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Titel Die Buchpreisbindung am Beispiel von Deutschland und Großbritannien 
Untertitel  
AutorIn Larissa Richert 
Seiten 136 Seiten 
Hochschule Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin Deutschland 
Art der Arbeit Diplomarbeit 
Abgabe 1998 
Note
Preis 38,00 EUR (inkl. MwSt.)
 
Bestellnummer 91000999 
Sprache Deutsch 
Medien Papier / CD 
Inhaltsangabe
Gang der Untersuchung:

Im Rahmen der Debatte um Vor- und Nachteile von Liberalisierungsmaßnahmen befaßt sich die Arbeit mit der Frage, ob die Aufrechterhaltung der Buchpreisbindung für alle am Buchmarkt Beteiligten - einschließlich der Konsumenten - vorteilhaft ist. Zunächst werden im ersten Kapitel die Doppelnatur des Buches als Kultur- und Wirtschaftsgut sowie die Sonderrolle des Buchhandels betrachtet und die Argumente der Preisbindungsbefürworter und -gegner gegenübergestellt. Die Darstellung der Buchpreisbindung in Deutschland im zweiten Kapitel beginnt mit einem historischen Überblick über den mittlerweile über 110 Jahre alten, festen Ladenpreis, um dann auf die rechtlichen Bedingungen einzugehen. Komplettiert wird dieses Kapitel durch eine Betrachtung der Entwicklungen im deutschen Buchmarkt, welche im Rahmen der Preisbindung stattfanden. Die Buchpreisbindung hat im deutschen Fall weder zu einem überdurchschnittlichen Anstieg der Buchpreise geführt, noch Konzentrationsprozesse im Verlagswesen und im Buchhandel verhindert oder das Entstehen von innovativen Vertriebswegen (z. B. Online-Buchhandlungen) gehemmt. Im dritten Kapitel werden zunächst die gemeinschaftsrechtlichen Regelungen und die Kompetenzen der Europäischen Union bei der Untersuchung und der Beurteilung von grenzüberschreitenden Buchpreisbindungen dargelegt: Vor dem Hintergrund des europäischen Integrationsprozesses gerät die grenzüberschreitende Buchpreisbindung zwischen Deutschland und Österreich unter Druck. Bei einer Re-importmöglichkeit von preisbindungsfreien, diskontierten Büchern sind jedoch auch die nationalen Preisbindungen gefährdet. Anhand des französischen, des schwedischen und - ausführlich im letzten Kapitel - des britischen Buchmarktes werden schließlich die tatsächlichen Auswirkungen einer Preisliberalisierung analysiert. In allen drei Beispielen zeigten sich ähnliche Folgen: Es kam zu Preiserhöhungen, zu einem Rückgang der Titelproduktion und zu deutlichen Konzentrationsprozessen. Für die Kunden hat sich die Preisfreigabe vorwiegend negativ ausgewirkt. Die Arbeit kommt folglich zu dem Schluß, daß die Buchpreisbindung zwischen Deutschland und Österreich beibehalten werden sollte.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 1
2. Überblick über die Wettbewerbstheorie und die Buchpreisbindung 3
2.1 Die klassische Wettbewerbstheorie 3
2.1.1 Die Zielfunktionen des Wettbewerbs 3
2.1.2 Preise als wesentlicher Aktionsparameter des Wettbewerbs 4
2.2 Die Beschränkung des Wettbewerbs durch die Preisbindung 6
2.2.1 Die vertikale Preisbindung und ihre Wirkung 6
2.2.2 Die Buchpreisbindung zum Schutz des Buchmarktes 7
2.3 Die Legitimationsgrundlagen der Buchpreisbindung 8
2.3.1 Die Doppelnatur des Buches 8
2.3.2 Der Buchhandel zwischen "Geist und Kommerz" 12
2.4 Die Diskussion um die Buchpreisbindung 17
2.4.1 Argumente für die Buchpreisbindung 17
2.4.2 Argumente gegen die Buchpreisbindung 21
3. Die Buchpreisbindung in Deutschland 24
3.1 Historischer Überblick 24
3.1.1 Die Einführung der Buchpreisbindung 24
3.1.2 Die Oppositionsbewegungen vor dem Zweiten Weltkrieg 26
3.1.3 Die Übergangsregelung nach dem Zweiten Weltkrieg und das Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen 27
3.1.4 Das Sammelreverssystem 28
3.1.5 Der Kartellbericht und der Konsens über die Buchpreisbindung 29
3.2 Rechtliche Grundlagen 31
3.2.1 Die Ausnahmeregelung für die Buchpreisbindung 31
3.2.2 Der Grundsatz der Lückenlosigkeit und die Rolle des Bundeskartellamts 32
3.2.3 Die Reimportregelung 33
3.3 Die Wirkung der Preisbindung im deutschen Buchmarkt 34
3.3.1 Die Entwicklung der Umsätze, Buchpreise und Titelvielfalt 34
3.3.2 Konzentrationstendenzen und die "Gefahr von innen" 37
3.3.3 Strukturwandel und Wettbewerbsdruck im Bucheinzelhandel 39
3.3.4 Die Buchkäufer und die Literaturversorgung durch Bibliotheken 45
3.3.5 Die Verflechtung der deutschsprachigen Buchmärkte 46
4. Die Buchpreisbindung in der Europäischen Union 48
4.1 Rechtliche Grundlagen 49
4.1.1 Das Verbot von Wettbewerbsbeschränkungen und die Freistellungsvoraussetzungen 50
4.1.2 Die kulturelle Verpflichtung der Europäischen Gemeinschaft 50
4.2 Die Kompetenzen der Gemeinschaftsorgane 51
4.3 Der "Drei-Länder-Sammelrevers" 52
4.3.1 Die Einführung und Durchsetzung der grenzüberschreitenden Buchpreisbindung 52
4.3.2 Die Buchpreisbindung zwischen Deutschland und Österreich 54
4.3.3 Die Bedeutung des Verfahrens vor dem Europäischen Gerichtshof 46
4.4 Die Folgen einer Aufhebung der Buchpreisbindung am Beispiel zweier europäischer Buchmärkte 58
4.4.1 Das französische Buchpreisbindungsgesetz 58
4.4.2 Die Literatursubventionierung in Schweden 63
5. Die Buchpreisbindung in Großbritannien 71
5.1 Historischer Überblick 71
5.1.1 Die Einführung des "Net Book Agreements" 71
5.1.2 Der "Times Book War" und das "Library Agreement" 74
5.1.3 Das britische Kartellgesetz und das "Net Book Agreement" 76
5.1.4 Die Legitimation der Buchpreisbindung durch den "Restrictive Practices Court" 78
5.2 Die Abschaffung des "Net Book Agreements" 80
5.3 Der "freie" britische Buchmarkt 84
5.3.1 Die Entwicklung der Umsätze, Buchpreise und Titelvielfalt 84
5.3.2 Konzentrationsprozesse und "global players" 86
5.3.3 Die benachteiligten Konsumenten 90
6. Fazit 94
7. Literaturverzeichnis 100
Abbildungsverzeichnis 109
Anhang
 
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