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Die Philosophie ist eine Wissenschaft, die sich dadurch auszeichnet, dass sie keinen eng begrenzten Gegenstand untersucht. In der Antike entstand die Philosophie als Gegenpol zu den mythologischen Vorstellungen. Die Vernunft, die Ratio, wurde der Kern dieser Wissenschaft. Die griechische Philosophie mit ihren großen Protagonisten Platon und Aristoteles prägt bis heute die westliche Vorstellungswelt.
Ziel der Philosophie ist es, die Welt und den Menschen besser zu verstehen. Dazu werden ausschließlich theoretische Erörterungen angestellt. Die klassischen Disziplinen in der Philosophie sind Logik, Ethik, Metaphysik und Erkenntnistheorie. Zum einen bildet die Philosophie die Grundlage für andere Wissenschaften, aber zum anderen analysiert sie auch deren Vorgehensweise und gewinnt daraus neue philosophische Erkenntnisse.
In der jüngeren Vergangenheit hat die Philosophie neue Gebiete erschlossen. Dies wurde vor allem durch neue Forschungsergebnisse in der Physik und den Neurowissenschaften ermöglicht. Letztere haben zu einer Philosophie des Bewusstseins geführt, die sich z.B. mit der alten Frage beschäftigt, ob der Mensch einen freien Willen hat. Die Philosophie kann die Ergebnisse der Fachwissenschaftler in einen viel größeren Kontext stellen und bewerten. Deswegen kommt keine moderne Wissenschaft ohne die Philosophie als Hilfswissenschaft aus. Aus dem Zusammenspiel der unterschiedlichen Betrachtungsweisen erwachsen wiederum Erkenntnisse, die zu einem besseren Verständnis führen. Nicht übersehen werden darf aber, dass die westliche Philosophie nicht in der ganzen Welt Anerkennung findet. Die zentrale Stellung der Vernunft ist europäischen Ursprungs.
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