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Wer wir sind. Woher wir kommen. Was wir machen.
Der Bundesverband evangelische Behindertenhilfe e.V. (BeB) ist ein Fachverband im Diakonischen Werk der Evangelischen Kirche in Deutschland. Er ist ein Zusammenschluss von rechtlich selbständigen (gemeinnützigen) Einrichtungen und Diensten der diakonischen Behindertenhilfe und Sozialpsychiatrie. Dem Verband gehören außerdem rechtlich selbständige Vereinigungen und Selbsthilfegruppen von Menschen mit Behinderung oder psychischer Erkrankung an. Der BeB fördert, unterstützt und begleitet Menschen mit Behinderung oder psychischer Erkrankung und deren Angehörige.
Der BeB ist entstanden aus der Fusion von VEEMB (Verband evangelischer Einrichtungen für Menschen mit geistiger und seelischer Behinderung e.V.) und VEERB (Verband Evangelischer Einrichtungen für die Rehabilitation Behinderter e.V.) im Jahr 1998. Die beiden Verbände haben ihre Wurzeln in der über 100-jährigen Arbeit der evangelischen Behindertenhilfe. Dem BeB gehören zurzeit bundesweit 276 Rechtsträger mit ca. 600 Teileinrichtungen an. Für mehr als 100.000 Menschen mit Behinderung oder psychischer Erkrankung aller Altersstufen und Behinderungsgrade werden Angebote vorgehalten. Damit deckt der diakonische Fachverband bundesweit knapp 50 Prozent der Angebote der Behindertenhilfe und wesentliche Teile der Sozialpsychiatrie ab.
Die Mitgliedseinrichtungen und -dienste, in denen mehr als 80.000 Menschen angestellt sind, bieten Hilfen für Menschen mit geistiger Behinderung, körperlicher Behinderung, psychischer Erkrankung und/oder seelischer Behinderung an. Angebotsformen sind sowohl ambulant wie auch teilstationär oder stationär ausgeprägt. Dazu zählen ambulante Angebote und Dienste, Tagesstätten, Wohnheime, Fachkrankenhäuser, Rehabilitations- und Kurkliniken, Werkstätten für behinderte Menschen, Integrationsfirmen und -fachdienste, Berufsbildungs- und Berufsförderungswerke, Phase-II-Einrichtungen, Sonderkindergärten, Sonderschulen, Beratungs- und Therapiezentren, sozialpsychiatrische Dienste und Übergangseinrichtungen.
Die satzungsmäßigen Organe des BeB sind die Mitgliederversammlung, der zur Zeit 276 Rechtsträger mit 465 Wahlstimmen angehören (je nach Größe eine bis vier Stimmen), sowie der Vorstand mit 11 Mitgliedern. Das Amt des Vorsitzenden, der für eine Amtsperiode von vier Jahren gewählt wird, übt seit der außerordentlichen Mitgliederversammlung am 8. Mai 2007 in Bergisch Gladbach Michael Conty aus. Conty ist Geschäftsführer des Stiftungsbereichs Behindertenhilfe der v. Bodelschwinghschen Anstalten Bethel und gehört dem BeB-Vorstand bereits seit 2002 an.
Die Wahl war notwendig geworden, nachdem Pfarrer Klaus-Dieter K. Kottnik, der den Verbandsvorsitz seit November 2002 inne hatte und noch bei der Mitgliederversammlung im Oktober 2006 in Potsdam mit überwältigender Mehrheit wieder gewählt worden war, mit Wirkung zum 31. Januar 2007 von dieser Funktion im BeB zurückgetreten ist, da er ab 1. Februar 2007 das Amt des Präsidenten des Diakonischen Werks der Evangelischen Kirche in Deutschland angetreten hat.
