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Militär und Gesellschaft in der Frühen Neuzeit

 

Kurzbeschreibung:
Als Ende der 1960er und in den 1970er Jahren die Sozialgeschichte ihren Siegeszug antrat und statt der Politik- und Ereignisgeschichte intensiv soziale und ökonomische Strukturen betrachtet wurden, blieb die Militärgeschichte hiervon nahezu völlig ausgenommen. Für die Frühe Neuzeit bedeutete dies, dass selbst in vielen Handbuchdarstellungen überhaupt jeder Hinweis auf die "militärische Revolution" und die bewaffnete Macht fehlt. Diese unbefriedigende Situation ist um so gravierender, als die Fundamentalprozesse der Frühen Neuzeit, Staatsbildung, Sozialdisziplinierung und bis zu einem gewissen Grad selbst die Konfessionalisierung, ohne eine Berücksichtigung des Faktors Militär nicht angemessen untersucht werden können. Erst seit Beginn der 1990er Jahre erlebte die Militärgeschichte eine Retablierung im Rahmen der universitären Geschichte und erfreute sich alsbald vor allem unter jüngeren HistorikerInnen steigenden Interesses. Um dieses Interesse aufzunehmen wurde im Frühjahr 1995 der Arbeitskreis "Militär und Gesellschaft in der Frühen Neuzeit" gegründet. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Erforschung des Militärs im Rahmen der frühneuzeitlichen Geschichte zu befördern und zugleich das Bewusstsein der Frühneuzeit-HistorikerInnen für die Bedeutung des Militärs in all seinen Funktionen zu wecken. Das Militär steht somit als soziale Gruppe selbst im Mittelpunkt der Aktivitäten des Arbeitskreises, wird aber auch in seinen Wirkungen und Repräsentationen thematisiert. Ziel ist es, die Rolle des Militärs als Teil der frühneuzeitlichen Gesellschaft umfassend herauszuarbeiten und zu würdigen. Insofern versteht der AMG seine Arbeit nicht nur als Beitrag zur Militärgeschichte, sondern vor allem als Beitrag zur Geschichte der Frühen Neuzeit insgesamt.Militär und Gesellschaft in der Frühen Neuzeit erscheint zweimal pro Jahr und vereint in jeder Ausgabe zwei bis drei aktuelle Aufsätze zur frühneuzeitlichen Militärgeschichte, Projektskizzen zu geplanten Forschungsvorhaben bzw. über kürzlich abgeschlossene wissenschaftliche Arbeiten, Tagungs- und Literaturberichte, Ankündigungen zu relevanten Veranstaltungen sowie Rezensionen zum Themenkomplex Militär und Gesellschaft in der Frühen Neuzeit.


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