Studienplatzklagen Medizin einklagen
 
 
  SUCHE << STARTSEITE |PRESSEPORTAL | MELDUNGEN EINFÜGEN
 
 

 

Zeitschriften Druck

 

 
A - Z | FACHBEREICHE
A - Z | ZEITSCHRIFTEN
A - Z | VERLAGSLISTE
25301 DIPLOMA
Verlagsdaten ordern
Fachbeiträge
BEI UNS WERBEN
EINTRAG KOSTENLOS
VERLAGSZUGANG
praxiswissen.de
Hardcoverbücher – Softcoverbücher – Kataloge
keysale-kabine
Onlinedruckerei für Ärzte und Heilpraktiker
User online: 47
Einträge: 38179
   Diplome

Diplomarbeiten

 

 

Titel Die Problematik der sozialen Sicherung 
Untertitel Dargestellt am Beispiel des Krankheitsrisikos 
AutorIn Claudia Albert 
Seiten 129 Seiten 
Hochschule Ruhr-Universität Bochum Deutschland 
Art der Arbeit Diplomarbeit 
Abgabe 1997 
Note 1,3 
Preis 38,00 EUR (inkl. MwSt.)
 
Bestellnummer 95000104 
Sprache Deutsch 
Medien Papier / CD 
Inhaltsangabe
Einleitung:

Nahezu tagtäglich und in zunehmendem Umfang kann derzeit in den Medien die Debatte um die Gesundheitsreform in Deutschland verfolgt werden. Grund für den Wunsch nach Veränderungen ist die zu beobachtende Ausgabenexpansion, infolge derer der Schutz der Bevölkerung vor Krankheit und ihren Folgen nicht auf dem derzeit vergleichsweise hohen Niveau gehalten werden kann. Mit ähnlichen Problemen sehen sich auch die sozialen Sektoren anderer westlicher Industriestaaten konfrontiert.

Als anzustrebendes Ziel wird daher von den verantwortlichen Personen, insbesondere den Politikern, übereinstimmend eine Kostensenkung formuliert. Sehr verschieden sind jedoch die Wege und Mittel, mit denen sie dieses Ziel letztendlich erreichen wollen. Immer neue Maßnahmen, wie bspw. Zuzahlungen, Risikostrukturausgleich zwischen den Versicherungsunternehmen, Kassenwahlfreiheit für bestimmte Versichertenkreise werden dabei in die Diskussion geworfen, erhitzen jeweils für eine Weile lang die Gemüter aufs heftigste und schaffen regelmäßig große Unsicherheit unter der Bevölkerung. Dabei fällt dem Ökonomen auf, daß sich diese Verbesserungsvorscbläge ausschließlich innerhalb des bestehenden deutschen Krankenversicherungssystems - insbesondere der Gesetzlichen Krankenversicherung - bewegen. Ihren Untersuchungen zufolge aber krankt das Sicherungssystem nicht allein an evtl. falsch festgelegten Detailregelungen der o.g. Art, sondern vor allem in seinen Grundstrukturen! Ein Großteil unter ihnen fordert daher eine grundlegende Umgestaltung des gesamten Systems und seinen Prinzipien.

Aus diesen Gedanken heraus wurde für die vorliegende Arbeit zum Ziel erklärt, abstrahierend von realexistierenden Krankenversicherungssystemen, einmal die wesentlichen grundsätzlich denkbaren Formen von Sicherungssystemen auf ihre Eignung in modernen Industriegesellschaften hin zu untersuchen. Vier sehr verschiedene Systemtypen wurden dabei schon als ausreichend erachtet, um die Palette der Möglichkeiten von reiner Marktlösung bis zu reiner Staatslösung zu repräsentieren. Es handelt sich hierbei um die Modelle · EIGENSICHERUNG DER HAUSHALTE · PRIVATE KRANKENVERSICHERUNG · GESETZLICHE KRANKENVERSICHERUNG · STAATLICHER GESUNDHEITSDIENST.

Um jedes dieser Systeme auf seine Praktikabilität hin überprüfen zu können, mußten für die moderne Industriegesellschaft geltende Zielkriterien aufgestellt werden. Hierzu wurden · das Sicherungsziel · das Gerechtigkeitsziel · das Freiheitsziel · das Allokationsziel (gleichbedeutend mit effizientem Wirtschaften) erklärt, Alle Komponenten haben die Maximierung der gesellschaftlichen Wohlfahrt zum Zweck.

