Studienplatzklagen Medizin einklagen
 
 
  SUCHE << STARTSEITE |PRESSEPORTAL | MELDUNGEN EINFÜGEN
 
 

 

Zeitschriften Druck

 

 
A - Z | FACHBEREICHE
A - Z | ZEITSCHRIFTEN
A - Z | VERLAGSLISTE
25301 DIPLOMA
Verlagsdaten ordern
Fachbeiträge
BEI UNS WERBEN
EINTRAG KOSTENLOS
VERLAGSZUGANG
praxiswissen.de
Hardcoverbücher – Softcoverbücher – Kataloge
keysale-kabine
Onlinedruckerei für Ärzte und Heilpraktiker
User online: 44
Einträge: 38179
   Diplome

Diplomarbeiten

 

 

Titel Humankapitalkontrakte als innovatives Instrument zur Studienfinanzierung in Deutschland 
Untertitel  
AutorIn Dennis Glatzel 
Seiten 88 Seiten 
Hochschule Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main Deutschland 
Art der Arbeit Diplomarbeit 
Abgabe 2007 
Note 1,7 
Preis 38,00 EUR (inkl. MwSt.)
 
Bestellnummer 95010757 
Sprache Deutsch 
Medien  
Inhaltsangabe
Einleitung:

Zeitungsartikel mit Schlagzeilen wie "Akademikernotstand?", "Bildungsnation steigt immer weiter ab" und "Der Fehler ist das System" stellen dem deutschen Hochschulsystem nur ein mangelhaftes Zeugnis aus. Häufig werden sowohl die Ineffizienz des tertiären Bildungsapparates als auch die schlechten Bildungschancen sozial schwacher Familien als Kernproblemfelder und Verursacher zu geringer Studentenzahlen angeführt. Unzureichende Alternativen im Rahmen der persönlichen Studienfinanzierung gehören zu den zentralen Einflussfaktoren auf die genannten Missstände. In der vorliegenden Diplomarbeit werden sowohl die Schwächen aktuell vorherrschender Finanzierungskonzepte, als auch die Vorteile innovativer einkommensabhängiger Methoden betrachtet. In diesem Zusammenhang soll insbesondere die Fragestellung untersucht werden, ob Humankapitalkontrakte als flächendeckendes Studienfinanzierungsinstrument für den deutschen Bildungsmarkt geeignet sind.

Ein fortschrittliches Hochschulsystem und ein breiter Zugang zu Bildungsinstitutionen sind für die modernen Volkswirtschaften in Bezug auf die Deckung des zukünftigen Bedarfs an qualifizierten Fachleuten von großer Wichtigkeit. Laut der aktuellen OECD-Studie "Education at a Glance 2006" liegt der Anteil der 25- bis 65-jährigen mit einem Hochschulabschluss in Deutschland mit 15% deutlich unter dem OECD-Mittel von 19%. Im Spitzenland USA haben sogar 30% der Bevölkerung einen akademischen Abschluss. Die niedrigen deutschen Absolventenquoten im Tertiärbereich werden nicht unwesentlich von landesspezifischen Besonderheiten, wie Mängeln in den vorgelagerten Stufen des Bildungssystems oder der Existenz des Dualen Ausbildungssystems beeinflusst. Eine der Hauptursachen für das unterdurchschnittliche Bildungsniveau liegt jedoch auch in einer zu niedrigen Nachfrage nach tertiärer Bildung und einer geringen Inanspruchnahme des verfügbaren Bildungsangebotes. Laut aktuellen Prognosen wird die Akademikerquote in Deutschland im europäischen Vergleich innerhalb der nächsten 10 Jahre weiter abnehmen. Dies ist eine bedrohliche Entwicklung und kann als Frühwarnindikator für eine sinkende wirtschaftliche Bedeutung Deutschlands innerhalb der OECD interpretiert werden. Auch die Zahl der Studienanfänger liegt in Deutschland nur unter dem Durchschnitt. Trotz eines Anstiegs der Studienanfängerquote um 7% auf 37% in den Jahren von 2000 bis 2004 bewegt sich die Bundesrepublik weit hinter dem OECD-Mittel von 53%. In den Spitzenländern Schweden und Finnland nahmen im Jahr 2004 mit mehr als 70% der Schulabgänger in etwa doppelt so viele ein Hochschulstudium auf. Die demografische Entwicklung in der Bundesrepublik zählt zu den primären Treibern der Studienanfängerquote. Wie die nachfolgenden Ausführungen zeigen gehören aber auch die Alternativen bei der persönlichen Studienfinanzierung zu wichtigen Einflussfaktoren auf die Entscheidung zur Aufnahme eines Studiums.

