Studienplatzklagen Medizin einklagen
 
 
  SUCHE << STARTSEITE |PRESSEPORTAL | MELDUNGEN EINFÜGEN
 
 

 

Zeitschriften Druck

 

 
A - Z | FACHBEREICHE
A - Z | ZEITSCHRIFTEN
A - Z | VERLAGSLISTE
25301 DIPLOMA
Verlagsdaten ordern
Fachbeiträge
BEI UNS WERBEN
EINTRAG KOSTENLOS
VERLAGSZUGANG
praxiswissen.de
Hardcoverbücher – Softcoverbücher – Kataloge
keysale-kabine
Onlinedruckerei für Ärzte und Heilpraktiker
User online: 50
Einträge: 38179
   Diplome

Diplomarbeiten

 

 

Titel Einfluss des Emissionshandels auf die Strompreise 
Untertitel  
AutorIn Ron Warncke 
Seiten 58 Seiten 
Hochschule Christian-Albrechts-Universität zu Kiel Deutschland 
Art der Arbeit Diplomarbeit 
Abgabe 2007 
Note
Preis 28,00 EUR (inkl. MwSt.)
 
Bestellnummer 95014222 
Sprache Deutsch 
Medien  
Inhaltsangabe
Problemstellung:

In Folge der Verpflichtungen europäischer Staaten, den CO2 -Ausstoß nachhaltig zu reduzieren, trat zum Jahr 2005 die Emissionhandelsrichtlinie 2003/87/EG in Kraft [Kommission der europäischen Gemeinschaft 2003]. Dieses multilaterale Abkommen verpflichtet die Mitgliedsstaaten zur Internalisierung ihrer CO2 -Emissionen durch die Einführung eines Emissionshandelssystems. Mit der Implementierung des 'European Union emission trading system' (EU ETS) wurde der größte bestehende Markt für Verschmutzungsrechte geschaffen. Anlagen mit einer Feuerungswärmeleistung von mehr als 20 MW betrifft das neue Handelssystem. Die EU entschied sich zu diesem Schritt im Zuge der Reduzierung der Treibhausgasemissionen durch das internationale Kyoto- Protokoll, das die flexible Maßnahme eines Zertifikatesystems im Portfolio der Klimaschutzinstrumente empfiehlt. Zu diesem Zeitpunkt gab es kaum Erfahrungen mit dem von Ökonomen präferierten Instrument eines Zertifikatehandels im europäischen Raum. Aus diesem Grund entschied sich die europäische Union für die Einführung einer dreijährigen Testphase, von 2005 bis 2007, in der einzig Luftverschmutzungsrechte für das Treibhausgas Kohlendioxid gehandelt werden. Wichtige Erkenntnisse und Schwächen der ersten Phase sollen in den folgenden, dann fünfjährigen Perioden, beachtet werden. Für die Umsetzung der Richtlinie auf nationaler Ebene ließ die EU den Mitgliedsstaaten ein hohes Maß an Autonomie, im Rahmen einiger verbindlicher Vorschriften, an die sich die Mitgliedstaaten orientieren müssen. Die Ratifizierung auf nationaler Ebene erfolgte in Deutschland am 11.Juni 2004 durch den Bundestag nach dem Treibhausgasemissionshandelsgesetz (TEHG). Die Ausgestaltung erfolgte mit dem Zuteilungsgesetztes 2007 (ZuG 2007 vom 26.06.2004) anhand des nationalen Allokationsplans [NAP 2004]. Um die Kosten des Emissionshandels insbesondere für die Konsumenten zu begrenzen, verpflichtete die europäische Union seine Mitgliedsstaaten die Austeilung der Zertifikate hauptsächlich kostenlos zu gestalten, ein Anteil von 5 % durfte von den Staaten auktioniert werden, Deutschland machte von dieser Wahlmöglichkeit jedoch keinen Gebrauch und verteilte das nationale Kontingent, bis auf eine Reserve von 0,6 % für Neuanlagen, kostenlos an die emissionshandelspflichtigen Unternehmen. Kontrovers diskutiert wurde die Möglichkeit der CO2 erzeugenden Unternehmen die Zertifikatepreise an die Konsumenten weiterzugeben. Gerade dieser Effekt sollte seitens der EU mit der hauptsächlich kostenlosen Vergabe des Zertifikatekontingents verhindert werden. Dass die europäische Union mit dieser Annahme die ökonomischen Grundlagen der Preisbildung außer Acht ließ, soll unter anderem in dieser Arbeit analysiert werden. Im Fokus der Diskussion über die in der breiten Öffentlichkeit als unrechtmässig wahrgenommenen Preisweitergabe steht besonders die Energiewirtschaft, die mit 1,17 Mrd. Emissionsberechtigungen innerhalb der deutschen Industrien den größten Teil (78 %) des nationalen Kontingents erhielt. 2006 ging bei dem Bundeskartellamt eine Sammelbeschwerde von Unternehmen und Unternehmensvereinigungen, über die Einpreisung der Zertifikatekosten in den Strompreis, gegen die beiden Marktführer E.ON und RWE ein. Das Bundeskartellamt leitete daraufhin ein Verwaltungsverfahren wegen des Verdachts des Missbrauchs einer marktbeherrschenden Stellung im Sinne von § 19 GWB und Artikel 82 EG ein. Nach einer mündlichen Verhandlung unter Anwesenheit der involvierten Parteien am 30. März 2006 veröffentlichte die 8. Beschlusskammer am 21.12.2006 eine Abmahnung gegen die beiden Unternehmen und verfügte eine Begrenzung der Einpreisung um höchstens 25 % der produktionsgebundenen Zertifikatepreise [Bundeskartellamt 2006b]. Begründet wurde diese Erlaubnis der Einpreisung mit dem Prinzip der Opportunitätskosten. Durch die Möglichkeit des Handels mit den zugeteilten Zertifikaten erlangen die kostenlos ausgeteilten Verschmutzungsrechte einen monetären Wert. Werden sie nicht in der Produktion eingesetzt, so können sie gewinnbringend veräußert werden. Durch die Stromproduktion entsteht den Stromversorgern ein Gewinnentgang in Folge der betriebsinternen Bindung der Zertifikate. Dieser Gewinnentgang muss aus betriebswirtschaftlicher Sicht in die Preisgestaltung als Kosten einfließen. Der Pass Through ist unter Ökonomen unbestritten.

