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Die Geschichte des Instituts
Am 4. September 1963 erfolgte der Erlaß des Kultusministers des Landes Nordrhein-Westfalen über die Einrichtung eines Instituts für Musikalische Volkskunde an der Pädagogischen Hochschule Neuss unter der Leitung von Prof. Dr. Ernst Klusen. Nach längeren Verhandlungen über seine Ausstattung nahm das Institut am 28. November 1964 seine Arbeit auf.
Vorausgegangen war im Jahr 1938 die Gründung des Niederrheinischen Volksliedarchivs, eines der jüngsten landschaftlichen Volksliedarchive, durch Ernst Klusen. Den Grundstock des Niederrheinischen Volksliedarchivs bildete die private Sammlung Klusens, die etwa 300 am Niederrhein aufgezeichnete Volkslieder umfaßte. Die Bestände des Volksliedarchivs umfaßten bei Gründung des Instituts u.a. ca. 3000 Volkslieder, die Abschriften des auf den Niederrhein bezogenen handschriftlichen Nachlasses von Ludwig Erk, ca. 200 Tonbandaufzeichnungen von Volksliedern, etwa 500 Tänze und Märsche niederrheinischer Bauernkapellen in originalen Stimmbüchern neben einigen handschriftlichen Liederbüchern aus dem niederrheinischen Raum.
1965 erfolgte die erste Ausgabe eines eigenen Mitteilungsblattes "ad marginem - Randbemerkungen zur Musikalischen Volkskunde", das inzwischen mit 75 Ausgaben vorliegt und ein- bis zweimal jährlich an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Institutionen im In- und Ausland verschickt wird.
1986 wurde das Institut an die Erziehungswissenschaftliche Fakultät der Universität zu Köln übergeleitet. Direktor des Instituts war bis 1977 Prof. Dr. Ernst Klusen. Seine Nachfolger im Amt waren Prof. Dr. Günther Noll und ab 1992 Prof. Dr. Wilhelm Schepping. 1999 erhielt das Institut in der Person von Prof. Dr. Reinhard Schneider einen neuen Direktor.
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