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Diplomarbeiten

 

 

Titel Der Einfluss der Globalisierung auf die gesamtwirtschaftliche Innovationsaktivität 
Untertitel  
AutorIn Matthias Riekeles 
Seiten 71 Seiten 
Hochschule Universität Konstanz Deutschland 
Art der Arbeit Diplomarbeit 
Abgabe 2006 
Note
Preis 48,00 EUR (inkl. MwSt.)
 
Bestellnummer 95017444 
Sprache Deutsch 
Medien CD 
Inhaltsangabe
Einleitung:

Die wirtschaftliche Entwicklung von Ländern ist weltweit sehr unterschiedlich. In dem Zeitraum von 1985 bis 1995 lagen die jährlichen Wachstumsraten des Bruttoinlandsprodukts in den Entwicklungsländern mit ca. 5 % deutlich über denen der Industrieländer (durchschnittlich 2 bis 3 %). Diese Beobachtung ist im Wesentlichen auf die hohen Wachstumsraten der südostasiatischen Entwicklungs- und Schwellenländern zurückzuführen ("Tigerstaaten") - die Entwicklungsländer in Lateinamerika, im Mittleren Osten und in Afrika liegen im Durchschnitt auf dem Niveau der Wachstumsraten der Industrieländer.

Da wirtschaftliches Wachstum von komplexen Zusammenhängen bestimmt wird ist eine einzelne Ursache hierfür schwer auszumachen. Eine der wichtigsten Determinanten ist aber ohne Zweifel technischer Fortschritt: durch Forschung und Entwicklung werden Innovationen entwickelt, anhand derer unter gegebenen Ressourcen (z.B. Arbeitskräfte und Kapital) die gesamtwirtschaftliche Produktivität steigt. Je nachdem wie stark sich die Produktivität verändert, wirkt sich dies auf die Wachstumsraten der Länder aus.

In Verbindung mit Entwicklungsländern ist Globalisierung ein häufig verwendetes Schlagwort. Die Meinungen über die Auswirkungen gehen weit auseinander. Gegner der Globalisierung führen an, dass arme Länder ausgebeutet werden. Fürsprecher der Globalisierung argumentieren, dass dadurch alle Beteiligten profitieren werden. Ob und für wen Globalisierung gut oder schlecht ist, lässt sich nicht allgemein sagen, sondern hängt von der jeweiligen Perspektive und der Betrachtung einzelner Auswirkungen ab. Ökonomisch wird unter Globalisierung die immer weiter fortschreitende Integration von Märkten verstanden. So zum Beispiel die Öffnung Chinas im Jahre 1978 für internationalen Handel. Die Auswirkungen waren in der weltweiten Wirtschaft deutlich zu spüren.

Generell ist zu beobachten, dass Innovationen hauptsächlich in den technologisch führenden Industrieländern entwickelt und hergestellt werden. Die kontinuierlich steigende Produktivität und der durch die Globalisierung vergrößerte Absatzmarkt führen zu einem relativ konstanten Wirtschaftswachstum in den Industrieländern. Im Gegensatz dazu ist in Entwicklungsländern hauptsächlich die Imitation von bereits bestehenden Innovationen, die bisher in Industrieländern hergestellt wurden, zu beobachten. Zu erklären ist dies durch den Technologietransfer, da ein Teil des technischen Wissens zur Herstellung der Innovationen nicht dem Ausschlussprinzip unterliegt. So sind die Imitationskosten im Vergleich zu den Innovationskosten geringer. Das dies Rückwirkungen auf die Innovationsentscheidungen in den Industrieländern hat, ist offensichtlich.

Sobald das Produkt imitiert ist und (aufgrund der billigeren Arbeitskräfte in Entwicklungsländern) billiger angeboten wird, kommt es zu enormen Ertragsrückgängen der Innovatoren, bis hin zu deren Verdrängung vom Markt. Die Auswirkungen von Globalisierung auf den technischen Fortschritt sind demnach in die Prozesse der Neuentwicklung einer Innovation bzw. der Imitation zu unterscheiden. Die Darstellung dieser Prozesse und die Auswirkungen der Globalisierung auf die gesamtwirtschaftliche Innovationsaktivität das Ziel der vorliegenden Diplomarbeit.

