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Porträt
Begegnungen: Marie-Thérèse Schins in Afrika
12.09.2006
Die Malerin und Kinder- und Jugendbuchautorin Marie-Thérèse Schins, eine gebürtige Niederländerin, lebt in Hamburg. Aber es sind ihre Reisen nach Afrika, die ihrer literarischen Arbeit eine neue Dimension gegeben haben.
Es begann mit einer Einladung nach Togo von einem Kollegen aus der Hamburger Hochschule. Marie-Thérèse Schins musste nicht lange zögern. Sie schlug ein, und machte eine Reise, die nicht nur ihr literarisches Leben in neue Bahnen lenkte.
“Das beeindruckenste für mich war, als wir aus dem Flugzeug kamen, Michel dort stand, mit mindestens 50 Familienmitgliedern, alle hatten Blumen in der Hand, und wir wurden empfangen, als wären wir Königin Elisabeth persönlich gewesen oder wer auch immer. Und es wurde sofort, am selben Abend, ein großes Fest organisiert, wie ich es noch nie erlebt habe, wo man auch stundenlang warten muss, bis es endlich etwas zu essen gibt, weil die Afrikaner erstmal vorher stundenlang erzählen.Und es war für mich das erste Mal, dass ich so in eine Familie aufgenommen wurde.“
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Nigerianer Soyinka als «Brückenbauer» geehrt
14.06.2006
Dem Schriftsteller Wole Soyinka ist es laut Horst Köhler gelungen, «Brücken zwischen Kontinenten, Kulturen und Menschen zu bauen». Dafür hat der Nobelpreisträger nun eine weitere Auszeichnung erhalten.
Der nigerianische Literatur-Nobelpreisträger Wole Soyinka ist am Dienstag im Berliner Schloss Bellevue mit dem Weilheimer Literaturpreis ausgezeichnet worden. Bundespräsident Horst Köhler würdigte den 71-jährigen Schriftsteller in seiner Laudatio als «rastlosen Rufer für Freiheit, Demokratie und Aufklärung in seinem Land und darüber hinaus.»
Die mit 7500 Euro dotierte Auszeichnung des Gymnasiums Weilheim in Oberbayern ist der einzige von Schülern vergebene Literaturpreis.
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Taylor soll in den Niederlanden vor Gericht
31.03.2006
Der liberianische Ex-Präsident Charles Taylor soll nach seiner Festnahme vor ein internationales Gericht in den Niederlanden gestellt werden. Ein Porträt.
Zu den grausamsten Gemetzeln auf dem afrikanischen Kontinent zählen die Bürgerkriege in Liberia und Sierra Leone, bei denen der langjährige Rebellenführer und spätere liberianische Präsident Charles Taylor seine Finger im Spiel hatte. In Liberia waren nach 14 Jahren schätzungsweise 300.000 Tote zu beklagen, in Sierra Leone weitere 120.000.
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Migration in Afrika: Nicht jeder träumt von Europa
04.01.2006
In der Fremde und doch in der Heimat:
Ein afrikanisches Immigrantenschicksal jenseits von Europa
Wenn der Kameruner Bernard Doungmo (42), Taxifahrer in Gabuns Hauptstadt Libreville, die Bilder der in Marokko gescheiterten Immigranten im Fernsehen sieht, überfallen ihn Trauer und Mitleid aber auch gleichzeitig Unverständnis. „Wieso“, fragt er, „sparen diese armen Menschen Tausende von Euros, um sich auf den Weg in solch ein ungewisses Schicksal zu machen? Mit dem gleichen Betrag kann man sich in Afrika eine Existenz aufbauen, vielleicht nicht unbedingt in seinem Heimatland, aber doch auf dem Kontinent“. Er weiß, wovon er spricht
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