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Die Anfänge des Unternehmens gehen auf den Gründer Friedrich Pustet
Die Anfänge des Unternehmens gehen auf den Gründer Friedrich Pustet (1798–1882) zurück. Pustet siedelte im Jahr 1826 von Passau nach Regensburg über und begann dort mit dem Aufbau einer Buchhandlung. Er verlegte bald auch zahlreiche Bücher selbst und übernahm außerdem den Druck dieser Werke.
In den ersten Jahres des Verlages wurde theologische, historische, philosophische, juristische, naturwissenschaftliche und belletristische Literatur herausgegeben.
Ab 1845 begann mit dem Druck eines lateinischen Altar-Missale die Spezialisierung auf liturgische Werke. Bald erlangte der Verlag auf diesem Gebiet Weltbedeutung: Ein Beispiel hierfür ist das Privileg von 1868, das die Herstellung und den Vertrieb der neuen Choralbücher ausschließlich Pustet überließ und das 30 Jahre lang galt. Zwischen 1865 und 1898 expandierte das Unternehmen dann stark: Es wurden Niederlassungen in Köln, Wien, Rom, Cincinnati und New York gegründet, in Valencia und Sao Paolo entstanden Handelsvertretungen. Diese Filialen wurden im Laufe des 20. Jahrhunderts wieder aufgegeben.
Bis Anfang der 1960er-Jahre widmete sich der Verlag vorrangig der Herausgabe liturgischer Bücher. Nach der Liturgiereform 1963, mit der die Verwendung der jeweiligen Landessprache in der Liturgie erlaubt wurde, erfolgte eine Neuorientierung. Theologie blieb ein Schwerpunkt, neu hinzu kam der Bereich Geschichte/Regionalia.
Diese Bereiche bilden auch heute noch die Programmschwerpunkte: Verlegt werden Bücher über Theologie und Religion (Liturgie und Pastoral, Sach- und Fachbücher, Wissenschaft) sowie Geschichte (Biografien, Länder- und Stadtgeschichten, Literatur zu Regensburg und Bayern).
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