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Diplomarbeiten

 

 

Titel Altersvorsorge durch Pensionsfonds 
Untertitel  
AutorIn Tanja Michelberger 
Seiten 161 Seiten 
Hochschule Universität Mannheim Deutschland 
Art der Arbeit Diplomarbeit 
Abgabe 1998 
Note 1,3 
Preis 38,00 EUR (inkl. MwSt.)
 
Bestellnummer 95003067 
Sprache Deutsch 
Medien Papier / CD 
Inhaltsangabe
Gang der Untersuchung:

Der im internationalen Vergleich starke Ausbau des Pensionsfonds-Sektor in den USA eignet sich besonders, die grundsätzlichen Eigenschaften dieses Alterssicherungssystems aufzuzeigen. Deshalb wird im weiteren - sofern nicht anders vermerkt - die Thematik der Pensionsfonds anhand den Gegebenheiten in den USA behandelt.

Der erste Teil vermittelt einen Überblick über das Themengebiet der Alterssicherung. Um Pensionsfonds besser in das Gesamtgefüge der Alterssicherung einordnen zu können, befasst sich das erste Kapitel mit den möglichen Ausgestaltungsformen von Pensionssystemen. Anhand den Kriterien Zielsetzung, Finanzierungsart, Pensionssystemträger und eventuellem Zwangscharakter werden die Eigenschaften von Pensionsfonds herausgearbeitet und gegenüber anderen Alterssicherungssystemen abgegrenzt.

Das zweite Kapitel untersucht die Anforderungen an eine Alterssicherung. In Verlauf dieses Kapitels wird deutlich werden, dass die vielschichtigen Aufgaben der Alterssicherung nicht von einem Vorsorgesystem allein gelöst werden können. Vielmehr sind es möglichst drei Arten von Pensionssystemen - jeweils mit unterschiedlicher Zielsetzung und Ausgestaltung - die zusammen eine ausgewogene Alterssicherung gewährleisten. Zur Verdeutlichung wird das von der Weltbank präferierte Drei-Säulen-Modell vorgestellt. Dieses gliedert sich in eine staatliche, eine betriebliche und eine private (im Sinne von individuelle) Säule. Pensionsfonds sind eine Form der betrieblichen Vorsorge, die in der Regel auf Freiwilligkeit basiert.

Das folgende dritte Kapitel greift diesen Umstand auf und befasst sich mit der Sichtweise der Unternehmen. In einem Umfeld, in dem Unternehmen frei sind in ihrer Entscheidung, betriebliche Alterssicherungssysteme anzubieten, ist es wichtig, die damit verbundenen finanzwirtschaftlichen und personalpolitischen unternehmerischen Zielsetzungen zu hinterfragen.

Kapitel 4 untersucht in einem Vergleich von Pensionsfonds mit anderen Formen der betrieblichen Alterssicherung, inwieweit Pensionsfonds diese Unternehmensziele umsetzen können. Da es unterschiedliche Organisationsformen von Pensionsfonds gibt, die sich grob in leistungsorientierte und beitragsorientierte Systeme einordnen lassen, ist zum weiteren Verständnis eine genaue Differenzierung dieser Vorsorgeformen in Kapitel 5 notwendig. Kapitel 6 befasst sich mit den Problemen der individuellen Vorsorge und ihrer möglichen Lösung durch Pensionsfonds. Der erste Teil schließt mit der Feststellung, dass Pensionsfonds anderen Alterssicherungsformen überlegen sein können.

Der zweite Teil informiert über den Status Quo betrieblicher Altersvorsorge in den USA, Deutschland und der Schweiz. Diese drei Länder wurden gewählt, da sie jeweils besondere Modelle der Alterssicherung beschreiben. Für die USA ist eine hohe Kapitaldeckung, ein ausgebauter Pensionsfonds-Sektor und gleichzeitig eine geringere staatliche Vorsorge kennzeichnend. Deutschland mit seiner dominanten, auf Umlage aufgebauten, staatlichen Vorsorge kann demzufolge als Gegenstück aufgefasst werden. Die Möglichkeit von Direktzusagen mittels Pensionsrückstellungen als Form der betrieblichen Vorsorge nimmt zudem im internationalen Vergleich eine Art Sonderstellung ein. Auch die Schweiz schuf mit ihrem obligatorischen System ein besonderes nationales Modell betrieblicher Alterssicherung.

