Studienplatzklagen Medizin einklagen
 
 
  SUCHE << STARTSEITE |PRESSEPORTAL | MELDUNGEN EINFÜGEN
 
 

 

Zeitschriften Druck

 

 
A - Z | FACHBEREICHE
A - Z | ZEITSCHRIFTEN
A - Z | VERLAGSLISTE
25301 DIPLOMA
Verlagsdaten ordern
Fachbeiträge
BEI UNS WERBEN
EINTRAG KOSTENLOS
VERLAGSZUGANG
praxiswissen.de
Hardcoverbücher – Softcoverbücher – Kataloge
keysale-kabine
Onlinedruckerei für Ärzte und Heilpraktiker
User online: 25
Einträge: 38179
   Diplome

Diplomarbeiten

 

 

Titel Die Rolle von F&E-Kooperationen im oligopolistischen Wettbewerb 
Untertitel Das Fallbeispiel der globalen Halbleiterindustrie 
AutorIn Huy Q. Nguyen 
Seiten 107 Seiten 
Hochschule Universität Hamburg Deutschland 
Art der Arbeit Diplomarbeit 
Abgabe 2004 
Note 1,3 
Preis 74,00 EUR (inkl. MwSt.)
 
Bestellnummer 95009808 
Sprache Deutsch 
Medien Papier / CD 
Inhaltsangabe
Einleitung:

Innovationen gelten als die Grundlage für die langfristige Wettbewerbsfähigkeit einzelner Unternehmen sowie gesamter Volkswirtschaften. Durch neue Produkte und Prozesse gewinnt das innovative Unternehmen entscheidende Wettbewerbsvorteile gegenüber der Konkurrenz. Für eine Volkswirtschaft sind Innovationen eine Voraussetzung für nachhaltiges Wachstum und damit Sicherung von Arbeitsplätzen und Einkommen. Um Innovationen zu generieren sind Investitionen in die Forschung und Entwicklung (F&E) nötig. Gerade wegen der hohen Bedeutung von neuen Technologien für die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen sollte der F&E-Prozess besonders gut geschützt werden. D.h. intuitiv wäre eine Abschottung der eigenen F&E-Aktivität gegenüber Konkurrenten eine logische Konsequenz. Doch in dieser Hinsicht hat sich in den vergangenen zwei Dekaden ein neuer Trend entwickelt. Entgegen der Intuition sind immer mehr Unternehmen bereit ihre F&E gemeinschaftlich - selbst mit Konkurrenten - durchzuführen und ihr Wissen miteinander zu teilen.

Hagedoorn (2002) hat in seiner empirischen Studie festgestellt, dass seit Beginn der 80er Jahre die Anzahl der F&E-Kooperationen drastisch angestiegen ist. Besonders auffällig ist, dass vor allem in den forschungsintensiven Industrien wie z.B. dem IT-Sektor sich die gemeinschaftliche Forschung immer stärker durchsetzt. Das ist insofern überraschend, da in diesen Industrien Innovationen eine weitaus größere Bedeutung für die Wettbewerbsfähigkeit spielen als z.B. in Sektoren mit einer geringen Forschungsintensität. Man würde vermuten, dass im IT-Sektor neue Technologien noch stärker vor der Konkurrenz abgeschirmt werden als anderswo.

Eine andere Auffälligkeit diesbezüglich ist auch in der Wirtschaftspolitik verschiedener Staaten zu erkennen. Fast parallel mit dem Trend zu F&E-Kooperationen hat das staatliche Engagement in der Förderung von kollaborativer Forschung zugenommen. In den großen Industrieländern haben die Regierungen begonnen, mit verschiedenen wirtschaftspolitischen Instrumenten (wie z.B. Gesetzesänderungen oder Subventionen) F&E-Kooperationen massiv voranzutreiben. Gegeben diesen zunächst erstaunlichen Entwicklungen stellt sich die Frage nach dem Warum. Welche Motive können die Unternehmen haben, die F&E zusammen mit ihren Konkurrenten zu betreiben? Und welches Interesse hat der Staat daran, solche F&E-Kooperationen noch zu unterstützen? Ohne zuviel vorwegzunehmen, spielen Spillover eine wichtige Rolle für die Entstehung von F&E-Kooperationen. Das wird ein zentraler Aspekt im theoretischen Teil dieser Arbeit sein. Anhand verschiedener spieltheoretischer Modelle werden die Anreize zur Bildung sowie die Auswirkung von F&E-Kooperationen auf den Wettbewerb analysiert.

Im praktischen Teil dieser Arbeit werden die F&E-Kooperationen an einem konkreten Beispiel untersucht. Die Halbleiterindustrie bietet sich deshalb so gut als Fallbeispiel an, da sie als eines der dynamischsten und forschungsintensivsten Industrien gilt. Zudem wird ihr häufig die Rolle einer so genannten Schlüsselindustrie zugesprochen, d.h. einer Industrie, die mit ihren Produkten den Erfolg vieler weiterer Industrien beeinflusst. Ein weiterer Grund für diese Wahl ist, dass in den vergangenen zwei Jahrzehnten gerade in der Halbleiterindustrie die umfangreichsten F&E-Kooperationen mit staatlicher Unterstützung entstanden sind. Anhand von drei ausgewählten Beispielen soll daher geklärt werden, welche Rolle F&E-Kooperationen für den Wettbewerb in der Halbleiterindustrie gespielt haben.

