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Einleitung:
Die Möglichkeit, sich gegen die wirtschaftlichen Folgen einer Krankheit abzusichern, wurde schon im späten Mittelalter durch zahlreiche, überwiegend berufsständisch und regional abgegrenzte Selbsthilfeorganisationen geboten. Die Grundlage für deren Funktionsfähigkeit waren einerseits starke persönliche und ideelle Bindungen an die Gemeinschaft, andererseits eine im wesentlichen gleichartige Gefährdung der einzelnen Mitglieder. Das "Gesetz betreffend der Krankenversicherung der Arbeiter" brachte im Jahr 1883 einen deutlichen Einschnitt in das frühe Krankenversicherungswesen Deutschlands. Im Prinzip begann damit die Trennung zwischen gesetzlicher Krankenversicherung (GKV) und privater Vorsorge für die wirtschaftlichen Folgen von Krankheitsfällen. In den Jahren 1924/25 kam ein Wendepunkt für die auf Privatinitiative basierende "Krankenversicherung" Deutschlands; das Streben nach wirtschaftlicher Sicherung und ein großer Nachholbedarf an Behandlungsbedürftigkeit erzeugten einen beispiellosen Boom. Somit kann diese Zeit als der eigentliche Beginn der privaten Krankenversicherung (PKV) bezeichnet werden.
Grundsätzlich besteht bei jedem Menschen der Bedarf für eine Absicherung im Krankheitsfall. Jedoch kann sich nicht jeder seine Krankenversicherung selbst aussuchen und nach seinen persönlichen Vorstellungen gestalten. Durch die gesetzlich bestimmte Versicherungspflicht werden weite Personenkreise an die gesetzliche Krankenversicherung gebunden, ohne dass diese die Möglichkeit hätten, sich davon befreien zu lassen.
Auch die PKV bietet ebenso wie die GKV Schutz vor finanziellem Risiko bei Krankheit und ist somit auch ein Teil des gesamten Krankenversicherungssystems. Allerdings erfasst die PKV in erster Linie solche Personengruppen, die nicht an die GKV gebunden sind. Dies sind vor allem Selbständige, Beamte und diejenigen Arbeitnehmer, die wegen der Höhe ihres Arbeitsentgelts in der GKV versicherungsfrei sind. Die meisten Angehörigen der Arbeitnehmergruppe haben im Rahmen einer Pflichtversicherung den Krankenversicherungsschutz bei einer gesetzlichen Krankenversicherung. Ihnen wird unter bestimmten Voraussetzungen vom Gesetz das Recht eingeräumt, in der GKV auch bei nicht mehr bestehender Versicherungspflicht ihre Mitgliedschaft freiwillig fortzusetzen. Die Unternehmen der PKV versuchen deshalb, solche neuen Mitglieder zu gewinnen, die die Wahlmöglichkeit zwischen der GKV und PKV haben.
Inhaltsverzeichnis:
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VORBEMERKUNG |
i
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ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS |
v
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ABBILDUNGS- UND TABELLENVERZEICHNIS |
vi
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| 1. |
Die gesetzliche und private Krankenversicherung in Deutschland |
1
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| 1.1 |
Der Krankenversicherungsschutz der deutschen Bevölkerung im Überblick |
2
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| 1.2 |
Das Versicherungsprinzip |
3
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| 1.3 |
Die Grundprinzipien der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung |
5
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| 1.4 |
Die Einordnung der gesetzlichen Krankenversicherung in das Sozialgesetzbuch |
10
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| 1.5 |
Das gegliederte Krankenversicherungssystem |
11
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| 1.6 |
Verbände und Rechtsform der Krankenversicherungsträger |
15
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| 1.6.1 |
Verbände der Krankenkassen und deren Aufgaben |
15
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| 1.6.2 |
Die gesetzlichen Krankenkassen als Körperschaften des öffentlichen Rechts |
19
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| 1.6.3 |
Der Verband der privaten Krankenversicherung |
20
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| 1.6.4 |
Die private Krankenversicherung als Aktiengesellschaft oder Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit |
22
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| 1.7 |
Die Versicherungsaufsicht |
23
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| 1.8 |
Die Zahlung der Beiträge |
25
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| 2. |
Die gesetzliche Krankenversicherung und ihre Möglichkeiten zur Beitragsgestaltung |
28
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| 2.1 |
Der von der gesetzlichen Krankenversicherung erfasste Personenkreis |
28
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| 2.2 |
Die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung |
32
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| 2.2.1 |