Das erste Kapitel zeigt richtungsweisend den Trend der betrieblichen Alterssicherung in den USA auf. Daran schließt sich in Kapitel 2 eine Darstellung der dortigen Anspruchsberechtigten sowie ihrer Rechtstellung. Eine Beurteilung von Pensionsfonds kann nicht umhin, die Art und Auswirkungen der staatlichen Einflussnahme darzustellen. Daher befassen sich Kapitel 3 und 4 jeweils in einer normativen Analyse und einer sich anschließenden Darstellung der US-amerikanischen Gegebenheiten mit der Besteuerung und Regulierung von Pensionsfonds. Die besonderen Modelle Deutschlands und der Schweiz sind Thema des fünften Kapitels.

Teil II. zeigt durch drei unterschiedliche Sichtweisen die unterschiedliche Ausgestaltung und Bedeutung betrieblicher Altersversorgung auf. Um Pensionsfonds für das deutsche System der Altersversorgung vorschlagen zu können, sind noch weitere Bereiche zu untersuchen, auf die Pensionsfonds Einflus nehmen oder anhand derer man sie beurteilen kann. Der nachfolgende Teil III soll dazu dienen, die Bedeutung von Pensionsfonds besser verstehen zu können.

Der dritte Teil befasst sich am Beispiel der USA mit den unterschiedlichen Wirkungsebenen von Pensionsfonds. Das erste Kapitel greift die Fragestellung auf, ob Pensionsfonds das Einkommen und die Ersparnis der betreffenden Arbeitnehmer beeinflussen. Kapitel 2 vermittelt einen Überblick über mögliche Verzerrungen auf dem Arbeitsmarkt, die durch Pensionsfonds hervorgerufen wurden. Im dritten Kapitel wird die Sichtweise der Kapitalmärkte aufgegriffen. Es untersucht die Bedeutung von Pensionsfonds im Bereich der Unternehmensfinanzierung (Corporate Finance), beurteilt ihr Fondsmanagements und weist - darauf aufbauend - auf ihre Rolle im Bereich der Unternehmenskontrolle (Corporate Governance) hin.

Teil IV fasst die vorangegangenen Kapitel zusammen und beurteilt Pensionsfonds als eine Form der betrieblichen Altersvorsorge anhand den Kriterien Allokation, Verteilung, Angemessenheit und Sicherheit. Aufgrund dieser Beurteilung ergeben sich schließlich die für die Politik relevanten Implikationen.

