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Titel Das Krankenversicherungssystem in Deutschland und Möglichkeiten der Beitragsgestaltung und Beitragsbeeinflussung 
Untertitel  
AutorIn Tobias Klein 
Seiten 159 Seiten 
Hochschule Fachhochschule Mainz Deutschland 
Art der Arbeit Diplomarbeit 
Abgabe 1997 
Note
Preis 38,00 EUR (inkl. MwSt.)
 
Bestellnummer 95000355 
Sprache Deutsch 
Medien Papier / CD 
Inhaltsangabe
Einleitung:

Die Möglichkeit, sich gegen die wirtschaftlichen Folgen einer Krankheit abzusichern, wurde schon im späten Mittelalter durch zahlreiche, überwiegend berufsständisch und regional abgegrenzte Selbsthilfeorganisationen geboten. Die Grundlage für deren Funktionsfähigkeit waren einerseits starke persönliche und ideelle Bindungen an die Gemeinschaft, andererseits eine im wesentlichen gleichartige Gefährdung der einzelnen Mitglieder. Das "Gesetz betreffend der Krankenversicherung der Arbeiter" brachte im Jahr 1883 einen deutlichen Einschnitt in das frühe Krankenversicherungswesen Deutschlands. Im Prinzip begann damit die Trennung zwischen gesetzlicher Krankenversicherung (GKV) und privater Vorsorge für die wirtschaftlichen Folgen von Krankheitsfällen. In den Jahren 1924/25 kam ein Wendepunkt für die auf Privatinitiative basierende "Krankenversicherung" Deutschlands; das Streben nach wirtschaftlicher Sicherung und ein großer Nachholbedarf an Behandlungsbedürftigkeit erzeugten einen beispiellosen Boom. Somit kann diese Zeit als der eigentliche Beginn der privaten Krankenversicherung (PKV) bezeichnet werden.

Grundsätzlich besteht bei jedem Menschen der Bedarf für eine Absicherung im Krankheitsfall. Jedoch kann sich nicht jeder seine Krankenversicherung selbst aussuchen und nach seinen persönlichen Vorstellungen gestalten. Durch die gesetzlich bestimmte Versicherungspflicht werden weite Personenkreise an die gesetzliche Krankenversicherung gebunden, ohne dass diese die Möglichkeit hätten, sich davon befreien zu lassen.

Auch die PKV bietet ebenso wie die GKV Schutz vor finanziellem Risiko bei Krankheit und ist somit auch ein Teil des gesamten Krankenversicherungssystems. Allerdings erfasst die PKV in erster Linie solche Personengruppen, die nicht an die GKV gebunden sind. Dies sind vor allem Selbständige, Beamte und diejenigen Arbeitnehmer, die wegen der Höhe ihres Arbeitsentgelts in der GKV versicherungsfrei sind. Die meisten Angehörigen der Arbeitnehmergruppe haben im Rahmen einer Pflichtversicherung den Krankenversicherungsschutz bei einer gesetzlichen Krankenversicherung. Ihnen wird unter bestimmten Voraussetzungen vom Gesetz das Recht eingeräumt, in der GKV auch bei nicht mehr bestehender Versicherungspflicht ihre Mitgliedschaft freiwillig fortzusetzen. Die Unternehmen der PKV versuchen deshalb, solche neuen Mitglieder zu gewinnen, die die Wahlmöglichkeit zwischen der GKV und PKV haben.

Inhaltsverzeichnis:

