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Diplomarbeiten

 

 

Titel Das System der Arbeitslosenversicherungskonten am Beispiel Chiles 
Untertitel  
AutorIn Jenny Gößling 
Seiten 70 Seiten 
Hochschule Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn Deutschland 
Art der Arbeit Diplomarbeit 
Abgabe 2004 
Note
Preis 28,00 EUR (inkl. MwSt.)
 
Bestellnummer 95008157 
Sprache Deutsch 
Medien Papier / CD 
Inhaltsangabe
Zusammenfassung:

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich insbesondere am Beispiel Chiles mit Arbeitslosenversicherungskonten (Unemployment Insurance Savings Accounts) als einer Form kapitalgedeckter Arbeitslosenversicherung. Dabei handelt es sich um ein System mit persönlichen Konten, auf die die Versicherten ihre Beiträge einzahlen und von denen sie im Falle der Arbeitslosigkeit Leistungen beziehen können. Das angesparte Guthaben wird am Ende des Erwerbslebens an den Versicherten vollständig ausgezahlt. Durch diese Internalisierung der Kosten der Arbeitslosigkeit werden diejenigen Versicherten finanziell belohnt, die selten oder gar nicht arbeitslos sind. Die Finanzierung der Arbeitslosigkeit aus den eigenen Ersparnissen schafft den Anreiz, sich um schnelle Wiedereinstellung zu bemühen und damit persönliche Ressourcen zu schonen.

Die bisherige Literatur zum Thema beschäftigt sich hauptsächlich mit der Darstellung von theoretischen Modellen und fiktiven Berechnungen, ob sich eine Umstellung auf UISA aus einem bisherigen System lohne. Ziel der vorliegenden Arbeit ist es hingegen, anhand einer umfassenden Diskussion der wichtigsten theoretischen Modellansätze, sowie der Charakteristika des 2002 in Chile in der Praxis eingeführten Systems, einen Überblick über diese Form der Arbeitslosenversicherung zu geben. Mit Hilfe von Praxisdaten der staatlichen chilenischen Aufsichtsbehörde über die Arbeitslosenversicherung (SAFP), die eine Auswertung der Einführungsphase ermöglichen, soll hier eine Bewertung des Systems bezüglich der Realisierbarkeit in der Praxis vorgenommen werden.

Die Arbeit beginnt mit einer Diskussion der Notwendigkeit staatlicher Arbeitslosenversicherung im Vergleich zu freiwilliger Vorsorge und privater Absicherung. Daran schließt sich eine Darstellung der Behandlung der Unemployment Insurance Savings Accounts (UISA) in der wichtigsten Literatur an, wobei neben einer ausführlichen Diskussion der Vor- und Nachteile Rentabilitätsberechnungen erläutert werden. Der folgende Praxisteil beschäftigt sich mit der Umsetzung des Systems der UISA in Chile. Ausgehend von der bisherigen Form der Arbeitslosenunterstützung werden die Charakteristika der neuen UISA aufgezeigt und die Daten des ersten Laufzeitjahres ausgewertet. Unterschiede zwischen den theoretischen Modellen und dem chilenischen System werden aufgezeigt und mögliche Gründe dargestellt. Das letzte Kapitel fasst die Kernpunkte noch einmal zusammen und geht auf die Möglichkeiten der Umsetzung in Deutschland als Alternative zum bisherigen umlagefinanzierten System ein. Eine persönliche Einschätzung beendet die Arbeit.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 1
1.1 Ziel der Arbeit 2
1.2 Aufbau der Arbeit 2
2. Notwendigkeit staatlicher Arbeitslosenversicherung 3
2.1 Argumente für staatliche Arbeitslosenversicherung 3
2.2 Probleme durch staatliche Arbeitslosenversicherung 5
2.3 Bewertung 7
2.4 Optimale Arbeitslosenversicherung nach Hopenhayn 8
3. Unemployment Insurance Savings Accounts in der Theorie 9
3.1 Definition 10
3.2 Modell zum Vergleich der UISA mit umlagefinanzierterArbeitslosenversicherung 11
3.3 Vorteile der UISA 13
3.4 Probleme bei UISA 14
3.5 Effizienzberechnungen 15
3.5.1 Rentabilität der UISA 16
3.5.2 Umverteilungseffekte der UISA 19
3.6 Sind UISA optimal? 20
3.7 Severance Payments Savings Accounts in Kolumbien 21
3.8 Integrated Unemployment Insurance System 23
4. Praktische Umsetzung der UISA in Chile 23
4.1 Politische und wirtschaftliche Situation in Chile 24
4.2 Bisherige Arbeitslosenunterstützung 25
4.2.1 Unemployment Subsidy 25
4.2.2 Severance Payments 25
4.2.3 Sonstige Programme 26
4.3 UISA in Chile 27
4.3.1 Entstehungsgeschichte 27
4.3.2 Das neue System 28
4.3.2.1 Persönliche Konten 28
4.3.2.2 Degressive Leistungen 29
4.3.2.3 Umverteilender Solidaritätsfonds 30
4.3.2.4 Privates Management 31
4.3.2.5 Sonderbehandlung von Zeitverträgen 33
4.3.3 Auswertung der ersten sechzehn Laufzeitmonate 34
4.3.4 Unterschiede zu den theoretischen Modellen 36
4.3.5 Probleme bei der Umsetzung 37
5. Schlussbemerkung unter dem Aspekt der Übertragbarkeit auf Deutschland 38
6 Anhang 41
7 Literaturverzeichnis 51
 
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