Der BeB betreibt seine Verbandsgeschäftsstelle in der Altensteinstraße 51 in Berlin-Dahlem. Diese kooperiert eng mit der Hauptgeschäftsstelle des Diakonischen Werkes der EKD und insbesondere deren Zentrum Gesundheit, Pflege und Rehabilitation (GRP) in Berlin. In der Geschäftsstelle sind zur Zeit sechs Mitarbeitende angestellt. Die Gremien und Arbeitsgruppen des Verbandes sind mit ca. 200 Vertreter/innen der Mitgliedseinrichtungen besetzt und ehrenamtlich tätig. Der BeB steht in engem Kontakt zu den Bundesarbeitsgemeinschaften im Bereich Teilhabe am Arbeitsleben/ berufliche Integration (BAG Integrationsfirmen, BAG WfbM, BAG BBW, AG BfW, BAG unterstützter Beschäftigung) und zu Selbsthilfegruppen.
Der BeB stimmt sich im Kontaktgespräch Behindertenhilfe und im Kontaktgespräch Psychiatrie regelmäßig mit den anderen Fachverbänden der Behindertenhilfe in Deutschland ab. Seit mehr als 25 Jahren treffen sich die Bundesvereinigung Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung, der Bundesverband evangelische Behindertenhilfe, die Caritas Behindertenhilfe und Psychiatrie, der Verband für anthroposophische Heilpädagogik, Sozialtherapie und soziale Arbeit sowie (seit 2004) der Bundesverband für Körper- und Mehrfachbehinderte, die zusammen mehr als 90 Prozent der Einrichtungen und Dienste für Menschen mit körperlicher, geistiger, seelischer und mehrfacher Behinderung in Deutschland repräsentieren, um am runden Tisch alle sozialpolitischen Probleme, den Paradigmenwechsel und die Öffentlichkeitswirksamkeit zu beraten sowie gemeinsame Vorhaben und sozialpolitische Aktivitäten zu koordinieren.
Zu den regelmäßigen Veranstaltungen des BeB gehört der jährlich stattfindende Parlamentarierabend in Berlin, bei dem Mitglieder des Deutschen Bundestages und weitere Gäste eingeladen sind, miteinander über sozialpolitische Entwicklungen zu diskutieren sowie durch ihr Interesse und Engagement bei der Absicherung und Weiterentwicklung teilhabeorientierter und nachhaltiger Strukturen mitzuwirken. Der diesjährige Parlamentarierabend, der am 21. März 2007 in der Deutschen Parlamentarischen Gesellschaft stattfand, stand unter dem Motto "Die Zukunft gestalten - Chancen nutzen". Bei den Themen Zukunft der Eingliederungshilfe, Novellierung des SGB XI und Persönliches Budget stellte die Perspektive der Menschen mit Behinderung und/oder psychischer Erkrankung Ausgangspunkt und Richtschnur der Überlegungen dar.
Gemäß Satzung des BeB findet alle zwei Jahre eine ordentliche Mitgliederversammlung statt. Im vergangenen Jahr vom 9. bis zum 11. Oktober 2006 in Potsdam beschäftigte sich der BeB unter dem Motto "Sozialstaat vor dem Durchbruch - Chancen und Risiken für Menschen mit Behinderung" mit den Entwicklungen der Behindertenhilfe in Deutschland. Dieses Thema nahm bewusst den Spannungsbogen zwischen positiven und negativen Erwartungen auf, die mit den aktuellen und noch zu erwartenden Veränderungen verbunden sind. Der BeB betonte seine positive Grundhaltung zum Persönlichen Budget durch die Annahme des Positionspapiers "Persönliches Budget in der Behindertenhilfe - Eine Zwischenbilanz".
Nach dem Beschluss der Mitgliederversammlung veränderte sich der Verband auch strukturell. Der BeB verschlankte den Vorstand und schuf innerverbandlich eine projektorientierte Arbeitsstruktur mit einem Expert/innen-Pool. Ziel ist auch die stärkere Einbindung von Menschen mit Behinderung oder psychischer Erkrankung und deren Angehörigen in die Arbeit des Verbandes, da dies dem Grundverständnis des BeB entspricht. Als einen Schritt auf dem Weg in diese Richtung ist die Verabschiedung der Handreichung "Teilhabe von Menschen mit Behinderung verwirklichen" zu verstehen. Sie weist den Anspruch von Menschen mit Behinderung "Nichts über uns ohne uns" als Maßstab des Handelns im Verband aus.
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