Im Rahmen der daran anschließenden Untersuchung ergab sich insbesondere ein größerer Prüfungsbedarf des Allokationsziels, da die Versicherungsbranche zahlreiche sektorenspezifische Merkmale aufweist.

Im Ergebnis konnte letztendlich festgestellt werden, daß sowohl der Staatliche Gesundheitsdienst als auch die Gesetzliche Krankenversicherung, welche ja dem derzeitigen deutschen System entspricht, keinesfalls befriedigende Ergebnisse zu erzielen in der Lage ist. Verallgemeinernd für alle staatlichen Systemtypen kann festgehalten werden, daß die Anreize der Versicherten, der Versicherer (Bürokraten), der Leistungsanbieter (Ärzte), ja sogar der Politiker (!) zur Sparsamkeit zu schwach ausgeprägt sind. Das Allokationsziel wird klar verfehlt, womit auch die anhaltende Ausgabensteigerung der deutschen Gesetzlichen Krankenversicherung als systembedingt - und somit kaum vermeidbar - zu erklären wäre. Defizite weisen staatliche Lösungen weiterhin im Zusammenhang mit dem Freiheitsanliegen auf.

Für beide Marktlösungen konnte auf der anderen Seite die unbefriedigende Erfüllung sowohl des Sicherungs- als auch des Gerechtigkeitsziels nachgewiesen werden. In modernen Industriegesellschaften wird es als nicht hinnehmbar erachtet, daß der Zugang zu medizinischer Versorgung im Krankheitsfall nur den zahlungskräftigen Individuen vorbehalten ist. Die Überlassung der Absicherung gegen das Krankheitsrisiko kann also nicht ausschließlich den Individuen bzw. Privaten Krankenversicherungen überlassen werden.

Die Gestaltung eines zielkonformen Sicherungssystems muß aus den genannten Gründen sowohl staatlichen als auch marktlichen Elementen Einfluß gewähren. Empfohlen wird staatliches Handeln dabei nur im Rahmen der Existenzsicherung, darüber hinaus sind die positiven Effizienzwirkungen der privaten Lösungen zu nutzen. Einige Instrumente zur Erhöhung der Sparanreize - auch innerhalb der staatlich geregelten Existenzsicherung - werden im letzten Teil der Arbeit angeführt.

Für den konkreten Fall Deutschland erscheint eine grundlegende Neugestaltung des gesamten Systems erforderlich, welche über die derzeitigen Reformvorschläge weit hinausgeht. Dabei muß der Schwerpunkt der Bemühungen auf den Abbau staatlichen Eingreifens und eine Erhöhung der Eigenverantwortung der Individuen gelegt werden.

Inhaltsverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis VI
Abkürzungsverzeichnis VII
Symbolverzeichnis VIII
I. Einleitung 1
II. Darstellung des ökonomischen Problems 2
1. Das ordnungspolitische Grundproblem der Sektorensteuerung 2
1.1. Der Gegenstand der Ordnungspolitik 2
1.2. Die Sichtweise des Dualismus 3
1.3. Die Sichtweise des Pluralismus 4
2. Das individuelle Krankheitsrisiko aus Sicht des Individuums 5
2.1. Der Krankheitsbegriff aus Sicht des Individuums 5
2.2. Das individuelle Krankheitsrisiko, seine Einflußgrößen und deren Beeinflußbarkeit durch das Individuum 8
2.3. Die individuellen Absicherungsmöglichkeiten gegen das Krankheitsrisiko 15
2.4. Die individuelle Entscheidung zur Absicherung 17
3. Das individuelle Krankheitsrisiko aus gesellschaftlicher Sicht 21
3.1. Die Bedeutung von Krankheit des Individuums für die Gesellschaft 21
3.2. Die Beeinflußbarkeit des individuellen Krankheitsrisikos durch den Staat 22
3.3. Staatliche Absicherungsmöglichkeiten gegen individuelle Krankheitsrisiken 24
3.4. Die staatliche Entscheidung zur Absicherung gegen individuelle Krankheitsrisiken 25
4. Folgerung für den weiteren Verlauf der Untersuchung 26
4.1. Die Sicherungsalternativen im Überblick 26
4.2. Entwicklung eines Maßstabs zur Beurteilung der alternativen Sicherungformen 27
4.2.1. Das gesellschaftliche Oberziel 27
4.2.2. Das Allokationsanliegen 28
4.2.3. Das Verteilungsanliegen 34
III. Darstellung der vier Sicherungssysteme 38
1. Die eigenverantwortliche Absicherung gegen das Krankheitsrisiko 38
1.1. Die Eigensicherung 38
1.1.1. Funktionsweise des Systems 38
1.1.2. Mögliche Allokationsprobleme 39
1.1.2.1. Externe Effekte 39
1.1.2.2. Trittbrettfahrerverhalten 40
1.1.2.3. Eingeschränkte Markttransparenz 42
1.1.2.4. "Anbieterinduzierte" Nachfrage 44
1.1.2.5. Nicht-Rationalität der Individuen 45
1.1.3. Mögliche Sicherungsprobleme 46
1.1.4. Verteilungsergebnis 48
1.2. Die Private Krankenversicherung 49
1.2.1. Funktionsweise des Systems 49
1.2.2. Mögliche Allokationsprobleme 51
1.2.2.1. Externe Effekte und Trittbrettfahrerverhalten 51
1.2.2.2. Eingeschränkte Markttransparenz 52
1.2.2.3. Adverse Selektion 54
1.2.2.4. Bedarfsfallorientierte Versicherung 56
1.2.2.5. Moralisches Risiko 57
1.2.2.6. Ein Transaktionskostenargument 59
1.2.2.7. Nicht-Rationalität der Individuen 61
1.2.3. Verteilungsergebnis 62
2. Die staatliche Absicherung gegen das Krankheitsrisiko 63
2.1. Die Gesetzliche Krankenversicherung 63
2.1.1. Entscheidungsträger und Funktionsweise des Systems 63
2.1.2. Koordinationsmängel im Zusammenhang mit politischen Entscheidungen 65
2.1.3. Weitere mögliche Allokationsprobleme 70
2.1.3.1. Externe Effekte und Trittbrettfahrerverhalten 70
2.1.3.2. Eingeschränkte Markttransparenz 71
2.1.3.3. Adverse Selektion und bedarfsfallorientierte Versicherung 71
2.1.3.4. Moralisches Risiko 72
2.1.3.5. Nicht-Rationalität der Individuen 75
2.1.4. Verteilungsergebnis 75
2.2. Der staatliche Gesundheitsdienst 77
2.2.1. Entscheidungsträger und Funktionsweise des Systems 77
2.2.2. Mögliche Allokationsprobleme 79
2.2.2.1. Externe Effekte und Trittbrettfahrerverhalten 79
2.2.2.2. Moralisches Risiko und "Anspruchsinflation" 80
2.2.2.3. Bürokratenverhalten 81
2.2.2.4. Weitere mögliche Probleme 82
2.2.3. Verteilungsergebnis 82
IV. Kritische Würdigung der vier Sicherungssysteme 83
1. Die Erfüllung des Allokationsanliegens 83
1.1. Statische Effizienz 83
1.1.1. Eigensicherung 83
1.1.2. Private Krankenversicherung 85
1.1.3. Gesetzliche Krankenversicherung 87
1.1.4. Staatlicher Gesundheitsdienst 88
1.2. Dynamische Effizienz 89
1.2.1. Eigensicherung 89
1.2.2. Private Krankenversicherung 90
1.2.3. Gesetzliche Krankenversicherung 91
1.2.4. Staatlicher Gesundheitsdienst 93
1.3. Transaktionskosteneffizienz 93
2. Die Erfüllung des Sicherungsanliegens 95
3. Die Erfüllung des Verteilungsanliegens 96
4. Die Erfüllung des Freiheitsanliegens 96
5. Zusammenfassender Vergleich der vier Sicherungssysteme 98
V. Vorschläge zur Annäherung an eine gesamtwirtschaftlich optimale Absicherung gegen das Krankheitsrisiko 99
1. Zwang zur Grundabsicherung 99
1.1. Allgemeine Bedingungen und Leistungsumfang 99
1.2. Erhöhung der Verantwortungsbereitschaft der Individuen 103
2. Freiwillige Zusatzabsicherung 107
Vl. Schlußbetrachtung 108
Literaturverzeichnis 110
 
Bestellen

powered by:
Diplom.de





   Weitere Angebote zu diesem Thema:
   Zeitschriften 
 

 

 
Pressemeldungen  |  KONTAKT - fachzeitungen.de  |  ÜBER UNS  |  IMPRESSUM- Fachzeitungen.de   |  Datenschutz   |