VORBEMERKUNG i
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS v
ABBILDUNGS- UND TABELLENVERZEICHNIS vi
1. Die gesetzliche und private Krankenversicherung in Deutschland 1
1.1 Der Krankenversicherungsschutz der deutschen Bevölkerung im Überblick 2
1.2 Das Versicherungsprinzip 3
1.3 Die Grundprinzipien der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung 5
1.4 Die Einordnung der gesetzlichen Krankenversicherung in das Sozialgesetzbuch 10
1.5 Das gegliederte Krankenversicherungssystem 11
1.6 Verbände und Rechtsform der Krankenversicherungsträger 15
1.6.1 Verbände der Krankenkassen und deren Aufgaben 15
1.6.2 Die gesetzlichen Krankenkassen als Körperschaften des öffentlichen Rechts 19
1.6.3 Der Verband der privaten Krankenversicherung 20
1.6.4 Die private Krankenversicherung als Aktiengesellschaft oder Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit 22
1.7 Die Versicherungsaufsicht 23
1.8 Die Zahlung der Beiträge 25
2. Die gesetzliche Krankenversicherung und ihre Möglichkeiten zur Beitragsgestaltung 28
2.1 Der von der gesetzlichen Krankenversicherung erfasste Personenkreis 28
2.2 Die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung 32
2.2.1 Grundsätze der Leistungserbringung 33
2.2.2 Leistungen zur Förderung der Gesundheit und zur Verhütung von Krankheiten 35
2.2.3 Leistungen zur Früherkennung von Krankheiten 38
2.2.4 Leistungen bei Krankheit, Sterbegeld und Fahrkosten 38
2.3 Darstellung und Kritik des Risikostrukturausgleichs 45
2.4 Die Beiträge der gesetzlichen Krankenversicherung 49
2.4.1 Beitragspflichtige Einnahmen, die Beitragsbemessungsgrenze und die Dauer der Beitragspflicht 50
2.4.2 Die Beitragssätze der gesetzlichen Krankenversicherung 54
2.5 Die Möglichkeiten zur Beeinflussung des Beitrages 57
2.5.1 Maßnahmen zur Kostendämpfung durch den Gesetzgeber 61
2.5.1.1 Änderung des Beitragssatzes 61
2.5.1.2 Leistungsbeschränkungen zum 1. Januar 1997 66
2.5.1.3 Vorverlegung der Fälligkeit der Beiträge 71
2.5.1.4 Umstrukturierungen zwischen den Trägern der Sozialversicherung 72
2.5.1.5 Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze und Erweiterung der beitragspflichtigen Einnahmen 74
2.5.2 Maßnahmen zur Kostendämpfung durch den Träger der Krankenkasse 75
2.5.2.1 Reduzierung der Leistungsausgaben 76
2.5.2.2 Erprobungsregelungen zur Weiterentwicklung gesetzlicher Krankenkassen 79
2.5.2.3 Reduzierung der Verwaltungsausgaben 83
2.5.2.4 Begrenzung der Werbung 85
2.5.3 Maßnahmen zur Kostendämpfung durch die Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung 87
2.5.3.1 Gesunde Lebensweise und Vermeidung von Doppeluntersuchungen 88
2.5.3.2 Freie Kassenwahl der Versicherten 89
2.5.3.3 Mitbestimmung der Versicherten 92
3. Die private Krankenversicherung und ihre Möglichkeiten zur Beitragsgestaltung 93
3.1 Der von der privaten Krankenversicherung erfasste Personenkreis 93
3.2 Die Leistungen der privaten Krankenversicherung 95
3.2.1 Grundsätze der Leistungserbringung 95
3.2.2 Die Tarife der privaten Krankenversicherung 100
3.2.2.1 Der Selbstbeteiligungsbegriff 101
3.2.2.2 Der Standardtarif 102
3.2.2.3 Der Basistarif 104
3.2.2.4 Der Basistarif-Spezial und der Basiszusatztarif 105
3.2.2.5 Die Zusatztarife 106
3.2.2.6 Die Ergänzungstarife 108
3.3 Die Rückversicherung als Instrument zur Risikoverteilung 109
3.4. Die Beitragskalkulation der privaten Krankenversicherung 110
3.4.1 Der Risikobeitrag 113
3.4.2 Die Alterungsrückstellung 114
3.4.3 Der Sicherheitszuschlag 116
3.4.4 Kosten der laufenden Verwaltung und Abschlusskosten 116
3.4.5 Aufwendungen für die Beitragsrückerstattung 117
3.5 Die Möglichkeiten zur Beeinflussung des Beitrages 119
3.5.1 Beitragsänderungen während der Laufzeit des Versicherungsvertrages 120
3.5.2 Beitragsanpassung wegen Kostensteuerung 121
3.5.3 Die Beitragskappung zur Limitierung von Beitragserhöhungen 122
3.5.4 Das Problem der Beitragssteigerungen im Alter 123
3.5.5 Vorschläge der Expertenkommission für die Beitragsverstetigung privat Versicherter im Alter und Gesetzesänderungen zur Kostendämpfung 127
3.5.6 Der Beitragssicherungsplan der DBV Krankenversicherung zur Beitragsreduktion im Alter als Beispiel eines Vorsorgetarifes 134
4. Gegenüberstellung wesentlicher Unterschiede in der Beitragsgestaltung der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung 137
5. Abschließende Beurteilung 138
Literaturverzeichnis 143
 
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