Deutschland bietet sich die Chance, von den Erfahrungen der Vereinigten Staaten und anderen Ländern zu profitieren, die Vorteilhaftigkeit und auch die, angesichts der sich abzeichnenden Veränderungen der Altersstruktur, Notwendigkeit privater Pensionsfonds auszunutzen, ohne deren Fehler zu wiederholen. Deswegen soll auch diese Arbeit dem notwendigen Überdenken der heute in Deutschland bestehenden Strukturen dienen.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis 2
Abkürzungsverzeichnis 6
Abbildungsverzeichnis 7
Einleitung 8
Aufbau der Arbeit 16
Teil I: Einordnung von Pensionsfonds in den Bereich der Altersvorsorge
1. Ausgestaltung von Pensionssystemen 18
1.1 Kriterienübersicht 18
1.1.1 Zielsetzung 18
1.1.2 Finanzierungsart 18
1.1.3 Pensionssystemträger 20
1.1.4 Zwangscharakter 21
1.2 Pensionsfonds 22
2. Anforderungen an eine Alterssicherung 22
2.1 Normative Betrachtung 22
2.2 Das Drei-Säulen-Modell als Beispiel eines ausgewogenen Alterssicherungssystems 24
3. Betriebliche Alterssicherung im Kontext unternehmerischer Ziele 26
3.1 Finanzwirtschaftliche Zielsetzung 27
3.1.1 Der Eigenhandel 27
3.1.2 Die Planterminierung 27
3.1.3 Die Steuer-Arbitrage 27
3.1.4 Die Risikoerhöhung 28
3.2 Personalpolitische Zielsetzung 31
3.2.1 Verhaltenswissenschaftliche bzw. motivationstheoretische Ansätze 32
3.2.2 Ökonomische Ansätze 32
3.2.3 Ansätze der betrieblichen Willensbildung 32
4. Besonderheiten von Pensionsfonds gegenüber anderen Formen der betrieblichen Altersvorsorge 33
5. Grundsätzliche Organisationsformen der Pensionsleistungen 35
5.1 Beitragsorientierte Pensionssysteme 35
5.2 Leistungsorientierte Pensionssysteme 36
5.3 Vergleich der Organisationsformen 38
6. Die Überlegenheit betrieblicher Alterssicherungssysteme 42
6.1 Adverse Selektion bei individueller Altersvorsorge 42
6.2 Pensionsfonds als Lösung des Informationsproblems 43
Teil II: Status Quo betrieblicher Altersvorsorge in den USA, Deutschland und der Schweiz
1. Trend der betrieblichen Alterssicherung in den USA 46
2. Kreis der Anspruchsberechtigten und ihre Rechtstellung 48
3. Besteuerung von Pensionsfonds 52
3.1 Normative Betrachtung 52
3.1.1 Steuerprivilegien 52
3.1.2 Steuerpflicht 53
3.2 Steuerliche Regelungen in den USA 54
4. Regulierung von Pensionsfonds 56
4.1 Normative Betrachtung 56
4.1.1 Monopol 56
4.1.2 Externalitäten 57
4.1.3 Öffentliche Güter 58
4.1.4 Informationsasymmetrie 59
4.2 Regulierung in den USA 60
4.2.1 Einräumung unverfallbarer Anwartschaften 60
4.2.2 Portfolio - Regulierungen 61
4.2.3 Informations- und Mitteilungspflichten 61
4.2.4 Bilanzierungsrichtlinien 62
4.2.5 Vermögensdeckung von leistungsorientierten Pensionsleistungen 62
4.2.6 Garantieversicherungsgesellschaft für leistungsorientierte Pensionsfonds (Pension Benefit Guaranty Corporation, PBGC) 64
4.2.6.1 Normative Betrachtung 64
4.2.6.2 Deskriptive Betrachtung 66
5. Besondere nationale Modelle betrieblicher Alterssicherung 68
5.1 Betriebliche Altersversorgung in Deutschland 68
5.1.1 Die Direktzusage als Form der intern finanzierten betrieblichen Altersversorgung 70
5.1.1.1 Steuerliche Effekte 71
5.1.1.2 Bilanzierung 72
5.1.1.3 "Asset Funding" als Zwischenschritt zur externen Finanzierung 73
5.1.2 Die externe Finanzierung der betrieblichen Altersversorgung 73
5.1.2.1 Pensionskassen 74
5.1.2.2 Direktversicherungen 75
5.1.2.3 Unterstützungskassen 76
5.1.3 Pensionssicherungsverein auf Gegenseitigkeit (PSVaG) 78
5.1.4 Politische Implikationen 80
5.2 Betriebliche Altersversorgung in der Schweiz 83
5.2.1 Grundstruktur, Rechtsgrundlagen und Träger 83
5.2.2 Einbezogener Personenkreis, Leistungen und Finanzierung 84
5.2.3 Beurteilung 85
Teil III: Die verschiedenen Wirkungsebenen von Pensionfonds
1. Der Einfluss von Pensionsfonds auf das Einkommen und die Ersparnis des begünstigten Arbeitnehmers 87
2. Pensionsfonds innerhalb des Arbeitsmarkts 88
2.1 Arbeitsmarktinflexibilität 88
2.2 Abfall des Verrentungsalters und der Arbeitsmarktbeteiligung älterer Arbeitnehmer 90
2.3 Reaktionen auf staatliche Regulierungen 90
3. Pensionsfonds innerhalb des Finanzmarkts 91
3.1 Corporate Finance 91
3.1.1 Finanzmarktentwicklung 92
3.1.2 Entwicklung neuer Finanzinstrumente und -techniken 93
3.1.3 Marktorientierung 94
3.1.3.1 Shareholder Value 95
3.1.3.2 Status Quo in Deutschland 96
3.2 Fondsmanagement 97
3.2.1 Anlagepolitik 97
3.2.1.1 Opportune Anlagepolitiken 99
3.2.1.2 Portfolio - Aufteilung 100
3.2.2 Diversifikation 100
3.2.2.1 Inlandspräferenz 101
3.2.2.2 Volkswirtschaftliche Betrachtung internationaler Kapitalströme 103
3.2.3 Performance 104
3.2.3.1 Allgemeine Betrachtung 104
3.2.3.2 Performance - Vergleich 105
3.3. Corporate Governance 106
Teil IV: Fazit
1. Resümee 112
1.1 Allokation 113
1.2 (Gerechte) Verteilung 114
1.3 Angemessenheit 116
1.4 Sicherheit 118
2. Implikationen für die Politik 119
Anhang
A. Die Bedingungen für eine staatliche Anerkennung der Unternehmensbeiträge in einen Pensionsfonds als Betriebsausgabe in den USA 124
B. Übersicht über die Anlagevorschriften des Versicherungsaufsichtsgesetzes 125
C. Vergleich der Regulierungen in den USA, Deutschland und der Schweiz 127
D. Finanzierungsformen der betrieblichen Altersversorgung in Deutschland 128
Literaturverzeichnis 129
 
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