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Diplomarbeiten

 

 

Titel Eine ökonomische Analyse von Reformmodellen für die Deutsche Gesetzliche Rentenversicherung 
Untertitel  
AutorIn Bernhard Utz 
Seiten 102 Seiten 
Hochschule Universität Passau Deutschland 
Art der Arbeit Diplomarbeit 
Abgabe 1996 
Note
Preis 38,00 EUR (inkl. MwSt.)
 
Bestellnummer 95000016 
Sprache Deutsch 
Medien Papier / CD 
Inhaltsangabe
Problemstellung:

Für die Versorgung der Bevölkerung im Rentenalter spielen grundsätzlich drei verschiedene Bereiche eine Rolle: die Zugehörigkeit zur GRV, zu betrieblichen Rentenkassen sowie die Bildung privater Ersparnisse. In diesem Zusammenhang wird auch von den "drei Säulen der Alterssicherung " gesprochen, wobei den GRV Renten die Funktion der Regelsicherung zukommt, während Betriebsrenten und Privatversicherungen nur ergänzenden Charakter haben . Die Untersuchung von Änderungsvorschlägen wird sich aber ausschließlich auf den Bereich der GRVRenten konzentrieren.

Gang der Untersuchung:

Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die wichtigsten in der einschlägigen Literatur diskutierten Reformmodelle für die Deutsche GRV zu systematisieren und einer ökonomischen Analyse zuzuführen.

Prinzipiell lassen sich dabei zwei Hauptkategorien von Änderungsvorschlägen unterscheiden: einerseits Anpassungen des bestehenden Systems wie z.B. eine Modifikation der Rentenformel. andererseits systernverändernde Vorschläge wie z.B. die Absenkung des Rentenniveaus bis hin zu einer Grundrente.

In Kapitel II wird zunächst ein Überblick über die derzeitige Situation der Deutschen GRV vermittelt, wobei neben einem kurzen Exkurs über Aufbau und Organisation vor allem die Grundprinzipien des derzeitigen GRV Systems erläutert werden. Danach folgt eine kurze Darstellung der beiden wichtigsten Rentenreformen früherer Jahre, nämlich jener aus den Jahren 1957 und 1972.

Im Mittelpunkt des III Kapitels stehen die Finanzierungsprobleme der Deutschen GRV, da diese den Fortbestand des derzeitigen Alterssicherungssystems am meisten bedrohen. Als Hauptursachen hierfür gelten sowohl die demographische Entwicklung als auch die Konsequenzen der momentanen wirtschaftlichen Situation in Deutschland.

Neben den finanziellen Schwachstellen existieren in der GRV aber auch noch andere Probleme, die von einer nach Ansicht von Kritikern "ungerechten Verteilung" der Rentenleistungen herrühren. Hier wären z.B. die zunehmende Altersarmut vor allem bei alleinstehenden Frauen sowie die Benachteiligung kinderreicher Familien im gegenwärtigen System zu nennen.

Die momentanen Reformdiskussionen über finanzielle Fragen lösen daher also noch weitergehendere Änderungswünsche bei denjenigen Politikern aus, die sich mit der bisherigen Ausgestaltung der GRV nicht einverstanden gezeigt haben und nunmehr grundlegende Veränderungen, wie z.B. eine stärkere Berücksichtigung der Kindererziehung bei der Festsetzung der Beiträge, als notwendig erachten . Kapitel III enthält daher neben dem Schwerpunkt Finanzierungsschwierigkeiten" noch einen eigenen Abschnitt über Verteilungsprobleme innerhalb des GRV Systems.

Im IV. Kapitel wird das Rentenreformgesetz 1992 (RRG '92) dahingehend näher untersucht, inwieweit es die derzeitigen Probleme der GRV bereits gelöst hat bzw. noch zu lösen imstande ist. Gründe, Maßnahmen und Auswirkungen des RRG'92 werden ausführlich dargestellt. Es ist aber fraglich, ob das RRG '92 auch wirklich weitreichend genug war oder ob nicht schon in einigen Jahren neuerliche Reformen notwendig sein werden.

In Kapitel V, dem Kein dieser Arbeit, werden zunächst grundlegende Aspekte von Alterssicherungssystemen erörtert, z.B. ob auch weiterhin eine staatliche Intervention im Bereich der Alterssicherung erfolgen soll.

Daran anschließend werden eine Reihe von systemkonformen also die gegenwärtigen Grundprinzipien beibehaltenden Reformmaßnahmen vorgestellt, wie z.B. die bereits erwähnte Modifikation der Rentenformel. Vorschläge, die im Zusammenhang mit den jüngsten Bonner Sparbeschlüssen die augenblickliche Diskussion prägen, werden an dieser Stelle in ihren Grundzügen skizziert.

Da unter Umständen aber lediglich Anpassungen des bestehenden Systems an den gesellschaftlichen Wandel zur Lösung der Rentenmisere nicht ausreichen könnten, folgt im Anschluß eine ausführliche Darstellung systemverändernder Reformmodelle, die die Zukunft der Deutschen GRV auch längerfristig sicherstellen sollen.