Die vorliegende Arbeit soll demnach nicht die Rechtmäßigkeit eines Einpreisens thematisieren, vielmehr ist es Ziel dieser Arbeit, die Höhe dieser Einpreisung theoretisch sowie empirisch zu quantifizieren und im Spannungsfeld der Marktstruktur zu analysieren. Aus diesem Grund werden im zweiten Kapitel der deutsche Strommarkt und dessen Akteure beschrieben und die Institutionen des Stromhandels und des Zertifikatehandels erläutert. Mit den in diesem Kapitel erlangten Charakteristiken werden im dritten Kapitel auf theoretischer Basis die Pass -Through -Raten anhand spezifischer Kosten und Nachfragefunktionen sowie unter unvollkommenen Marktstrukturen, Monopol und Oligopol, im Vergleich zur vollkommenen Konkurrenz abgeleitet. Bevor im vierten Kapitel die Preisweitergabe anhand eines ökonometrischen Modells empirisch für die Jahre 2005 und 2006 berechnet wird, soll im Sinne eines 'State of the Art' ein Literaturüberblick über die bisherigen Berechnungen des Pass Through gegeben werden. Kapitel 4 schließt mit Ansätzen zur Quantifizierung der Gewinne für die Stromkonzerne aus der kostenlosen Zuteilung der Zertifikate, sogenannte Windfall Profits. Im 5. Kapitel soll anhand des Modells aus Kapitel 4 die Hypothese einer stärkeren Weitergabe des Zertifikatepreises bei Preisanstiegen als bei Preisrückgängen untersucht werden. Mögliche Maßnahmen der Wettbewerbspolitik werden für die aus den Analysen in den vorigen Abschnitten gewonnen Ergebnisse und Probleme auf ihre Wirksamkeit im Kapitel 6 überprüft. Das letzte Kapitel fasst die wichtigsten Ergebnisse der vorliegenden Arbeit zusammen.

 
Bestellen

powered by:
Diplom.de





   Weitere Angebote zu diesem Thema:
   Zeitschriften 
 

 

 
Pressemeldungen  |  KONTAKT - fachzeitungen.de  |  ÜBER UNS  |  IMPRESSUM- Fachzeitungen.de   |  Datenschutz   |