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Diplomarbeiten

 

 

Titel Analyse der Diskrepanz zwischen staatlicher Innovationspolitik einerseits und Perzeption der Unternehmen andererseits 
Untertitel  
AutorIn Claudia Philipp 
Seiten 98 Seiten 
Hochschule Universität Kassel Deutschland 
Art der Arbeit Diplomarbeit 
Abgabe 1999 
Note 1,3 
Preis 38,00 EUR (inkl. MwSt.)
 
Bestellnummer 95001681 
Sprache Deutsch 
Medien Papier / CD 
Inhaltsangabe
Einleitung:

Der wirtschaftliche Erfolg von Unternehmen ist eng mit Ihrer Innovationsbereitschaft und -fähigkeit verbunden. Betriebe, die sowohl Produkt- als auch Prozeßinnovationen durchführen, schaffen eine Grundlage für kontinuierliche Gewinne sowie eine langfristige Existenzsicherung.

Eine von der Autorin im Jahre 1997 durchgeführte empirische Erhebung zum Themenkomplex "Innovationsmanagement-Systeme" hat allerdings gezeigt, daß das Innovationsverhalten der Unternehmen nur in einem geringen Umfang von dem nationalen Innovationssystem und damit verbunden von der Innovationspolitik beeinflußt wird.

Bei der seinerzeit durchgeführten Untersuchung wurden dreißig Unternehmensvertreter aus den Regionen Nordhessen, Südniedersachsen und Ostwestfalen befragt. Eine der gestellten Fragen befaßte sich mit dem Einfluß, den das nationale und/oder regionale Innovationssystem auf das Innovationsverhalten in den Unternehmen hat. Dieser Einfluß wurde von achtzig Prozent der Interviewpartner als gering bis nicht vorhanden beurteilt. Lediglich zwanzig Prozent der Befragten maßen dem nationalen und/oder regionalen Innovationssystem einen mittleren Einfluß zu und keiner der befragten Unternehmensvertreter schätzte diesen Einfluß als hoch ein.

Diese Diskrepanz zwischen dem seit den 70er Jahren gestiegenen Niveau innovationspolitischer Maßnahmen und der andererseits mangelnden Perzeption in den Unternehmen ist Gegenstand der vorliegenden Arbeit. Es wird untersucht, inwiefern es der öffentlichen Hand gelingt, Innovationsaktivitäten der privaten Wirtschaft zu initiieren oder zu fördern. Den Ausgangspunkt der Untersuchung bilden insofern folgende zentrale Fragen:

- Weshalb werden innovationspolitische Maßnahmen lediglich in einem begrenzten Umfang von den Unternehmen wahrgenommen und genutzt?

- Gibt es Probleme, die in der Innovationspolitik selbst begründet sind und wenn ja, wo liegen diese?

- Sind Ansatzpunkte zur Verbesserung des innovationspolitischen Förderkonzeptes in Deutschland ermittelbar?

Aus diesen Fragestellungen heraus ergibt sich das Ziel, die Schnittstelle zwischen den Aktivitäten der öffentlichen Hand und der Aufnahme dieser Aktivitäten in den Unternehmen zu analysieren, um daraus Folgerungen für die Innovationspolitik abzuleiten. Die hier ermittelten Verbesserungsansätze sind als Denkanstöße für die politischen Entscheidungsträger zu verstehen, die Ansatzpunkte für eine zukunftsorientierte Innovationspolitik in Deutschland aufzeigen.

Gang der Untersuchung:

Nach einer ersten Einführung in das Themengebiet werden am Ende des ersten Kapitels die definitorischen Grundlagen gelegt. Sie implizieren eine inhaltliche Abgrenzung von Begriffen, die für diese Arbeit von Bedeutung sind.

Kapitel zwei behandelt die theoretischen Grundlagen der Arbeit, die zum besseren Verständnis der innovationspolitischen Zusammenhänge beitragen und zudem einen Einblick in den Themenkomplex vermitteln. Zunächst werden die Begründungsansätze für einen staatlichen Interventionismus im Bereich der Innovationen analysiert. Im zweiten Schritt werden allgemeine Ziele und Maßnahmen der Innovationspolitik herausgearbeitet. Zur weiteren Bestimmung des Untersuchungsobjektes erfolgt eine Erläuterung der innovationspolitischen Rahmenbedingungen. Darüber hinaus werden im letzten Abschnitt Probleme der Innovationspolitik formuliert, die bisher in der Literatur direkt aufgegriffen wurden.

Das darauffolgende Kapitel beinhaltet eine Untersuchung über die Ausgestaltung der Innovationspolitik in Deutschland auf der Bundesebene. Landes- und kommunalpolitische Entscheidungen finden an dieser Stelle keine Berücksichtigung, da dieser Abschnitt darauf zielt grundlegende Handlungsfelder darzustellen. Eine vollständige Aufführung aller Förderprogramme ist deshalb nicht erforderlich. Aus diesem Grund unterbleibt ebenfalls eine Analyse der Förderprogramme der Europäischen Gemeinschaft.

