|
| 7. |
Literaturverzeichnis |
100
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Abbildungsverzeichnis |
109
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Anhang |
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