Inhaltsverzeichnis:

Gliederung I
Abkürzungsverzeichnis IV
Tabellenverzeichnis VI
I. Einführung, Problemstellung und Vorgehensweise 1
I.1. Einführung 1
I.2. Problemstellung und Vorgehensweise 3
II. Die derzeitige Situation der Deutschen GRV 6
II.1. Aufbau und Organisation 6
II.2. Grundprinzipien 6
II.2.1. Generationenvertrag und Umlageverfahren 6
II.2.2. Finanzierung 8
II.2.3. Umfang der Sicherung 9
II.2.4. Äquivalenzprinzip und Versicherungssystem 9
II.3. Frühere GRV Reformen 10
III. Aktuelle Probleme innerhalb der Deutschen GRV 12
III.1. Finanzierungsprobleme 12
III.1.1. Die demographische Entwicklung in Deutschland 12
III.1.1.1. Problembeschreibung 12
III.1.1.2. Mögliche Konsequenzen für die Deutsche GRV 14
III.1.2. Der Trend zur Frühverrentung und die hohe Arbeitslosigkeit als Folgen der wirtschaftlichen Entwicklung Deutschlands 16
III.1.2.1. Problembeschreibung 16
III.1.2.2. Mögliche Konsequenzen für die Deutsche GRV 17
III.2. Verteilungsprobleme 18
III.2.1. Die unzureichende Altersversorgung bestimmter Personengruppen 18
III.2.2. Die Benachteiligung kinderreicher Familien 20
IV. Das Rentenreformgesetz von 1992 (RRG '92) 22
IV.1. Gründe für das RRG'92 22
IV.2. Maßnahmen des RRG'92 23
IV.3. Auswirkungen des RRG'92 24
V. Reformmodelle für die Deutsche GRV 27
V.1. Grundlegende Aspekte von Alterssicherungsystemen 27
V.1.1. Zur Rechtfertigung staatlicher Intervention im Bereich der Alterssicherung 27
V.1.2. Art des Sicherungssystems: Versicherungs versus Steuer Transfer-System 29
V.1.3. Beachtung der Bundesverfassungsgerichts Rechtsprechung zurEigentumsgarantie von Rentenanwartschaften 30
V.1.4. Das Vertrauen der Mitglieder als Zukunftsgarant der Deutschen GRV 31
V.2. Systemkonforme Reformmaßnahmen für die Deutsche GRV 31
V.2.1. Primär einnahmenorientierte Reformmaßnahmen 33
V.2.2. Primär ausgabenorientierte Reformmaßnahmen . 34
V.2.3. Weitere Reformmaßnahmen im Zusammenhang mit den jüngsten Bonner Sparbeschlüssen 35
V.2.4. Erhöhung des Bundeszuschusses zur künftigen Rentenfinanzierung 37
V.2.5. Höhere Rentenbesteuerung zur künftigen GRV Finanzierung 38
V.2.6. Beurteilung systemkonformer Reformmaßnahmen 39
V.3. Systemverändernde Reformmodelle 41
V.3.1. Lebensstandardsicherungsmodelle 41
V.3.1.1. Der Übergang vom Umlage zum Kapitaldeckungsverfahren 41
V.3.1.1.1. Grundidee und mögliche Umsetzung des Kapitaldeckungsverfahrens 41
V.3.1.1.2. Vorteile des Kapitaldeckungsverfahrens 43
V.3.1.1.3. Nachteile des Kapitaldeckungsverfahrens 44
V.3.1.2. Die Ausweitung von Familienlastenausgleichsmaßnahmen 46
V.3.1.2.1. Grundidee und konkrete Vorschläge 46
V.3.1.2.2. Beurteilung zusätzlicher Familienlastenausgleichsmaßnahmen 47
V.3.1.3. Die Einführung einer Wertschöpfungsabgabe in die Deutsche GRV 48
V.3.1.3.1. Grundidee einer Wertschöpfungsabgabe 48
V.3.1.3.2. Vorteile einer ergänzenden Wertschöpfungsabgabe 50
V.3.1.3.3. Nachteile einer ergänzenden Wertschöpfungsabgabe 51
V.3.1.4. Die Integration von Mindestsicherungelementen in die Deutsche GRV 52
V.3.1.4.1. Das "Voll Eigenständige System" und die "bedarfsorientierte Mindestrente" als mögliche Lösungsansätze 52
V.3.1.4.2. Vorteile von Mindestsicherungselementen 55
V.3.1.4.3. Nachteile von Mindestsicherungselementen 56
V.3.1.5. Die Einführung einer Kombination aus steuerfinanzierter Grund- und beitragsfinanzierter Zusatzsicherung (Grünen Modell) 57
V.3.1.5.1. Grundidee und mögliche Umsetzung des Grünen Modells 57
V.3.1.5.2. Beurteilung des Grünen Modells 59
V.3.2. Grundsicherungsmodelle 61
V.3.2.1. Das Modell des Kronberger Kreises 62
V.3.2.1.1. Grundidee und möglicher Übergang zum "Kronberger Kreis Modell" 62
V.3.2.1.2. Beurteilung des "Kronberger Kreis Modells 64
V.3.2.2. Das Modell von Miegel/Wahl. 65
V.3.2.2.1. Grundidee und möglicher Übergang zum Miegel/Wahl Modell 65
V.3.2.2.2. Beurteilung des Miegel/Wahl Modells 67
V.3.2.3. Abschließende Analyse von Grundrentenmodellen. 69
Vl. Zusammenfassung und Ausblick 72
Anhang VIII
Literaturverzeichnis XVIII
Eidestattliche Erklärung XXIV
 
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