Die im Rahmen der vorliegenden Arbeit durchgeführten Experteninterviews werden im vierten Kapitel ausgewertet. Sie dienen zur wissenschaftlichen Fundierung der Schnittstellenanalyse zwischen öffentlicher Hand und Unternehmen. Anfangs erfolgt eine Erläuterung des Untersuchungsrahmens sowie eine Ausführung der institutionellen innovationspolitischen Infrastruktur in der Region Kassel. Sie beinhaltet eine Vorstellung verschiedener auf diesem Gebiet aktiver Institutionen. Anschließend werden die Befragungsergebnisse der Institutionen und Unternehmen dargestellt. Hierbei werden Meinungstendenzen herausgearbeitet.

Danach werden im Rahmen des Kapitels fünf Folgerungen für die staatliche Innovationspolitik abgeleitet. Diese basieren zum einen auf der vorangegangenen Literaturanalyse und zum anderen auf der Analyse der Innovationspolitik in Deutschland und den Ergebnissen der Experteninterviews aus Kapitel vier. Im Vordergrund steht hierbei das Herausarbeiten von Ansätzen und Anstößen zur Verbesserung der Innovationspolitik, um so eine erhöhte Perzeption in den Unternehmen zu ermöglichen.

Im abschließenden Kapitel werden die Ergebnisse der Arbeit zusammengefaßt und mit den im ersten Kapitel aufgeführten Fragestellungen abgeglichen.

Inhaltsverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis IV
Abkürzungsverzeichnis V
1. Einleitung 1
1.1 Problemstellung 1
1.2 Aufbau der Arbeit 3
1.3 Begriffliche Abgrenzungen 4
1.3.1 Innovation 4
1.3.2 Innovationspolitik 6
2. Grundlagen der Innovationspolitik 9
2.1 Begründungsansätze 9
2.1.1 Arrowsche Marktversagensthese 11
2.1.1.1 Externe Effekte 13
2.1.1.2 Unteilbarkeiten 14
2.1.1.3 Informationsmängel 15
2.1.1.4 Anpassungsmängel 16
2.1.2 Wachstumstheoretischer Begründungsansatz 17
2.1.3 Pragmatische Begründungsansätze 19
2.2 Ziele und Instrumente 20
2.3 Innovationsrelevante Rahmenbedingungen 23
2.4 Probleme der Innovationspolitik 25
3. Praktische Ausgestaltung der Innovationspolitik in Deutschland 27
3.1 Überblick 27
3.2 Handlungsfelder 31
3.2.1 Ausbildung, Weiterbildung, Qualifizierung 31
3.2.2 Wissensgewinnung, Kooperationen 34
3.2.3 Technologietransfer, Innovationsberatung 37
3.2.3.1 Grundzüge und ausgewählte Instrumente 37
3.2.3.2 Patentwesen 40
3.2.4 Kapital 42
4. Auswertung der Experteninterviews 44
4.1 Grundlagen 44
4.1.1 Ausgangssituation und Zielsetzung 44
4.1.2 Untersuchungsdesign 45
4.2 Ergebnisdarstellung 49
4.2.1 Institutionelle, innovationspolitische Infrastruktur in der Region Kassel 49
4.2.1.1 FIDT Technologie- und Gründerzentrum Kassel 51
4.2.1.2 Hessische Landesentwicklungs- und Treuhandgesellschaft (IHLT) 53
4.2.1.3 Innovationsberatung der IHK 54
4.2.1.4 Rationalisierungs-Kuratorium der Deutschen Wirtschaft e.V. (RKW) 54
4.2.1.5 Technologie- und Innovationsberatung der Universität Gesamthochschule Kassel (TIIB) 55
4.2.1.6 Wirtschaftsförderung Region Kassel GmbH (MTG) 56
4.2.2 Ergebnisse der Experteninterviews in den Institutionen 57
4.2.3 Ergebnisse der Experteninterviews in den Unternehmen 62
4.2.3.1 Organisation der Innovationsprozesse 62
4.2.3.2 Perzeption der Innovationspolitik 65
5. Folgerungen für die Innovationspolitik 71
5.1 Erhöhung der Transparenz des Gesamtsystems staatlicher Innovationspolitik 72
5.2 Förderung einer Innovations-Infrastruktur 73
5.3 Verringerung der Bürokratie 75
5.4 Ausrichtung des Informationsangebotes auf die jeweilige Zielgruppe 75
5.5 Gezielte Ausrichtung der innovationspolitischen Maßnahmen auf die tatsächlichen Bedürfnisse der Unternehmen 76
6. Schlußbetrachtung 78
Quellenverzeichnis 80
Anhang
 
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