Gang der Untersuchung:

Die vorliegende Diplomarbeit beleuchtet sowohl den Status Quo der Studienfinanzierung als auch alternative innovative Konzepte aus einer theoretischen sowie aus einer praktischen Perspektive. Nach einer Einführung werden im zweiten Abschnitt zunächst die in die Finanzierung von Hochschulen involvierten Parteien vorgestellt. In diesem Zusammenhang werden insbesondere die Rolle des Staates und die Notwendigkeit seiner, zumindest anteilsmäßigen, Kostenträgerschaft erläutert. Anschließend werden unter Berücksichtigung der gegenwärtigen finanziellen Situation der Studierenden in Deutschland Möglichkeiten einer privaten Kostenbeteiligung aufgezeigt.

Im weiteren Verlauf werden zweierlei Marktversagen als Ursachen einer zu geringen Bildungsbeteiligung herausgestellt: Als Folge von fehlenden Versicherungs-möglichkeiten bei Bildungsinvestitionen und aufgrund eines zu geringen Kreditangebotes zur Studienfinanzierung bleibt vielen geeigneten jungen Menschen der Gang an eine Hochschule verwehrt. Mittels einer Analyse der sozialen Zusammensetzung der Studierenden wird verdeutlicht, dass hiervon insbesondere Personen aus "sozial schwachen" Familien betroffen sind.

Der dritte Abschnitt dieser Arbeit beginnt mit einer Erläuterung der einkommensabhängigen Finanzierung als innovativem Konzept der Studienfinanzierung. Es wird aufgezeigt, dass einkommensabhängige Instrumente implizit eine Versicherung gegen Arbeitslosigkeit und niedrige Einkommen beinhalten und das Potential besitzen, die Studienfinanzierung sowohl gerechter als auch effizienter zu gestalten. Im weiteren Verlauf werden die einkommensabhängigen Instrumente Income Contingent Loan, Akademikersteuer und Humankapitalkontrakt aus einer theoretischen Perspektive analysiert und unter Kostenaspekten miteinander verglichen. Die Einsatzmöglichkeiten von Income Contingent Loans und Humankapitalkontrakten werden zudem anhand von Praxisbeispielen wie dem Yale Tution Postponement Programm, dem australischen Higher-Education Contribution System, sowie dem jungen deutschen Unternehmen CareerConcept AG veranschaulicht.

Im vierten Abschnitt werden Humankapitalkontrakte auf ihre Eignung als flächendeckendes Studienfinanzierungsinstrument für die Bundesrepublik Deutschland untersucht. Hierzu wird aus einer ökonomischen Perspektive auf Grundlage realistischen Datenmaterials eine Abschätzung ihrer praktischen Einsatzmöglichkeit getroffen. Im Rahmen der Untersuchung werden in der Tradition von Mincer (1974b) auf Basis des Mikrozensus 2004 zunächst die erwarteten zukünftigen Einkommen für Absolventen verschiedener Studiengänge prognostiziert. Über eine Gegenüberstellung dieser Erwartungen mit einer Investition zur Deckung der privaten Kosten eines Hochschulstudiums werden die erforderlichen Einkommensanteile ermittelt, die ein Absolvent als Gegenleistung für die Finanzierung seiner Studien- und Lebenshaltungskosten an einen Investor zurückzahlen müsste. In der Untersuchung werden auf Basis realistischer Studienanfängerzahlen und Abbrecherquoten sowohl einzelne Fachbereiche isoliert, als auch ein Pool aller Studierenden betrachtet. Des Weiteren werden Sensitivitätsanalysen unter Variation der Parameter Studiendauer, Abbrecherquote und Auszahlungshöhe vorgenommen.

 
Bestellen

powered by:
Diplom.de





   Weitere Angebote zu diesem Thema:
   Zeitschriften 
 

 

 
Pressemeldungen  |  KONTAKT - fachzeitungen.de  |  ÜBER UNS  |  IMPRESSUM- Fachzeitungen.de   |  Datenschutz   |