Die Erklärung unterschiedlicher Wachstumsraten zwischen armen und reichen Ländern ist eines der grundlegenden Ziele der Wirtschaftstheorie. So wird das Wirtschaftswachstum in der Neoklassischen Wachstumstheorie u.a. durch technischen Fortschritt erklärt - allerdings nur exogen. Die endogene Erklärung von technischem Fortschritt wird in die Modell der endogenen Wachstumstheorie mit einbezogen. Werden diese Modelle um Aspekte der Außenhandelstheorie erweitert, entstehen Nord-Süd-Modelle - diese sind die Grundlage der folgenden Analysen.

Gang der Untersuchung:

Zunächst werden in Abschnitt 1.2 die wesentlichen Begriffe "Globalisierung" und "Innovationsaktivität" genauer abgegrenzt.

In Abschnitt 1.3 folgt ein Literaturüberblick, der die später behandelten Modelle in die bisherige Literatur der Wirtschaftstheorie eingliedern lässt und die Veränderungen der Modelle aufzeigt.

Um diese Prozesse näher zu untersuchen, wird in Kapitel 2 mit einem Zwei-Länder-Modell von Barro und Sala-i-Martin (1997) unter stark vereinfachenden Annahmen der Imitationsprozess und dessen Auswirkungen auf die Wachstumsraten zweier unterschiedlicher Länder untersucht.

In Kapitel 3 folgt dann ein komplexeres Nord-Süd-Modell, in dem sowohl der Innovationsprozess und die Rückwirkungen der Imitation auf diesen, als auch die Auswirkungen von Globalisierung auf die gesamtwirtschaftliche Innovationsaktivität untersucht werden. Auf dieses Modell aufbauend, folgen zudem eine Kritik und ein Ausblick auf mögliche zukünftige Forschungsarbeit.

Die Arbeit endet in Kapitel 4 mit einer Zusammenfassung der wesentlichen Ergebnisse und einem Fazit.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis
Variablenverzeichnis iii
Abbildungsverzeichnis vi
1 Einführung 1
1.1 Motivation und Problemstellung 1
1.2 Begriffsabgrenzungen 3
1.2.1 Globalisierung 3
1.2.2 Innovationsaktivität 4
1.3 Literatureinordnung 6
1.3.1 Neoklassische Wachstumstheorie 7
1.3.2 Endogene Wachstumstheorie 8
1.3.3 Endogene Wachstumstheorie mit Außenhandel 10
2. Diffusion 12
2.1 Modellstruktur 13
2.1.1 Endproduktsektor 14
2.1.2 Zwischenproduktsektor 14
2.1.3 F&E-Optimierung 16
2.1.4 Nutzenmaximierung der Konsumenten 19
2.2 Steady-State 19
2.3 Verlauf der Imitationskosten 21
2.3.1 Steigende Imitationskosten 21
2.3.2 Konstante Imitationskosten 24
2.3.3 Über die Innovationskosten hinaus steigende Imitationskosten 26
2.4 Ausländische Direktinvestitionen und geistige Eigentumsrechte 27
2.5 Reduzierung der Monopolmacht 29
2.6 Zwischenfazit 29
3. Innovationsaktivität 30
3.1 Modellstruktur 30
3.1.1 Nutzenmaximierung der Haushalte 32
3.1.2 Konsumgutsektor 35
3.1.3 F&E-Sektor 37
3.1.4 Wertpapiermarkt 40
3.1.5 Steady-State-Bedingungen für F&E 42
3.1.6 Qualitätsdynamik 44
3.1.7 Arbeitsmarkt 46
3.2 Steady-State 48
3.2.1 Existenz eines Steady-State Gleichgewichts 48
3.2.2 Haupteigenschaften des Steady-State 51
3.2.3 Geistige Eigentumsrechte 53
3.3 Zwischenfazit 54
3.4 Kritik und Ausblick 55
4. Zusammenfassung und Fazit 57
Literaturverzeichnis 58
 
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