Diese Arbeit ist wie folg organisiert: Im ersten Abschnitt nehmen wir uns das Thema der Spillover an. Es werden zunächst verschiedene Formen von Spillover vorgestellt und anschließend erläutert, welche Auswirkung sie auf das F&E-Verhalten der Unternehmen haben und warum sie Probleme für die Volkswirtschaft auslösen können (Abschnitt 1.2). Dann wird geklärt, welche Mittel die Wirtschaftspolitik zur Verfügung hat, um diese Probleme anzugehen (Abschnitt 1.4).

Im zweiten Abschnitt werden die F&E-Kooperationen behandelt. Nach einer Definition und einigen empirischen Befunden, werden die unterschiedlichen Motive erörtert, die für die Bildung einer gemeinschaftlichen Forschung in Frage kommen. Anschließend werden F&E-Kooperationen anhand verschiedener Modelle spieltheoretisch analysiert (Abschnitt 2.4). Es soll insbesondere geklärt werden, unter welchen Bedingungen es aus einzel- und gesamtwirtschaftlicher Sicht vorteilhaft ist, F&E-Kooperationen einzugehen bzw. zuzulassen. Ausgehend von dem Standardmodell von d´Aspremont und Jacquemin (1988) werden in den darauf folgenden Modellen jeweils unterschiedliche Aspekte, wie z.B. die Endogenisierung der Spillover (Abschnitt 2.4.3), Absorptionsfähigkeit (Abschnitt 2.4.4) oder Subventionen (Abschnitt 2.4.6), in der Analyse fokussiert. Es wurde versucht, Modelle mit einer ähnlichen Konstruktionsweise zu finden, um eine - wenn auch nicht in jedem Fall mögliche - Vergleichbarkeit herzustellen.

Nach der theoretischen Analyse wenden wir uns dem Praxisbeispiel zu. Zunächst werden die historische Entwicklung sowie die Charakteristika der globalen Halbleiterindustrie vorgestellt (Abschnitt 3.1 und 3.2). Dann wird die spezielle Beziehung zwischen dieser Industrie und der nationalen bzw. regionalen Wirtschaftpolitik erklärt (Abschnitt 3.3). Es folgen eine Untersuchung sowie ein anschließender Vergleich der drei großen F&E-Kooperationen in den wichtigen Regionen der Halbleiterindustrie, d.h. in Japan (Abschnitt 3.4.1), USA (Abschnitt 3.4.2) und Europa (Abschnitt 3.4.3). Diese Arbeit endet mit einer Schlussbetrachtung, in der die Ergebnisse kurz zusammengefasst und ein Ausblick gegeben wird.

Inhaltsverzeichnis:

Abkürzungsverzeichnis III
Abbildungsverzeichnis IV
Tabellenverzeichnis IV
Einleitung 1
1. Spillover und das Anreizproblem 4
1.1 Definition und Formen von Spillover 4
1.2 Darstellung des Anreizproblems 7
1.3 Empirische Ergebnisse 11
1.4 Implikationen für die Wirtschaftspolitik 12
2. Forschungs- und Entwicklungskooperationen 14
2.1 Begriff und Klassifikation von F&E-Kooperationen 14
2.2 Einige stilisierte Fakten 15
2.3 Motive 17
2.4 Ökonomische Modelle zu F&E-Kooperationen 21
2.4.1 Das Standardmodell von d´Aspremont und Jacquemin (1988) 22
2.4.2 Das Modell von Kamien, Muller und Zang (1992) 35
2.4.3 Modelle mit endogenen Spillover 41
2.4.4 Die Bedeutung der Absorbtionsfähigkeit 48
2.4.5 Inter-industrielle Spillover 53
2.4.6 F&E-Kooperationen und Subventionen 57
3. Fallbeispiel Halbleiterindustrie 62
3.1 Entwicklung und Bedeutung der Halbleiterindustrie 62
3.2 Charakteristika und Marktstruktur 64
3.3 Nationale Wirtschaftspolitik und Halbleiterindustrie 68
3.4 Beispiele von F&E-Kooperationen in der globalen Halbleiterindustrie 71
3.4.1 Japan: VLSI-Projekt 71
3.4.1.1 Hintergrund der Entstehung 71
3.4.1.2 Aufbau und Ziele 72
3.4.1.3 Bewertung und Perspektiven 75
3.4.2 USA: SEMATECH 78
3.4.2.1 Ausgangssituation 78
3.4.2.2 Aufbau und Entwicklung 78
3.4.2.3 Bewertung und Empirische Ergebnisse 82
3.4.3 Europa: ESPRIT 85
3.4.3.1 Hintergrund 85
3.4.3.2 Aufbau und Ziele 86
3.4.3.3 Bewertung 88
3.4.4 Vergleich der F&E-Kooperationen 91
4. Schlussbetrachtung 95
5. Literaturverzeichnis 98
6. Erklärung 104
 
Bestellen

powered by:
Diplom.de





   Weitere Angebote zu diesem Thema:
   Zeitschriften | Fachbücher 
 

 

 
Pressemeldungen  |  KONTAKT - fachzeitungen.de  |  ÜBER UNS  |  IMPRESSUM- Fachzeitungen.de   |  Datenschutz   |