Grundsätze der Leistungserbringung |
33
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| 2.2.2 |
Leistungen zur Förderung der Gesundheit und zur Verhütung von Krankheiten |
35
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| 2.2.3 |
Leistungen zur Früherkennung von Krankheiten |
38
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| 2.2.4 |
Leistungen bei Krankheit, Sterbegeld und Fahrkosten |
38
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| 2.3 |
Darstellung und Kritik des Risikostrukturausgleichs |
45
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| 2.4 |
Die Beiträge der gesetzlichen Krankenversicherung |
49
|
| 2.4.1 |
Beitragspflichtige Einnahmen, die Beitragsbemessungsgrenze und die Dauer der Beitragspflicht |
50
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| 2.4.2 |
Die Beitragssätze der gesetzlichen Krankenversicherung |
54
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| 2.5 |
Die Möglichkeiten zur Beeinflussung des Beitrages |
57
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| 2.5.1 |
Maßnahmen zur Kostendämpfung durch den Gesetzgeber |
61
|
| 2.5.1.1 |
Änderung des Beitragssatzes |
61
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| 2.5.1.2 |
Leistungsbeschränkungen zum 1. Januar 1997 |
66
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| 2.5.1.3 |
Vorverlegung der Fälligkeit der Beiträge |
71
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| 2.5.1.4 |
Umstrukturierungen zwischen den Trägern der Sozialversicherung |
72
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| 2.5.1.5 |
Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze und Erweiterung der beitragspflichtigen Einnahmen |
74
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| 2.5.2 |
Maßnahmen zur Kostendämpfung durch den Träger der Krankenkasse |
75
|
| 2.5.2.1 |
Reduzierung der Leistungsausgaben |
76
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| 2.5.2.2 |
Erprobungsregelungen zur Weiterentwicklung gesetzlicher Krankenkassen |
79
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| 2.5.2.3 |
Reduzierung der Verwaltungsausgaben |
83
|
| 2.5.2.4 |
Begrenzung der Werbung |
85
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| 2.5.3 |
Maßnahmen zur Kostendämpfung durch die Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung |
87
|
| 2.5.3.1 |
Gesunde Lebensweise und Vermeidung von Doppeluntersuchungen |
88
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| 2.5.3.2 |
Freie Kassenwahl der Versicherten |
89
|
| 2.5.3.3 |
Mitbestimmung der Versicherten |
92
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| 3. |
Die private Krankenversicherung und ihre Möglichkeiten zur Beitragsgestaltung |
93
|
| 3.1 |
Der von der privaten Krankenversicherung erfasste Personenkreis |
93
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| 3.2 |
Die Leistungen der privaten Krankenversicherung |
95
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| 3.2.1 |
Grundsätze der Leistungserbringung |
95
|
| 3.2.2 |
Die Tarife der privaten Krankenversicherung |
100
|
| 3.2.2.1 |
Der Selbstbeteiligungsbegriff |
101
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| 3.2.2.2 |
Der Standardtarif |
102
|
| 3.2.2.3 |
Der Basistarif |
104
|
| 3.2.2.4 |
Der Basistarif-Spezial und der Basiszusatztarif |
105
|
| 3.2.2.5 |
Die Zusatztarife |
106
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| 3.2.2.6 |
Die Ergänzungstarife |
108
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| 3.3 |
Die Rückversicherung als Instrument zur Risikoverteilung |
109
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| 3.4. |
Die Beitragskalkulation der privaten Krankenversicherung |
110
|
| 3.4.1 |
Der Risikobeitrag |
113
|
| 3.4.2 |
Die Alterungsrückstellung |
114
|
| 3.4.3 |
Der Sicherheitszuschlag |
116
|
| 3.4.4 |
Kosten der laufenden Verwaltung und Abschlusskosten |
116
|
| 3.4.5 |
Aufwendungen für die Beitragsrückerstattung |
117
|
| 3.5 |
Die Möglichkeiten zur Beeinflussung des Beitrages |
119
|
| 3.5.1 |
Beitragsänderungen während der Laufzeit des Versicherungsvertrages |
120
|
| 3.5.2 |
Beitragsanpassung wegen Kostensteuerung |
121
|
| 3.5.3 |
Die Beitragskappung zur Limitierung von Beitragserhöhungen |
122
|
| 3.5.4 |
Das Problem der Beitragssteigerungen im Alter |
123
|
| 3.5.5 |
Vorschläge der Expertenkommission für die Beitragsverstetigung privat Versicherter im Alter und Gesetzesänderungen zur Kostendämpfung |
127
|
| 3.5.6 |
Der Beitragssicherungsplan der DBV Krankenversicherung zur Beitragsreduktion im Alter als Beispiel eines Vorsorgetarifes |
134
|
| 4. |
Gegenüberstellung wesentlicher Unterschiede in der Beitragsgestaltung der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung |
137
|
| 5. |
Abschließende Beurteilung |
138
|
|
Literaturverzeichnis |
143 |