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Titel Direktinvestitionen und inländische Beschäftigung 
Untertitel  
AutorIn Frank Maier 
Seiten 96 Seiten 
Hochschule Universität Bayreuth Deutschland 
Art der Arbeit Diplomarbeit 
Abgabe 1998 
Note 2,3 
Preis 38,00 EUR (inkl. MwSt.)
 
Bestellnummer 95001464 
Sprache Deutsch 
Medien Papier / CD 
Inhaltsangabe
Einleitung:

Die zunehmende Liberalisierung des Güterhandels und des internationalen Finanztransfers, eine Verbesserung der Transportmöglichkeiten und die erheblichen Fortschritte bei den Informations- und Kommunikationsmöglichkeiten bedingen, daß die weltweite Verflechtung der Wirtschaftsaktivitäten ständig zunimmt. Parallel dazu ergeben sich Veränderungen in der internationalen Arbeitsteilung.

Aufgrund dieser Globalisierung der Produkt-, Faktor- und Finanzmärkte findet seit Beginn der neunziger Jahre erneut eine heftig geführte Diskussion über die Qualität des Wirtschaftsstandortes Deutschland statt. Im Mittelpunkt dieser Diskussion steht die Frage, ob durch zunehmende Direktinvestitionen deutscher Unternehmen Arbeitsplätze "exportiert" werden. Diese Befürchtung wird durch die Presse mit fast täglich erscheinenden Berichten über geplante oder bereits realisierte Auslandsinvestitionen "genährt".

Zurückzuführen ist diese Diskussion vor allem auf die markanten Ausprägungen zweier auseinanderlaufender Entwicklungen:

Während einerseits der Personalbestand deutscher Unternehmen im Inland zwischen 1976 und 1995 nur um insgesamt etwa 14% stieg, nahm der Personalbestand deutscher Unternehmen im Ausland im selben Zeitraum um 110% zu.

Die Schere zwischen Kapitalimport und Kapitalexport öffnet sich andererseits im Trend seit Mitte der siebziger Jahre immer weiter. Dieser Prozeß fand seinen vorläufigen Höhepunkt im Jahr 1995: Damals schnellten die deutschen Direktinvestitionen im Ausland auf einen Rekordwert von rund 55 Mrd. DM, während ausländische Unternehmen nur etwa 17 Mrd. DM in der Bundesrepublik investierten.

Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, inwiefern Direktinvestitionen Auswirkungen auf die inländische Beschäftigung haben. Führen Direktinvestitionen deutscher Unternehmen im Ausland tatsächlich zu einem Abbau der inländischen Beschäftigung? Würde bei einem Verzicht auf Direktinvestitionen zu gleichen Teilen oder in ähnlicher Höhe im Inland investiert werden? Werden nicht vielmehr durch diese Form des Auslandsengagements Arbeitsplätze im Inland gesichert bzw. neue geschaffen?

Bei der Beantwortung dieser Frage wird in der Regel auf zwei Hypothesen verwiesen:

- Mit Hilfe von Direktinvestitionen wird inländische Produktion ins Ausland verlagert, d.h. Warenexport durch Kapitalexport substituiert. In einer stark exportabhängigen deutschen Volkswirtschaft, in der etwa jeder dritte Arbeitsplatz vom Export abhängig ist, muß es dadurch zu inländischen Beschäftigungseffekten kommen.

- Es wird heimisches Anlagekapital durch Direktinvestitionen exportiert, d.h. arbeitsplatzschaffende Investitionen werden im Ausland anstatt im Inland getätigt.

Ziel der nachfolgenden Arbeit ist es, auf der Basis von theoretischen Grundlagen der Direktinvestitionen den Kausalzusammenhang zwischen Direktinvestitionen und inländischer Beschäftigung darzustellen. Darauf aufbauend werden mit Hilfe empirischer Daten über Direktinvestitionen deutscher Unternehmen im Ausland die Folgen für die inländische Beschäftigung bewertet.

Inhaltsverzeichnis:

ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS IV
ABBILDUNGS-/TABELLENVERZEICHNIS VI
A. EINLEITUNG 1
1. PROBLEMSTELLUNG 1
2. GANG DER UNTERSUCHUNG 5
3. BEGRIFFSABGRENZUNG 6
3.1. Direktinvestitionen 6
3.1.1. Die Abgrenzung zwischen Direktinvestitionen und Portfolioinvestitionen 7
3.1.2. Statistische Erfassung von Direktinvestitionen 9
3.2. Anzahl der Erwerbstätigen und die Arbeitslosenquote als Kennziffern der Beschäftigung 12
B. THEORETISCHE GRUNDLAGEN FÜR DIREKTINVESTITIONEN 15
1. GRUNDSÄTZLICHES 15
2. THEORETISCHE ERKLÄRUNGSANSÄTZE FÜR DIREKTINVESTITIONEN 16
2.1. Die monopolistische Theorie 16
2.2. Die Theorie der Internalisierung 18
2.3. Die Standorttheorie 19
2.4. Die eklektische Theorie der Direktinvestition von Dunning 21
3. FAZIT 24
C. DIE AUSLÄNDISCHE STANDORTATTRAKTIVITÄT ALS DETERMINANTE FÜR DIREKTINVESTITIONEN 25
1. GRUNDSÄTZLICHES 25
2. WESEN DER STANDORTATTRAKTIVITÄT 26
3. AUSWIRKUNGEN VON DIREKTINVESTITIONSMOTIVEN AUF DIE NACHFRAGE NACH STANDORTFAKTOREN 28
4. FAZIT 36
D. KOMMT ES DURCH DIREKTINVESTITIONEN ZU HEIMISCHEN BESCHÄFTIGUNGSEFFEKTEN ? 37
1. GRUNDSÄTZLICHES 37
2. EMPIRISCHE UNTERSUCHUNG DER MOTIVE DEUTSCHER UND AUSLÄNDISCHER DIREKTINVESTOREN 40
3. DEUTSCHE DIREKTINVESTITIONEN IM AUSLAND UND DEREN RELEVANZ FÜR DIE INLÄNDISCHE BESCHÄFTIGUNG 45
3.1. Regionale Aufteilung deutscher Direktinvestitionen und deren Auswirkungen auf die inländische Beschäftigung 46
3.2. Sektorale Direktinvestitionen und deren Auswirkungen auf die inländische Beschäftigung 57
4. FAZIT 68
E. ZUSAMMENFASSUNG DER UNTERSUCHUNG 70
LITERATURVERZEICHNIS VIIII
 
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